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17.03.2020

Arztruf Hamburg baut Kapazitäten weiter aus

Mit einem eindringlichen Appell, den "Arztruf Hamburg" mit der Telefonnummer 116117 nur in medizinisch begründeten Fällen zu kontaktieren, hat sich die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) an die Bevölkerung der Hansestadt gewandt. "Wir schließen uns insoweit ausdrücklich den Aussagen von Bürgermeister Peter Tschentscher und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks an", so heute der KVH-Vorsitzender Walter Plassmann. "Wir erhielten in den vergangenen Tagen bis zu 20.000 Anrufe am Tag, das ist 25 mal so viel wie in normalen Zeiten." Ein großer Teil der Anrufenden sei symptomfrei und gehöre damit nicht in die KV-Versorgung. Plassmann: "Die Nummer 116117 ist denjenigen vorbehalten, die aus einem Risikogebiet kommen oder Kontakt mit einem nachweislich positiv getesteten Menschen hatten und Erkältungssymptome aufweisen." 

Die KV Hamburg baue ihre Kapazitäten nahezu täglich aus, aber nur wenn sich die Anrufer auf diesen Personenkreis beschränken, sei die Herausforderung zu bewältigen. Zudem, so Plassmann weiter, gebe es auch nach wie vor eine hohe Zahl von Patienten, die wegen anderer Beschwerden über den "Arztruf" versorgt werden müssten: "Auch deren Versorgung wird gefährdet, wenn die 116117 unberechtigterweise in Anspruch genommen wird."

Plassmann verwies die übrigen Personen auf die von der Behörde nun angebotenen weiteren Testeinrichtungen. Menschen, die nicht aus einem Risikogebiet gekommen sind, keinen Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen hatten und symptomfrei sind, sollten überhaupt keine Testung in Anspruch nehmen: "Wir erreichen die Kapazitätsgrenze unserer Labore." 

Noch einmal zusammengefasst:

1. Patienten, die aus einem Risikogebiet kommen oder Kontakt hatten mit einem positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen und bei denen Erkältungs-Symptome aufgetreten sind, kontaktieren telefonisch den Hausarzt oder den Arztruf Hamburg (116117). Alles Weitere wird von dort veranlasst. Unter keinen Umständen soll eine Praxis, eine Notfallpraxis oder ein Krankenhaus aufgesucht werden.

2. Personen, die keine Erkältungs-Symptome aufweisen, sich aber testen lassen möchten, können sich in von Testzentren testen lassen, welche die BGV an sieben Hamburger Krankenhäusern einrichten werden.

3. Menschen, die sich allgemein über Corona informieren möchten, können sich über die Website der BGV informieren sowie über die BGV-Hotline 040/428 284 000.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Jochen Kriens 
Kassenärztliche Vereinigung Hamburg
Abteilungsleiter Politik und Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecher 
Humboldtstr. 56
22083 Hamburg
Tel.: 040/22 80 2-534
Fax: 040/22 80 2-420
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@kvhh.de