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News zu Verordnung

02.10.2020
Arzneimittelverschreibungsverordnung - Dosierung muss auf das Rezept
Ab 1. November müssen Ärzte auf dem Arzneimittelrezept entweder die Dosierung angeben oder kennzeichnen, dass der Patient einen Medikationsplan bzw. eine Dosierungsanweisung erhalten hat. Damit alles reibungslos funktioniert und im Vorfeld getestet werden kann, muss die Verordnungssoftware die neue Pflichtfunktion bereits ab 1. Oktober unterstützen. 
28.09.2020
Ab 1. Oktober bietet die Verordnungssoftware Informationen zur Frühen Nutzenbewertung
Informationen über den Zusatznutzen neuer Arzneimittel (Beschlüsse zur Frühen Nutzenbewertung) werden jetzt in der Verordnungssoftware hinterlegt. Hiermit wird die gesetzliche Vorgabe, dass Ärzte über die Beschlüsse des GBA zur Frühen Nutzenbewertung schneller informiert werden sollen, umgesetzt.  Zunächst werden nur die ab dem 1. Juli 2020 gefassten Beschlüsse abgebildet. Informationen zu den früheren Nutzenbewertungen folgen später. Die KBV hat zu diesem Thema eine ausführliche Praxisinformation erstellt.  
10.09.2020
Häusliche Krankenpflege-Änderung Muster 12
Auf dem Formular 12 wurden die Felder zur Verordnung von pflegerischen Leistungen zur Wundversorgung umstrukturiert. Zukünftig ist zudem die „Wundart“ anzugeben und es erfolgt nunmehr eine Differenzierung zwischen akuter und chronischer Wunde. Auch ist eine neue Leistung „Positionswechsel zur Dekubitusbehandlung“ hinzugekommen.
18.06.2020
Cannabis – Begleiterhebung: Bfarm veröffentlicht Zwischenauswertung
Die Auswertung ergab, dass Schmerz die mit Abstand am häufigsten genannte Symptomatik ist, bei der Cannabis eingesetzt wird (69%). Weiter wurden Spastik, Anorexie/Wasting, Übelkeit/Erbrechen, Depressionen, ADHS, Appetitmangel/Inappetenz, entzündliche Darmerkrankungen, Tic-Störungen/ Tourette-Syndrom und Epilepsie genannt. Letzteres bei ca. 1% der Fälle.
28.04.2020
Erleichterte Abgabe von Arzneimitteln in der Apotheke während der Pandemie
Apotheken dürfen jetzt auch vorrätige wirkstoffgleiche Arzneimittel abgeben, wenn die gemäß den Vorgaben abzugebenden Arzneimittel (z.B. Rabattarzneimittel) nicht verfügbar sind. Nach (telefonischer) Rücksprache mit dem Arzt kann auch ein pharmakologisch vergleichbarer Wirkstoff (aut simile) abgegeben werden. Die notwendige Dokumentation wird in der Apotheke auf dem Rezept vermerkt – ein neues Rezept muss in diesen Fällen nicht ausgestellt werden (dies gilt auch bei gesetztem aut idem Kreuz).
24.04.2020
Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bittet Ärzte um Teilnahme an Studie zur Gürtelrose nach Impfung mit Shingrix®
Ärzte werden gebeten, das PEI zu kontaktieren, wenn Patienten einen Herpes Zoster (Gürtelrose) oder bullöse Hautveränderungen in engem zeitlichen Abstand nach einer Shingrix-Impfung entwickeln. Darüber hinaus sollen möglichst Proben vom Bläscheninhalt betroffener Patienten eingesendet werden. Das PEI bittet Ärzte zudem, den klinischen Verlauf bei betroffenen Patienten pseudonymisiert zu dokumentieren.
01.04.2020
Informationen zur Pneumokokkenimpfung – kurzfristig Pneumovax 23 Impfstoffdosen aus Japan am Markt verfügbar
Voraussichtlich ab 03.04.2020 sind aus Japan eingeführte Impfstoffdosen von Pneumovax 23 mit japanischer Beschriftung im Handel verfügbar. Die Einfuhr wird rechtlich durch eine Ausnahmeermächtigung nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) ermöglicht. Die Impfstoffdosen werden über den Pharmagroßhandel flächendeckend in ganz Deutschland verteilt. Mehr Wichtig: Es handelt sich hierbei um Durchstechflaschen (anstatt der üblicherweise in Deutschland vertriebenen Fertigspritze) mit dem Handelsnamen PNEUMOVAX®NP in japanischer Aufmachung, denen keine Spritzen oder Kanülen beiliegen. Aktuelle Informationen des RKI zu Pneumovax® 23 und Prevenar® 13:  Bis auf weiteres sind beide Pneumokokkenimpfstoffe nur eingeschränkt lieferbar. Um besonders vulnerable Personengruppen möglichst effektiv und entsprechend ihrem Risiko zu schützen, soll wie folgt vorgegangen werden: - Prioritär geimpft werden sollen: Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren und Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD)- Prevenar®13 soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar®13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokkenkonjugatimpfstoff) ausgewichen werden.- Pneumovax® 23 soll prioritär für die Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD) verwendet werden. Auch bei Wiederverfügbarkeit der Impfstoffe sollten Pneumokokken-Impfungen ausschließlich dem Personenkreis vorbehalten bleiben, der in den gültigen Impfempfehlungen der STIKO benannt ist. 
30.03.2020
Lieferengpass Propofol– Einzelimport im SSB
Aufgrund der bestehenden Lieferschwierigkeiten von Propofol-haltigen Arzneimitteln kommt es zu Versorgungsengpässen im niedergelassenen Bereich. Der Verband der Ersatzkassen in Hamburg hat uns im Namen der GKV informiert, dass aufgrund des Lieferengpasses ausnahmsweise - abweichend von den Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung-  preisgünstige alternative Präparate als Einzelimport gemäß § 73 Absatz 3 AMG bezogen werden können. ACHTUNG: Diese Ausnahmeregelung gilt nur bis zum 30.04.2020 und ist ausschließlich auf den genannten Einzelfall (Lieferengpass Propofol) beschränkt.  Die Zusage entfaltet keine Präjudiz auf ähnlich gelagerte Lieferschwierigkeiten anderer Präparate oder zukünftige, etwaige Lieferengpässe derselben Produkte.
20.03.2020
Ärzte und Apotheker in Hamburg aktivieren Notfallverfahren für Rezepte
Patienten, die aktuell nur verschreibungspflichtige Arzneimittel benötigen, werden gebeten, die dafür erforderlichen Rezepte - soweit möglich - telefonisch bei Ihrer Arztpraxis zu bestellen und von einem Besuch in der Arztpraxis abzusehen.Ziel dieser Maßnahme ist es, zu einer Verminderung von nicht unbedingt notwendigen Kontakten insbesondere zu gefährdeten Berufsgruppen - und dazu gehören eben auch Ärzte und Apotheker - beizutragen. Die Arztpraxen faxen die Rezepte dann an die vom Patienten benannte (Stamm-)Apotheke).
11.03.2020
Impfpflicht gegen Masern ab 1. März 2020
Für Menschen in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen gilt ab 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen Masern. Damit will die Bundesregierung die Impfquote erhöhen und mittelfristig eine Elimination der Masern in Deutschland erreichen. Das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) sieht vor, dass Eltern vor Aufnahme ihres Kindes in eine Kindertagesstätte (Kita) oder Schule nachweisen müssen, dass das Kind gegen Masern geimpft oder bereits immun ist. Auch Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern müssen dann geimpft sein oder ihre Immunität nachgewiesen haben. Ohne Masernschutz nicht in KitaDie Nachweispflicht über einen ausreichenden Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder über eine Immunität gegen Masern gilt auch für Mitarbeitende in Kitas, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen, für Tagesmütter, für Bewohner und Mitarbeitende in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften. Ohne ausreichenden Masernschutz dürfen Kinder nicht in Kitas aufgenommen werden und Personal nicht in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten. Für Kinder, die bereits vor dem 1. März 2020 eine Kita oder Schule besuchen, sowie für Beschäftigte in entsprechenden Einrichtungen gilt eine Nachweisfrist bis zum 31. Juli 2021. Die STIKO empfiehlt keine Impfung für Personen, die vor dem 31.12.1970 geboren sind, deshalb ist von diesem Personenkreis auch kein Nachweis (im Sinne des Masernschutzgesetzes) zu erbringen.Warum besteht die Impfpflicht nur für nach 1970 Geborene?Seroprävalenzdaten des RKI von 2008 – 2011 (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland – DEGS) zeigen, dass Erwachsene, die vor 1970 gebo­ren wurden, eine Immunität gegen Masern von 95,5 % – 99,3 % (in erster Linie durch eine durchge­machte Wildvirusinfektion) aufwiesen. Grenzwerti­ge Befunde wurden hier als vorliegende Immunität bewertet. Eine fehlende Immunität gegen Masern stieg mit den Jahrgängen ab 1965 in den westlichen Jahrgängen langsam, in den östlichen Jahrgängen sprunghaft an. Bei untersuchten Personen der Jahr­gänge 1970 – 1979 wurde nur noch bei 85,7 % eine Immunität nachgewiesen. Was tun bei verlorenem Impfpass?Ist der Patient nach eigener Aussage geimpft, empfehlen wir eine Anfrage an den Arzt, bei dem der Patient geimpft wurde (Aufbewahrungspflicht mind. 10 Jahre).  Bei unklarem Impfstatus oder unzureichendem Schutz (nur eine oder keine Impfung im Impfpass) wird empfohlen, vorab keine Antikörpertiter-Bestimmung, sondern gleich die Masern-Impfung durchzuführen. Einen Patientenflyer zu diesem Thema finden Sie unter "Downloads". Wenn Sie unsicher ist, welcher Patient wie zu impfen ist, haben wir hier eine Hilfestellung in Form eines Diagramms erstellt.    
28.01.2020
Das Ausstellen von Wiederholungsrezepten ist noch nicht möglich
Laut Gesetz können Vertragsärzte ab 1. März 2020 für Versicherte, die eine kontinuierliche  Arzneimittelversorgung mit einem bestimmten Arzneimittel benötigen, Wiederholungsverordnungen ausstellen. Nach der Erstabgabe soll eine bis zu dreimalige Wiederholungsabgabe erlaubt sein. Das Wiederholungsrezept ist 1 Jahr gültig und darf in diesem Zeitraum beliefert und abgerechnet werden.
24.01.2020
Miochol® ist Sprechstundenbedarf
Bei dem Präparat Miochol® (Miotikum) - Einsatz bei Kataraktoperationen –  handelt es sich um ein Arzneimittel, welches über den Sprechstundenbedarf angefordert werden kann. KV und Kassen haben sich darauf verständigt, dass das Präparat, auch wenn es sich hier um eine Instillation handelt und nicht um klassische Augentropfen, unter dem Punkt „Ophthalmika, acetylcholinhaltige Augentropfen zur Herstellung einer schnellen, kompletten Miosis im Rahmen eines operativen Eingriffs“ subsumiert werden kann (siehe aktuell gültige SSB-Vereinbarung Anlage 2 Nr. 5).
23.01.2020
Wirkstoffvereinbarung für 2020 - Zielquoten bei den Biosimilarzielen wurden erhöht, ein Biosimilarziel ist hinzugekommen, Rabattarzneimittel zählen bei den DOAK’s (Ziel Nr. 25.2.) nicht mehr positiv
Im Mittelpunkt der Anpassung der Wirkstoffvereinbarung stand für dieses Jahr eine Erhöhung der Biosimilaranteile in den jeweiligen Zielen (z.B. Epo’s, Gn-RH- Analoga, TNF alpha Blocker). Die Forderung der Kassen nach Anhebung der Zielquoten in diesem Bereich konnte auf ein vernünftiges Maß begrenzt werden. Neu hinzugekommen ist ein Biosimilarziel für die monoklonalen Antikörper Rituximab und Trastuzumab. 
18.12.2019
Verordnung Häuslicher Krankenpflege über den Jahreswechsel
Der Zentralverband Hamburger Pflegedienste hat mitgeteilt, dass alle Kassen/Kassenverbände einer Regellung für das Ausstellen und Einreichen der Verordnungen für das erste Quartal 2020 zugestimmt haben. Anerkannt werden Verordnungen für den Zeitraum ab dem 01. Januar 2020 mit Ausstellungsdatum ab 09. Dezember 2019 unter der Voraussetzung, dass diese im Dezember 2019 bei der zuständigen Krankenkasse eingehen. Die Fristen für die vorläufige Kostenzusage gemäß §3 des Vertrages nach 132a Abs. 2 SGB V bleiben hiervon unberührt. Verordnungen, die spätestens am 31. Dezember 2019 ausgestellt werden, werden ab dem 01. Januar 2020 nur dann anerkannt, wenn diese den Eingangsstempel der jeweiligen Krankenkasse bis 06. Januar 2020 tragen. Bei einem Ausstellungsdatum vom 02. bis zum 06. Januar 2020 für Verordnungen ab dem 01. Januar 2020 ist auf der jeweiligen Verordnung anzugeben, dass die Arztpraxis bis zum vorhergehenden Werktag- außer Samstag- geschlossen war.
13.12.2019
Grippeimpfstoff Saison 2020/21 jetzt bestellen! So verordnen Sie wirtschaftlich
Die gesetzlichen Krankenkassen bieten in Hamburg auch für die nächste Saison die Möglichkeit der Bestellung von Grippeimpfstoffen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Apothekerverein e.V. an. Damit Sie Grippeimpfstoffe kostengünstig und in der bedarfsgerechten Menge beziehen können, haben uns die gesetzlichen Krankenkassen über folgende Verfahrensweise, die sie mit dem Apothekerverein Hamburg abgestimmt haben, informiert.  
15.11.2019
Abfrage Grippeimpfstoffmenge für die Saison 2020/2021
Jede Praxis ist aufgefordert, die Menge an Grippeimpfstoffdosen (nicht die Anzahl an 10er Packungen, sondern die Einzeldosen!), die für die Saison 2020/2021 voraussichtlich bestellt wird, bis zum 15. Dezember 2019 an uns zu melden. Nutzen Sie für die Meldungunten stehendes Formular. Das ausgefüllte Formular mailen Sie dann an folgende Adresse: grippeimpfstoff@kvhh.de oder faxen es an (040)22802-686. Bei der Abschätzung des voraussichtlich benötigten Saisonbedarfs orientieren Sie sich bitte am Verbrauch der letzten Saison. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Bedarfsmeldung handelt. Die Bestellung erfolgt durch Sie wie gehabt bei den Apotheken. Der Gesetzgeber hat die KBV dazu verpflichtet, den voraussichtlichen Grippeimpfstoff-Bedarf vorab an das Paul-Ehrlich-Institut zu melden (§ 132e Abs. 2 SGB V). Die Meldung soll aufgeschlüsselt nach KVen erfolgen. Anhand dieser Daten soll das Paul-Ehrlich-Institut den regionalen Bedarf abschätzen und über die Impfstoffhersteller die für den deutschen Markt zur Verfügung zu stellende Menge koordinieren.
15.11.2019
Ab sofort ist die Einrichtung von Psychosomatischen Institutsambulanzen möglich, an die Vertragsärzte Patienten künftig überweisen können.
Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) wurden auch psychosomatische Krankenhäuser sowie psychiatrische und Allgemeinkrankenhäuser mit selbstständigen, fachärztlich geleiteten psychosomatischen Fachabteilungen für die ambulante psychosomatische Versorgung ermächtigt (vgl. § 118 SGB V). Diese neuen Einrichtungen („Institutsambulanz nach § 118 Absatz 3 SGB V“) können lediglich an Krankenhäusern entstehen, an denen es bislang noch keine Psychiatrische Institutsambulanz gibt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband haben nun in der Vereinbarung zu Psychiatrischen Institutsambulanzen Anforderungen an Psychosomatische Institutsambulanzen geregelt. 
20.09.2019
Sehhilfen für Erwachsene: Beschluss des G-BA in Kraft
Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dass zur Folgeversorgung mit Sehhilfen bei Erwachsenen mit schwerer Sehbeeinträchtigung künftig kein Arztvorbehalt mehr besteht, wurde vom BMG nicht beanstandet. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgte am 12. September. Damit ist der Beschluss vom 20. Juni 2019, der gegen das Votum von KBV und Patientenvertretung gefasst wurde, nun rechtskräftig.  
26.08.2019
Häusliche Krankenpflege und stationsäquivalente psychiatrische Behandlung
Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) können Krankenhäuser seit Januar 2018 stationsäquivalente psychiatrische Behandlungen erbringen. Dabei handelt es sich um eine Krankenhausleistung im häuslichen Umfeld von psychisch erkrankten Menschen. Mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 23. August  hat der G-BA  klargestellt, dass bei einer Versorgung im Rahmen einer stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) keine gleichzeitige Verordnung von häuslicher und psychiatrischer häuslicher Krankenpflege erfolgen darf. Bei der StäB handelt es sich um eine Krankenhausleistung im häuslichen Umfeld von psychisch erkrankten Menschen. 
19.07.2019
Lieferengpass Synacthen® 250 mg. Inj.Lsg. Ampullen zur Funktionsprüfung der Nebennierenrinde – Einzelimport im SSB
Aufgrund firmenpolitischer Vertriebswechsel besteht derzeit ein Lieferengpass von  Synacthen® 250 mg Inj.Lsg. Ampullen zur Funktionsprüfung der  Nebennierenrinde in Deutschland. Der Verband der Ersatzkassen in Hamburg hat uns im Namen der GKV informiert, dass aufgrund des Lieferengpasses ausnahmsweise - abweichend von den Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung-  unter den Voraussetzungen des § 73 Abs. 3 AMG der Einzelimport von Synacthen® 250 mg. Inj.Lsg. Ampullen für den Sprechstundenbedarf befristet bis zum 30.09.2019 zugelassen wird. ACHTUNG: Diese Ausnahmeregelung gilt nur bis zum 30.09.2019- und ist ausschließlich auf den genannten Einzelfall (Lieferengpass Synacthen®) beschränkt.  Die Zusage entfaltet keine Präjudiz auf ähnlich gelagerte Lieferschwierigkeiten anderer Präparate oder zukünftige, etwaige Lieferengpässe derselben Produkte.
16.07.2019
Neue Vorschriften für Apotheken bei der Belieferung von Arzneimittelrezepten sorgen für Rückfragen in Arztpraxen
Am 01.07.2019 ist der neue Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V zwischen dem GKV- Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband in Kraft getreten. Dieser Vertrag regelt für alle Apotheken bundesweit, welche Anforderungen bei der Wahl/dem Austausch eines preisgünstigen Arzneimittels zu beachten sind. Der neue Rahmenvertrag enthält umfangreiche Änderungen, die bereits in der ersten Woche nach Inkrafttreten zu zahlreichen Nachfragen und Rezeptänderungswünschen in den Arztpraxen geführt haben.
04.06.2019
Migräneantikörper in der Wirkstoffvereinbarung
Mittlerweile stehen drei neue Antikörper gegen den CGRP-Rezeptor bzw. direkt gegen CGRP zur Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe für Patienten mit mindestens vier Migränetagen pro Monat) am deutschen Markt zur Verfügung: Erenumab (Aimovig®), Galcanezumab (Emgality®) sowie Fremanezumab (Ajovy®). Sie fallen aufgrund Ihrer ATC-Zuordnung (N02) automatisch in das Ziel 1 der Wirkstoffvereinbarung („Analgetika, außer Btm-pflichtige Opioide“).
10.01.2019
Wirkstoffvereinbarung 2019 - was sollten Sie wissen?
Für das nächste Jahr haben wir uns mit den Krankenkassen darauf geeinigt, dass wir keine neuen Wirkstoffgruppen vereinbaren. Stattdessen soll der Focus auf dem vermehrten Einsatz der Biosimilars -  vor allem im Bereich der TNF alpha Blocker -  liegen. Seit Ende Oktober liegt nunmehr auch Adalimumab biosimilar vor und für die hamburgweite Zielquote haben wir uns auf 40% geeinigt. Auch für die Fachgruppe der Rheumatologen wurde der Zielwert auf 40% angehoben. Abweichend von den Vorjahren haben  auch die Hautärzte nunmehr eine Zielquote (vorsichtige 5%) für die TNF alpha Blocker bekommen.
10.12.2018
Verordnung des neuen Migränemittels Aimovig®
Der monoklonale Antikörper Erenumab (Aimovig®) ist zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens vier Migränetagen im Monat zugelassen. Als verschreibungspflichtiges Arzneimittel ist es bei entsprechender Indikation unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsprinzips zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnungsfähig.
05.12.2018
Leitsubstanzquote für TNF-alpha-Blocker
Biosimilars first! Auch Adalimumab-Biosimilars sind mittlerweile verfügbar – und dienen der Zielerreichung. Seit Ende Oktober 2018 sind Adalimumab (Humira®)-Biosimilars in der Apotheke erhältlich. Durch Verordnung dieser Präparate lässt sich die Biosimilarquote im Wirkstoffvereinbarungs-Ziel für TNF-alpha Blocker (Ziel 29) erhöhen. Auf Basis der jetzt bekannten Preise sind deutliche Einsparungen  gegenüber dem Originalpräparat Humira® realisierbar. Denken Sie daran, dass im Ziel 29 die Verordnung von Rabattarzneimitteln nicht der Zielerreichung dient. Da nicht nur Humira®, sondern auch die Biosimilars in Rabattverträgen eingeschlossen sind, bleibt auch das rabattierte Humira® kostenintensiver als die biosimilaren Adalimumab-Präparate und dient nicht der Zielerreichung.
09.08.2018
Sprechstundenbedarf: Cortisonhaltige Arzneimittel für Kinder in Notfällen
Nach der Sprechstundenbedarfsvereinbarung in der derzeit gültigen Fassung sind für die Notfallbehandlung nur Corticoide zur Injektion (Achtung: keine Depot-Corticoide, keine Kristallsuspensionen oder ölige Emulsionen; keine langwirksamen Corticoide!) sowie betamethasonhaltige Tropfen als Akutbehandlung nach Bienen- bzw. Wespenstichen (bei Insektenallergie) als Sprechstundenbedarf anforderbar. In der letzten Quartalskonferenz konnten wir uns mit den Krankenkassen darauf verständigen, dass für die Behandlung von Kindern auch andere Darreichungsformen cortisonhaltiger Präparate akzeptiert werden, sofern es sich um kindgerechte Darreichungsformen (Säfte,  Zäpfchen usw.) handelt und die jeweiligen Arzneimittel gemäß Fachinformation eine Notfallindikation aufweisen. Achtung: Dies gilt ausschließlich für Kinderärzte!!!
29.06.2017
Lieferengpass Remifentanil-haltiger Anästhetika– Einzelimport im SSB
Aufgrund der seit Monaten bestehenden Lieferschwierigkeiten von Remifentanil-haltigen Anästhetika (Ultiva®, Generika) kommt es zu Versorgungsengpässen, insbesondere im Zusammenhang mit ambulanten Operationen. Der Verband der Ersatzkassen in Hamburg hat uns im Namen der GKV informiert, dass aufgrund des Lieferengpasses ausnahmsweise - abweichend von den Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung-  preisgünstige alternative Präparate als Einzelimport gemäß § 73 Absatz 3 AMG bezogen werden können. ACHTUNG: Diese Ausnahmeregelung gilt nur bis zum 01.10.2017- und ist ausschließlich auf den genannten Einzelfall (Lieferengpass Remifentanil) beschränkt.  Die Zusage entfaltet keine Präjudiz auf ähnlich gelagerte Lieferschwierigkeiten anderer Präparate oder zukünftige, etwaige Lieferengpässe derselben Produkte. 
31.10.2016
Augensalben/-tropfen (Ophthalmika) im Sprechstundenbedarf
Cortisonhaltige Augensalben/-tropfen sind als Arzneimittel für Notfälle bei Verätzungen und Verbrennungen im SSB anforderbar. Bitte achten Sie bei der Wahl der Präparate unbedingt auf das zugelassene Anwendungsgebiet laut Fachinformation. Präparate, die nicht explizit bei Verbrennungen/Verätzungen zugelassen sind, werden von der Rezeptprüfstelle Duderstadt (RPD) beanstandet. Neben cortisonhaltigen Augensalben/-tropfen als Notfallarzneimittel können folgende Ophthalmika als diagnostische und therapeutische Mittel zur Anwendung in der Praxis angefordert werden:- acetylcholinhaltige Augentropfen zur Herstellung einer schnellen, kompletten Miosis im Rahmen eines operativen Eingriffs- nur antibiotikahaltige Augensalben/Augentropfen zur Infektionsprophylaxe am AugeMydriatika (keine Inserte)- pilocarpinhaltige Augentropfen zur Pupillenverengung Achtung: Es sind nur Monopräparate der genannten Wirkstoffe als SSB anforderbar. Augensalben/-tropfen, die Wirkstoffkombinationen enthalten (z.B. Antibiotikum und Cortison) werden regressiert.
31.10.2016
Rezepturen im Sprechstundenbedarf
Die Anforderung von Rezepturen im Sprechstundenbedarf ist kritisch zu prüfen. Grundsätzlich können Rezepturen nur dann angefordert werden, wenn sie in Anlage 2 der Sprechstundenbedarfsvereinbarung gelistet und günstiger als verfügbare Fertigarzneimittel sind. Darüber hinaus sind auch bei Rezepturen zwingend die in Anlage 2 ggfs. genannten zusätzlichen Voraussetzungen zu beachten. Beispiel: Augensalben/Augentropfen ( Ophthalmika) sind nur unter bestimmten Voraussetzungen anforderbar. Diese Grundsätze gelten also auch für Rezepturen. Das heißt, Rezepturen von Augensalben/-tropfen mit mehreren Wirkstoffen (Kombinationen aus Cortison und Antibiotikum) oder der „Nachbau“ nicht mehr verfügbarer Augensalben, die nicht in Anlage 2 genannte Wirkstoffe enthalten (z.B. Glycocortison-Augensalbe), können nicht als SSB angefordert werden und führen zum Regress!
23.09.2016
Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika zur Injektion
Die Kombination aus Phenylbutazon und Lidocain (Ambene parenteral®) kann nicht als Sprechstundenbedarf angefordert werden. Hintergrund ist der Verordnungsausschluss für Antiphlogistika oder Antirheumatika in fixer Kombination mit anderen Wirkstoffen in der Arzneimittel-Richtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses (Arzneimittel-Richtlinie, Anlage III, Ziffer 18.) In diesem Zusammenhang wissen wir darauf hin, dass piroxicam-haltige Arzneimittel unabhängig von der Darreichungsform (Injektionslösung, Tabletten) nicht im Rahmen des SSB anforderbar sind (siehe auch KVH-Journal 5/2015).  
09.08.2016
Lieferengpass Hylase 150 I.E. , Hylase 300 I.E. – Einzelimport im SSB
Aufgrund eines Lieferengpasses des Herstellers  sind die Arzneimittel Hylase 150 I.E. 10 Vials, 150 I.E. 1 Vial, sowie Hylase 300 I.E. 10 Vials derzeit  bis auf weiteres nicht lieferbar. Der Verband der Ersatzkassen in Hamburg hat uns im Namen der GKV informiert, dass aufgrund des Lieferengpasses ausnahmsweise - abweichend von den Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung-  preisgünstige alternative Präparate als Einzelimport bezogen werden können. ACHTUNG: Diese Ausnahmeregelung gilt nur bis zum Ende der Nichtverfügbarkeit in Deutschland - längstens bis zum 01.10.2016 - und ist ausschließlich auf den genannten Einzelfall (Lieferengpass Hylase) beschränkt. Die Zusage entfaltet keine Präjudiz auf ähnlich gelagerte Lieferschwierigkeiten anderer Präparate oder zukünftige, etwaige Lieferengpässe desselben Produktes.  Bitte beachten Sie darüber hinaus die Vorgaben der Sprechstundenbedarfsvereinbarung:  Hyaluronidase (Hylase 150 I.E. , Hylase 300 I.E.) ist nur als Zusatz zu Lokalanästhetika in der Ophthamologie als SSB anforderbar!
19.04.2016
Lieferengpass Tuberkulintest – Einzelimport im SSB-Ausnahmeregelung bis 30.06.2016 verlängert
Aufgrund eines Lieferengpasses des Herstellers ist der einzige in Deutschland zugelassene Tuberkulintest (Tuberkulin PPD RT 23 SSI) derzeit  nicht lieferbar. Die Landesverbände der Krankenkassen und der Verband der Ersatzkassen in Hamburg haben uns mit einem gemeinsamen Schreiben informiert, dass aufgrund des Lieferengpasses für Tuberkulin PPD RT 23 SSI ausnahmsweise - abweichend von den Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung-  ein preisgünstiges alternatives Präparat als Einzelimport bezogen werden kann. ACHTUNG: Diese Ausnahmeregelung gilt nur bis zum 30.06.2016! Die Zusage entfaltet keine Präjudiz auf ähnlich gelagerte Lieferschwierigkeiten anderer Präparate oder zukünftige, etwaige Lieferengpässe desselben Produktes.
19.12.2015
3. Fallkonferenz "Rationale Antibiotika-Therapie": Erneut viel Resonanz und großes Interesse
Bereits zum dritten Mal fand am 18.11.2015 die Fallkonferenz zur Rationalen Antibiotikatherapie aus der Praxis für die Praxis statt. Das Thema hat insbesondere unter dem Aspekt behandlungsbedürftiger ungewöhnlicher Infektionskrankheiten durch den Zustrom von Asylsuchenden an Aktualität gewonnen. Anhand von Fallbeispielen wurde den Teilnehmern die Vielfalt und Komplexität der Antibiotika-Behandlung vermittelt und bot Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch.
18.12.2015
Regressgefahr beim Sprechstundenbedarf - Liste potentiell regressgefährdeter Mittel online abrufbar
Neben der Abwicklung des Sprechstundenbedarfs zum 01.01.2015 haben die Krankenkassen in Hamburg auch die Prüfung („Sachlich-rechnerische Richtigstellung“) der SSB-Verordnungen auf die Rezeptprüfstelle Duderstadt (RPD) übertragen. Das erste durch die RPD geprüfte Quartal ist das Verordnungsquartal 02/2014, die entsprechenden Anträge bzw. Bescheide liegen mittlerweile vor. Da sich aufgrund dieses Wechsels Verschiebungen im Prüfungsschwerpunkt ergeben könnten, stellen wir künftig - beginnend mit den derzeitigen Erfahrungen aus dem Prüfquartal 02/2014 – eine Liste zur Verfügung, die Ihnen zeigt, welche Mittel am häufigsten beanstandet werden. Ergänzend zu  den verbindlichen Regelungen der regionalen SSB-Vereinbarung soll diese Liste als Orientierungshilfe dienen um kurzfristig das Verordnungsverhalten im SSB anpassen und so Regresse vermeiden zu können.
16.09.2015
Sprechstundenbedarfsanforderung
Aus gegebenem Anlass möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die Verordnungsvordrucke für die Sprechstundenbedarfsanforderung vollständig und korrekt ausgefüllt sein müssen. Wir bitten um Beachtung der Vorgaben des Bundesmantelvertrages, der Vordruckvereinbarung (Anlage 2) und der Sprechstundenbedarfsvereinbarung.  
19.11.2013
Erfolgreiche Informationsveranstaltung am Europäischen Antibiotika-Tag
Über 70 Interessierte fanden sich am Europäischen Antibiotika-Tag, dem 18.11.2013, in der Axel-Springer-Passage ein, um sich umfassend über Vorteile und die Gefahren von Antibiotika-Medikationen zu informieren. Dr. Peters klärte über die Unterscheidung viraler und bakterieller Infektionen auf - gerade in der jetzigen Erkältungszeit ein für Eltern wichtiges Thema. Anschließend gab Dr. Neumann Ratschläge, wie eine sinnvolle Arzneimitteltherapie im Kindesalter aussehen sollte. In der abschließenden Diskussionsrunde beantworteten die Experten Nachfragen aus dem Publikum. 
24.04.2013
Erfolgreicher Auftakt im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen
Über 80 Ärzte besuchten am 24. April die Auftaktveranstaltung des „Bündnisses für gezielte Antibiotikatherapie“ im Hamburger Ärztehaus. „816 Tonnen Antibiotika werden im ambulanten Bereich in Deutschland im Jahr verschrieben, 41 Millionen Verordnungen, und ein Budget von 753 Millionen Euro.“ Die Zahlen, die die Initiatorin des neugegründeten Bündnisses für gezielte Antibiotikatherapie und Moderatorin Dr. Katja Peters zum Auftakt der Veranstaltung nannte, wirkten beeindruckend und erschreckend zugleich. Machten sie doch schlagartig deutlich, dass der überbordende und ungezielte Einsatz von Antibiotika ein Problem ist, welches fachübergreifend Relevanz und negative Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft hat.Resümee der Veranstaltung – und das wurde durch einen Vortrag von Maike Schulz vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung bestätigt – war, dass alles getan werden müsse, um einen unnötigen Antibiotikaeinsatz zu vermeiden und, wenn dieser nötig sei,  gezielt, ausreichend kurz und ausreichend dosiert zu behandeln. Nur so überhaupt könne, wie Peters feststellte, der Bildung von Resistenzen Einhalt geboten werden.