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17.02.2022

Lieferengpass von Tamoxifen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Fachkreise über einen Lieferengpass bei Tamoxifen informiert. Der Engpass manifestiert sich aktuell vor allem bei den 20 mg-Tabletten.

Am 09. Februar wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, um zum einen die Versorgung der auf tamoxifenhaltige Arzneimittel angewiesenen Patientinnen und Patienten sicherzustellen und zum anderen Sicherheit in Bezug auf die Erstattung zu schaffen. 

Die wichtigsten Punkte:

  • keine Ausstellung von Rezepten für eine individuelle Bevorratung
  • je nach Verfügbarkeit: Verordnung von kleineren Packungsgrößen oder einer geringeren Stärke (z.B. Einnahme von 2 Tbl à 10mg). Der GKV-Spitzenverband wird die Krankenkassen informieren und empfehlen, dass in dem Zeitraum des Lieferengpasses diese Arzneimittel von den Krankenkassen den Apotheken erstattet und diese ärztlichen Verschreibungen nicht in die Wirtschaftlichkeitsprüfungen einbezogen werden solle
  • der GKV-Spitzenverband prüft derzeit den Umgang mit eventuell erforderlichen Zuzahlungen des Versicherten (=Differenz zum Festbetrag) sowie mögliche weitere Handlungsoptionen.
  • nach derzeitiger Prognose könnten die nachproduzierten Arzneimittel bereits Ende April 2022 zur Verfügung stehen.


Den gesamten Maßnahmenkatalog finden Sie auf der Seite des BfArM

Die aktuelle Therapieempfehlung zu Tamoxifen von der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AMWF) finden Sie hier als Download