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22.12.2022

Wirtschaftlichkeit bei Rezepturen für fiebersenkende Mittel

Derzeit kommt es bei ibuprofen‐ und paracetamolhaltigen pädiatrischen Fertigarzneimitteln (Säfte und Suppositorien) zu Lieferengpässen. 

Um eine flächendeckende Versorgung zu ermöglichen, wird auch die Herstellung von Rezepturen und Defekturen durch Apotheken befürwortet. (Siehe unsere Meldung vom 4.8.22)

 Vor dem Hintergrund der höheren Kosten im Vergleich zu Fertigarzneimitteln, haben sich KBV und GKV‐Spitzenverband darauf verständigt, dass Mehrkosten, die durch die Verordnung von Rezepturen an Stelle von Fertigarzneimitteln, im Zeitraum eines vom Beirat nach §52b Arzneimittelgesetz festgestellten Engpasses entstehen, im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsprüfungen zu berücksichtigen sind. So lautet die dringende Empfehlung. Der GKV‐Spitzenverband wird seine Mitgliedskassen hierüber informieren.

 Die Hintergründe der Lieferengpässe sind vielfältig. Zwar werden kontinuierlich Arzneimittel in den Markt gebracht, dennoch ist deutlich ersichtlich, dass unter anderem die aktuell erhöhte Atemwegsinfektionsrate bei Kindern zu einem Mehrbedarf dieser Produkte führt. Dieser kann derzeit nicht im vollen Umfang kompensiert werden. Hinzukommt, dass einer der größten Anbieter der fraglichen Produkte die Winterbevorratung der Apotheken absagte. Die dadurch stark gestiegenen Einkäufe führten zu regionalen Ungleichverteilungen und Bevorratungen mit den verfügbaren Beständen. Daher ist neben dem gestiegenen Bedarf auch zusätzlich von einer Verteilproblematik auszugehen. 

Ausführlichere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).