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18.05.2012

Vorwürfe gegen Substitutionsärzte sind absurd!

KV Hamburg stellt Sachlage richtig

Als „völlig absurd“ hat Walter Plassmann, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, die Vorwürfe des „Dachverbands substituierender Ärzte Deutschlands“ bezeichnet, in Hamburg gäbe es in diesem Bereich massive Gesetzesverstöße.

Plassmann: „Wie frei von Sachkenntnis diese Vorwürfe sind, lässt sich allein daran ablesen, dass das sogenannte ‚Hamburger Model‘, von dem der Verband spricht, vor 21 Jahren beendet wurde. Seither arbeiten wir im Rahmen bundesweit geltender Vorschriften.“

Erbost hat die KV die Aussage des Verbands-Generalsekretärs Dr. Ingo Rempel, in Hamburg würden „die Gesetze seit Jahrzehnten gebrochen“. Plassmann weist diesen schweren Vorwurf mit Nachdruck zurück: „Bei der Behandlung von Drogenpatienten gelten scharfe Überwachungs- und Qualitätssicherungsvorschriften.“ Die Einhaltung dieser Vorschriften würden von KV, Ärzten und Krankenkassen eng und genau kontrolliert. „Wer hiergegen verstoßen will, benötigt erhebliche kriminelle Energie, gefährdet seine Arzt- oder Apotheker-Approbation und muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen“, erläutert Plassmann.

Der KV-Vorstand weist abschließend darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die engmaschigen Kontrollen einen hohen Qualitätsstandard der Substitutionsbehandlung belegt hätten: „Unsere Kommission hat lediglich wenige, geringe Dokumentationsfehler festgestellt.“ Plassmann nannte es bedauerlich, dass die erfolgreiche Arbeit der substituierenden Ärztinnen und Ärzte, die in einem sehr schwierigen Umfeldtätig seien, durch haltlose Vorwürfe in ein falsches Licht gerückt würden.