
Sektorenübergreifendes Qualitätssicherungsverfahren Wundinfektion (QS-WI) wird eingestellt, das sQS-Verfahren Nierenersatztherapie (NET) ausgesetzt
Beim QS-Verfahren Wundinfektionen wurden zum Jahresende 2025 alle laufenden Qualitätssicherungsmaßnahmen eingestellt. Diesen Beschluss fasste der G-BA am 18.12.2025. Die für das laufende Jahr anstehenden Datenlieferungen einrichtungsbezogener Dokumentationen für operativ tätige Ärzte entfallen damit; diese hätten Anfang 2026 eingereicht werden müssen. Leistungserbringer erhalten letztmalig Rückmeldeberichte zu postoperativen Wundinfektionen für das Erfassungsjahr 2024. Im Jahr 2026 finden zudem keine Stellungnahmeverfahren mehr statt.
Hintergrund der vollständigen Einstellung sind langanhaltende Umsetzungsprobleme. Die KBV hat sich bereits seit 2023 für die Aufhebung des Verfahrens im vertragsärztlichen Bereich eingesetzt.
Auch im Modul Dialyse des sQS-Verfahren Nierenersatztherapie bestehen seit der Einführung 2020 andauernde Probleme in Bezug auf die Datengrundlage. Die Ergebnisse der letzten Jahre zur Dialyse sind nicht sicher interpretierbar, sichere Handlungsempfehlungen nicht möglich. Deshalb hat der G-BA ein zweijähriges Pausieren der fallbezogenen Dokumentation durch die Leistungserbringer sowie der Sozialdatenlieferung der Krankenkassen für die Erfassungsjahre 2026 und 2027 beschlossen. In dieser Zeit soll eine inhaltliche und verfahrenstechnische Überarbeitung des Verfahrens erfolgen.
Eine Verarbeitung der bis einschließlich für das Erfassungsjahr 2025 erhobenen und übermittelten Daten wird jedoch entsprechend den Vorgaben der DeQS-RL stattfinden.