
Arztpraxen können eVerordnung für Hilfsmittel mitgestalten
Aktuell erfolgt der Verordnungsprozess von Hilfsmitteln noch weitgehend auf Papier. Das soll sich ändern: Hilfsmittel sollen – wie heute Arzneimittel - bald digital verordnet werden. Interessierte Ärztinnen und Ärzte sind aufgerufen, die eVerordnung für Hilfsmittel schon vor dem Start der gematik-Lösung aktiv mitzugestalten.
Ärztinnen und Ärzte sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen
Das Innovationsprojekt eGesundheit Deutschland, das sieben Krankenkassen gemeinsam ins Leben gerufen haben, hat einen digitalen Verschreibungsprozess für Hilfsmittel entwickelt und erprobt das komplett elektronische Verfahren bereits heute.
Ärztinnen und Ärzte sind eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Perspektiven einzubringen. Zugleich können teilnehmende Praxen frühzeitig von den möglichen Vorteilen der digitalen Hilfsmittelverordnung profitieren. Ein Beispiel: Die digitale Verordnung minimiert die bislang zeitaufwändigen Rückfragen der Hilfsmittelanbieter zu den Verordnungen auf Muster 16.
Bis zum Ende des Projekts soll eine in der Versorgung getestete, praxistaugliche Blaupause entwickelt und an die gematik übergeben werden. Damit wird sichergestellt, dass nicht einfach der aktuelle Verordnungsprozess digitalisiert wird, sondern die Sichtweisen aller Beteiligten für einen besseren Ablauf genutzt werden.
Patientinnen und Patienten können ebenfalls teilnehmen. Praxen, die die PVS-Lösung von Medisoftware oder die CGM-Produkte Medistar, Turbomed, M1 Pro oder ALBIS nutzen, können sich in den Selektivvertrag einschreiben und so am Projekt teilnehmen.
Ärzte und Ärztinnen signieren die eVerordnung für Hilfsmittel mit dem eHBA. Bereits im ersten Schritt wird die Verordnung durch einen digitalen Assistenten unterstützt. Dadurch werden häufige Fehler und daraus resultierende Rückfragen von Hilfsmittel-Leistungserbringern oder Krankenkassen reduziert. Patienten und Patientinnen, die ebenfalls am Projekt teilnehmen, erhalten die Verordnung auf ihr Smartphone. Die Einlösung erfolgt digital in einem Sanitätshaus, das die Annahme der eVerordnung freigeschaltet hat. In Hamburg machen dabei bereits über 5.000 Versicherte mit.
In Hamburg haben sich bereits etliche Arztpraxen und Sanitätshäuser zur Teilnahme entschieden. Je mehr mitmachen, desto detailliertere Erkenntnisse fließen in die Gestaltung der Blaupause ein.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Projekts.