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Disease Management Programme (DMP)
28.05.2018 Versorgung

Disease Management Programme (DMP)

Der Gemeinsame Bundesausschuss legt nach Maßgabe geeigneter Kriterien eine Auswahl an chronischen Krankheiten fest, für die Behandlungsprogramme entwickelt werden sollen. Hierzu erlassene Richtlinien sollen Ablauf und Qualität der Behandlung optimieren mit dem Ziel, die medizinische Versorgung der Erkrankten zu verbessern. Unter diesem Auftrag haben Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung und am Behandlungsablauf beteiligte Institutionen Rahmenbedingungen vereinbart, in denen anzuwendende Behandlungsstrukturen in Verbindung mit konsequenter Dokumentation und Vernetzung der teilnehmenden Partner sowie Maßnahmen zur Qualitätsüberwachung umgesetzt werden. Ausführende Organe sind die zu diesem Zweck gebildete Gemeinsame Einrichtung sowie die ARGE DMP.

Eine Besonderheit im Rahmen der Behandlung ist, dass Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Pflege in einem einzigen Behandlungsmodell koordiniert werden und somit eine möglichst geringe therapeutische Belastung des Patienten sicherstellen. Regelmäßiges Feedback aller Beteiligten sichert  zudem den maximalen Nutzen der eingesetzten Mittel und Methoden zugunsten von Arzt und Patient. Zu den DMP-fähigen Krankheiten zählen zur Zeit Asthma bronchiale, COPD, Brustkrebs, Diabetes mellitus Typ 1 und 2 sowie die koronare Herzkrankheit.

DMP-Schulungen als Videosprechstunde - Verlängerung bis zum 30.09.2020

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie haben sich die Hamburger Krankenkassen/-verbände und die KV Hamburg auf die Verlängerung folgender Ausnahmeregelung zur Durchführung vertraglich vereinbarter DMP-Schulungen per Videosprechstunde befristet bis zum 30.09.2020 unter folgenden Voraussetzungen verständigt:

  • Die Schulungen sind zwingend medizinisch erforderlich und dulden, nach Einschätzung des Arztes, keinen Aufschub.
  • Es sind ausschließlich von der KBV zertifizierte Video-Systeme verwendungsfähig.
     
  • Von den vertraglich vereinbarten Gruppengrößen kann abgewichen werden.
     
  • Mit den vereinbarten Preisen je Unterrichtseinheit sind alle Kosten abgegolten.
     
  • Die digitalen Techniken sind unter Beachtung des Datenschutzes zu nutzen. Eine rein telefonische Beratung stellt keine Schulung dar.
     

Bei einer technik-basierten Schulung ist die gleichzeitige Abrechnung als Videosprechstunde (gem. Anlage 31 b BMV-Ä) oder Telefonische Beratung EBM 01435 ausgeschlossen. Die Krankenkassen/-verbände behalten sich vor, die Mengenentwicklung und die Plausibilität der Abrechnung zur prüfen.