Sie befinden sich hier: Ärzte und PsychotherapeutenVerordnung ♦ Schutzimpfung

Grippeimpfung 2017/2018

Jedes Jahr erfolgt die Empfehlung der Experten vom Robert-Koch-Institut (Stiko) zur Grippeimpfung (empfohlener Impfzeitraum ist Oktober und November).  

 

Die wichtigsten Inhalte der Stiko-Empfehlung  sowie weitere Informationen zu den zugelassenen (und rabattierten) Impfstoffen und was bei der Bestellung der Impfstoffe zu beachten ist erfahren Sie hier.



 

Information

29.12.2017

Verordnung von Grippeimpfstoff Saison 2018/19

Die Saison für die Grippeschutzimpfung ist zwar noch nicht beendet, wir möchten Sie aber schon jetzt über die geänderten Kriterien, die ab dem 1. Januar 2018 gelten, informieren.

Der Gesetzgeber hat die Ausschreibepraxis von Impfstoffen durch die Krankenkassen per Gesetz untersagt. Das bedeutet, dass der Markt auch für Grippeimpfstoffe freigegeben ist. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat im November dieses Jahres eine Vorabinformation herausgegeben, dass der tetravalente Grippeimpfstoff für die Saison 2018/2019 in die Impfempfehlung aufgenommen wird. Die Veröffentlichung des Beschlusses ist für Mitte Januar geplant. Da jedoch nach der Empfehlung der STIKO noch der Gemeinsame Bundesausschuss innerhalb von drei Monaten entscheiden muss, ob die Empfehlung in die Schutzimpfungsrichtlinie aufgenommen wird und der Gesetzgeber danach weitere zwei Monate Zeit hat, die Entscheidung zu beanstanden, ist mit einer Änderung der Schutzimpfungsrichtlinie und damit der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen nicht vor dem 1. Juli 2018 zu rechnen.

Wir möchten Ihnen daher dringend davon abraten, sich bereits jetzt für einen Grippeimpfstoff durch Vorbestellung zu entscheiden.

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt außerdem noch nicht abzusehen, ob der tetravalente Impfstoff für alle Personen oder nur für bestimmte Indikationen verwendet werden soll. Im Januar wird ein Gespräch zwischen Kassen und KVH stattfinden über eine verlässliche Vorbestellmöglichkeit von Grippeimpfstoffen für die nächste Saison unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes auf freiwilliger Basis. Wir informieren Sie, sobald hierzu verlässliche Informationen zur Verfügung stehen.

 


31.03.2017

Wichtige Information zum Bezug von Grippeimpfstoffen für die nächste Saison 2017/2018

Auch für die nächste Grippesaison gelten in Hamburg die bisherigen Rabattverträge nach Auffassung der Kassen weiter. Sie sind danach auch in der nächsten Saison verpflichtet vorrangig  die rabattierten Grippeimpfstoffe - Influvac® Fertigspritzen mit feststehender Kanüle (10er Packung) von Mylan Healthcare und Vaxigrip® ohne Kanüle (10er Packung) von Sanofi Pasteur MSD zu verwenden. 

 

Wir empfehlen unbedingt diese Rechtsauffassung der Kassen zu berücksichtigen und die Bestellung der Grippeimpfstoffe entweder noch zurückzustellen oder die Bestellung auf die oben angegebenen Impfstoffe zu beschränken. Auch für die nächste Saison würde dann gelten, dass abweichende Grippeimpfstoffe nur in medizinisch begründbaren Einzelfällen statthaft sind.

 

Die Kassen haben die KVH am 30. März wie folgt  informiert (Zitat):

"Mit Inkrafttreten des AMVSG endet die Möglichkeit für die Krankenkassen, GrippeImpfstoffe exklusiv auszuschreiben. Anders als beispielsweise im Bereich Zytostatika, greift die Gesetzesänderung aber nicht in bestehende Verträge ein. Bereits geschlossene Verträge sowie deren ggf. beschlossene Vertragsverlängerungen bestehen daher unverändert fort. Die Krankenkassen und -verbände der GKV Hamburg haben die Versorgung Ihrer Versicherten mit Grippeimpfstoffen für die Saison 2016/201 7 im Zwei-Partner-Modell ausgeschrieben. Bestandteil der Verträge ist eine Verlängerungsoption für die Saison 2017/2018. Von dieser Verlängerungsoption hat die GKV Hamburg bereits vor Inkrafttreten des AMVSG (voraussichtlich April 2017) für das Losgebiet Gebrauch gemacht. Die geschlossenen Verträge behalten daher Ihre Gültigkeit und sind entsprechend zu bedienen.
Diese Rechtsauffassung wird durch die Beschlussfassung des Gesundheitsausschusses zum  Gesetzentwurf des AMVSG vom 08.03.2017 bekräftigt. Anderslautende Stellungnahmen und  Pressemitteilungen, die vor dem 08.03.2017 verfasst wurden, treten in Ihrer Aussagekraft hinter dieser Beschlussfassung zurück. Ergänzend möchten wir noch darauf hinweisen, dass die Rechtsprechung eine Verpflichtung zur Wahl des günstigsten Bezugsweges festgestellt hat, sofern die Krankenkassen entsprechend darauf hinweisen (vgl. BSG 25.1 1.201 5, B 3 KR 1 6/1 5 R Randnummer 35)(...)"

 

Für den bevorzugten Einsatz eines tetravalenten Grippeimpfstoffes gibt es bisher keine Empfehlung der WHO bzw. der STIKO. Durch die vertraglichen Rabatte sind die Kosten der oben genannten rabattierten trivalenten Impfstoffe erheblich niedriger als diejenigen aller anderen Grippeimpfstoffe. Die Verordnung der rabattierten Impfstoffe ist somit die wirtschaftlichste Verordnungsvariante. Unbenommen bleibt dem Patienten die Möglichkeit bei seiner Kasse eine Kostenerstattung für die Impfung mit einem tetravalenten Grippeimpfstoff zu beantragen (diese Fragestellung sollte der Patient vor der Impfung mit seiner Kasse klären).



12.04.2016

Bestellung von Grippeimpfstoffen für die Saison 2016/2017

Bei der Ausschreibung für die Grippesaison 2016/2017 haben die Krankenkassen zwei Grippeimpfstoffen den Zuschlag erteilt:

·         Influvac® Fertigspritzen mit feststehender Kanüle (10er Packung) von Mylan Healthcare und

·         Vaxigrip® ohne Kanüle (10er Packung) von Sanofi Pasteur MSD

 

Vorbestellung

Ab sofort und bis spätestens 30. Juni können maximal 50 Prozent des Vorjahresbedarfs der Praxis auf einem Kassenrezept (Muster 16) in einer Apotheke Ihrer Wahl vorbestellt werden. Notwendige Angaben auf dem Rezept lauten: „Grippeimpfstoff 2016/2017 mit Kanüle“ oder „Grippeimpfstoff 2016/2017 ohne Kanüle“ plus Menge. Vorbestellungen von größeren Mengen sollten auf mehreren Rezepten erfolgen und höchstens 250 Impfdosen pro Rezept umfassen, um die zeitnahe Belieferung und die schnellere Abrechnung bereits gelieferter Mengen zu erleichtern.

 

Alternative Grippeimpfstoffe (beispielsweise adjuvantierte Impfoffe wie Fluad®) sind nur in medizinisch begründeten Ausnahmefällen anforderbar. Der nasale Grippeimpfstoff  Fluenz®, der von der STIKO für zwei- bis sechsjährige „Indikationskinder“ empfohlen wird, kann auch weiterhin nur für diese Fälle zu Lasten der Kassen angefordert werden. Für Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche ist einer der beiden Standard-Grippeimpfstoffe zu verwenden. Weder für adjuvantierte noch für tetravalente Grippeimpfstoffe hat die STIKO eine bevorzugende Empfehlung ausgesprochen.

 

Die Kosten der gegebenenfalls zusätzlich benötigten Kanülen sind mit der Impfgebühr abgegolten. Deshalb können die Kanülen nicht über den Sprechstundenbedarf bezogen werden. Abgerechnet werden die Rezepte von der Apotheke erst, nachdem die Impfstoffe an die Praxen ausgeliefert wurden.

 

Folgebestellungen

Nach Auslieferung der vorbestellten Impfstoffe können Nachbestellungen ebenfalls auf dem Muster 16 erfolgen. Notwendige Angaben auf dem Rezept lauten: Grippeimpfstoff 2016/2017 mit oder ohne Kanüle - und Menge.

 

Bei der Ausschreibung für die Saison 2016/2017 haben sich die Ausschreibungsgewinner erneut verpflichtet, Lieferengpässen frühzeitig zu begegnen. Bei Lieferunfähigkeit werden die Krankenkassen und die KV Hamburg die Praxen frühzeitig informieren und alternative Bestellmöglichkeiten bekanntgeben.

 


 

 

 

Ansprechpartner: Abteilung Praxisberatung - Durchwahl: -571/-572 (Sekretariat)