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Schutzimpfung

Diese Form der Prävention ist seit Jahrzehnten etabliert und ein wichtiger Beitrag zur globalen Eindämmung von ansteckenden Krankheiten. Die Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist maßgeblich für eine Verhinderung von Pandemien, die durch bekannte Erreger ausgelöst werden. Hier ist der Arzt als erster Ansprechpartner für den Patienten aufgerufen, die Impfbereitschaft durch Beratungsangebote zu erhöhen.

Weitere wichtige Informationen zum Thema erhalten Sie hier.

 

Gerne beantworten unsere Fachberater Ihre Fragen zu diesem Thema persönlich.

040-22802-571 bzw. -572 (Sekretariat)

  praxisberatung@kvhh.de


 

 

Information


01.04.2020

Nachbestellung von Grippeimpfstoffen für die nächste Saison bis spätestens Ende April noch möglich!

Bitte prüfen Sie noch einmal kritisch Ihre bisher bestellte Menge an Grippeimpfstoffen für die Saison 2020/2021. Berücksichtigen Sie dabei, dass die Personengruppen, für die das RKI die Influenzaimpfung empfiehlt, möglichst vollständig geimpft werden sollten. Sollten Sie bisher noch keine Bestellung getätigt haben, sollte dies unbedingt nachgeholt werden. Da Firmen einen deutlich erhöhten Bedarf an Grippeimpfstoffen global registrieren, ist es besonders wichtig, ausreichende Mengen zu bestellen, damit im Herbst die dann benötigten Impfstoffdosen hier zur Verfügung stehen.

 

Das RKI hat darauf hingewiesen, dass nach Aussage der Impfstoffhersteller wohl noch nicht alle Arztpraxen Grippeimpfstoff für die Saison 2020/2021 bestellt haben, und darum gebeten, hierüber zu informieren und ggf. um schnellstmögliche (Nach-)Bestellung zu bitten.

 

Hintergrundinformation

Voraussichtlich ab Ende des Jahres muss neben SARS-CoV-2 mit den jährlich zirkulierenden Influenzaviren gerechnet werden. Um die zusätzliche Belastung unseres Gesundheitssystems dann möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass sich ab Oktober möglichst viele Menschen der empfohlenen Populationen gegen Influenza impfen lassen (Menschen über 60 Jahre und alle Menschen mit Vorerkrankungen). Diese Risikogruppen sind identisch mit denen, die besonders vor SARS-CoV-2 geschützt werden sollen. Die Grippeimpfung ist dann wichtig, um Doppelinfektionen zu vermeiden, aber insbesondere auch um die Inanspruchnahme von Ressourcen unseres Gesundheitssystems für impfpräventable Erkrankungen auf ein Minimum zu reduzieren.

 

Grippeimpfung 2020/2021 -Sitelink


01.04.2020

Informationen zur Pneumokokkenimpfung – kurzfristig Pneumovax 23 Impfstoffdosen aus Japan am Markt verfügbar

Voraussichtlich ab 03.04.2020 sind aus Japan eingeführte Impfstoffdosen von Pneumovax 23 mit japanischer Beschriftung im Handel verfügbar. Die Einfuhr wird rechtlich durch eine Ausnahmeermächtigung nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) ermöglicht. Die Impfstoffdosen werden über den Pharmagroßhandel flächendeckend in ganz Deutschland verteilt. Mehr

 

Wichtig: Es handelt sich hierbei um Durchstechflaschen (anstatt der üblicherweise in Deutschland vertriebenen Fertigspritze) mit dem Handelsnamen PNEUMOVAX®NP in japanischer Aufmachung, denen keine Spritzen oder Kanülen beiliegen.

 

Aktuelle Informationen des RKI

Pneumovax® 23 und Prevenar® 13

Bis auf weiteres sind beide Pneumokokkenimpfstoffe nur eingeschränkt lieferbar. Um besonders vulnerable Personengruppen möglichst effektiv und entsprechend ihrem Risiko zu schützen, soll wie folgt vorgegangen werden:

 

Prioritär geimpft werden sollen:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren und

  • Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD)

Prevenar®13 soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar®13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokkenkonjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

  • Pneumovax® 23 soll prioritär für die Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma oder COPD) verwendet werden.

Auch bei Wiederverfügbarkeit der Impfstoffe sollten Pneumokokken-Impfungen ausschließlich dem Personenkreis vorbehalten bleiben, der in den gültigen Impfempfehlungen der STIKO benannt ist (die aktuellen STIKO-Empfehlungen finden Sie hier: www.rki.de/stiko-empfehlungen).

 



11.03.2020

Impfpflicht gegen Masern ab 1. März 2020

Für Menschen in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen gilt ab 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen Masern. Damit will die Bundesregierung die Impfquote erhöhen und mittelfristig eine Elimination der Masern in Deutschland erreichen. Das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) sieht vor, dass Eltern vor Aufnahme ihres Kindes in eine Kindertagesstätte (Kita) oder Schule nachweisen müssen, dass das Kind gegen Masern geimpft oder bereits immun ist. Auch Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern müssen dann geimpft sein oder ihre Immunität nachgewiesen haben.

 

Ohne Masernschutz nicht in Kita
Die Nachweispflicht über einen ausreichenden Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder über eine Immunität gegen Masern gilt auch für Mitarbeitende in Kitas, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen, für Tagesmütter, für Bewohner und Mitarbeitende in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften. Ohne ausreichenden Masernschutz dürfen Kinder nicht in Kitas aufgenommen werden und Personal nicht in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten.

Für Kinder, die bereits vor dem 1. März 2020 eine Kita oder Schule besuchen, sowie für Beschäftigte in entsprechenden Einrichtungen gilt eine Nachweisfrist bis zum 31. Juli 2021.

 

Die STIKO empfiehlt keine Impfung für Personen, die vor dem 31.12.1970 geboren sind, deshalb ist von diesem Personenkreis auch kein Nachweis (im Sinne des Masernschutzgesetzes) zu erbringen.

Warum besteht die Impfpflicht nur für nach 1970 Geborene?
Seroprävalenzdaten des RKI von 2008 – 2011 (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland – DEGS) zeigen, dass Erwachsene, die vor 1970 gebo­ren wurden, eine Immunität gegen Masern von 95,5 % – 99,3 % (in erster Linie durch eine durchge­machte Wildvirusinfektion) aufwiesen. Grenzwerti­ge Befunde wurden hier als vorliegende Immunität bewertet. Eine fehlende Immunität gegen Masern stieg mit den Jahrgängen ab 1965 in den westlichen Jahrgängen langsam, in den östlichen Jahrgängen sprunghaft an. Bei untersuchten Personen der Jahr­gänge 1970 – 1979 wurde nur noch bei 85,7 % eine Immunität nachgewiesen.

 

Was tun bei verlorenem Impfpass?
Ist der Patient nach eigener Aussage geimpft, empfehlen wir eine Anfrage an den Arzt, bei dem der Patient geimpft wurde (Aufbewahrungspflicht mind. 10 Jahre).  Bei unklarem Impfstatus oder unzureichendem Schutz (nur eine oder keine Impfung im Impfpass) wird empfohlen, vorab keine Antikörpertiter-Bestimmung, sondern gleich die Masern-Impfung durchzuführen.

 

Einen Patientenflyer zu diesem Thema finden Sie hier 

 

Wenn Sie jetzt unsicher ist, welcher Patient wie zu impfen ist, haben wir hier eine Hilfestellung in Form eines Diagramms erstellt

 

Häufig gestellte Fragen zur Masernimpfung finden Sie auf der  Internetseite des Robert-Koch-Instituts 

 


 

08.01.2020

Berufsbedingte Impfungen und berufsbedingte Reiseimpfungen - Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie in Kraft

Ab dem 28,12. 2019 haben Versicherte Anspruch auf Leistungen für Schutzimpfungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung unabhängig davon, ob die Versicherten auch entsprechende Ansprüche gegenüber anderen Kostenträgern, beispielsweise dem Arbeitgeber aufgrund eines erhöhten beruflichen Risikos, haben.


Vom Bundesausschuss wurden neue Dokumentationsziffern für diese Impfungen festgelegt, die aufgrund einer beruflichen Indikation oder aufgrund eines beruflich oder durch eine Ausbildung bedingten Auslandsaufenthaltes durchgeführt werden.  Die Dokumentationsziffern werden wie bei den anderen Impfungen  zur Abrechnung der Impfleistung verwendet. Die bisherige Liste mit den Abrechnungsziffern Impfen wurde entsprechend aktualisiert.  Alle anderen Regelungen (Standard- und Indikationsimpfungen) bleiben unverändert.   


17.12.2019

Impfpflicht gegen Masern für bestimmte Gruppen (§20 Abs. 8-14 IfsG)

Aus aktuellem Anlass informieren wir darüber, dass die Bestimmung des Impftiters für Masern, in diesem Zusammenhang, keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist und vom Patienten privat gezahlt werden muss.

 

Die Nachweispflicht über einen ausreichenden Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder über eine Immunität gegen Masern gilt für

  • Kinder in Kitas und Schulen
  • Mitarbeitende in Kitas, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen
  • Tagesmütter
  • Bewohner und Mitarbeitende in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern

Was tun bei verlorenem Impfpass?

Ist der Patient nach eigener Aussage geimpft, empfehlen wir eine Anfrage an den Arzt, bei dem der Patient geimpft wurde (Aufbewahrungspflicht mind. 10 Jahre).  Bei unklarem Impfstatus oder unzureichendem Schutz (nur eine oder keine Impfung im Impfpass) wird empfohlen, vorab keine Antikörpertiter-Bestimmung, sondern gleich die Masern-Impfung durchzuführen.

 

Die STIKO empfiehlt keine Impfung für Personen, die vor dem 1.1.1971 geboren sind, deshalb ist von diesem Personenkreis auch kein Nachweis (im Sinne des Masernschutzgesetzes) zu erbringen.

 

Hintergründe und andere häufig gestellte Fragen finden Sie unter folgendem Link auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

 


 


 



 


 


 



 


 

 


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