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EBM - Einheitlicher Bewertungsmaßstab

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab ist ein Verzeichnis, nach dem vertragsärztlich erbrachte, ambulante Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden und gilt für alle Vertragsärzte, psychologische Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Institute, die Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) behandeln.

 

 Der EBM in der aktuellen Fassung auf der Homepage der KBV

 

Hamburger ambulante Eurobeträge

Übersichten zur Gebührenordnung

Quartal 3 / 2019

(Stand 06.01.2019)

 

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Hamburger ambulante Eurobeträge aus vorangegangenen Jahren


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Informationen


19.12.2019

Organisiertes Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen: BA beschließt Anpassungen im EBM

Der Bewertungsausschuss (BA) hat am 11. Dezember 2019 einen Beschluss zur Anpassung des EBM im Rahmen der Früherkennung von Zervixkarzinomen gefasst und Änderungen des Abschnitts 1.7.3 EBM vorgenommen. Hierzu werden die Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening und die dazugehörigen Gebührenordnungspositionen in einen neuen Unterabschnitt 1.7.3.1 überführt. Im Unterabschnitt 1.7.3.2  wird für die Früherkennung von Krebserkrankungen bei Frauen ärztliche, zytologisch- und laborärztliche Leistungen der Abklärungsdiagnostik (Abschnitt B der KFE-RL und der oKFE-RL) in den EBM aufgenommen. Außerdem wird für die Leistungen gemäß Abschnitt B. II. §§ 6 und 8 der KFE-RL, die nicht im organisierten Programm stattfinden, die GOP 01760 in den EBM aufgenommen.


Aufgrund vermehrter Nachfragen haben wir Ihnen die Änderungen in Kurzform zusammengefasst:

 

Die GOP 01760 EBM (159 Punkte) rechnet der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe ab, wenn er die klinische Untersuchung nach §6 der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie durchführt. Klinische Untersuchungen umfassen in Abhängigkeit vom Lebensalter der Versicherten folgende Leistungen:

Ab dem Alter von 20 Jahren:

  • gezielte Anamnese-Spiegeleinstellung der Portio
  • Entnahme von Untersuchungsmaterial von der Portio
  • Oberfläche und aus dem Zervikalkanal, in der Regel mit Hilfe von Spatel (Portio-Oberfläche) und Bürste (Zervikalkanal)
  • Fixierung des Untersuchungsmaterials für die zytologische Untersuchung.
  • bimanuelle gynäkologische Untersuchung
  • Befundmitteilung (auch zur Zytologie) mit anschließender diesbezüglicher Beratung
  • Inspektion der genitalen Hautregion

Zusätzlich ab dem Alter von 30 Jahren:

  • Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten einschließlich der Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung
  • Inspektion der entsprechenden Hautregion

Die GOP 01761 EBM (179 Punkte) rechnet der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe ab, wenn er das Screening zur Früherkennung des Zervixkarzinoms durchführt. Die klinische Untersuchung beinhaltet:

Ab dem Alter von 20 Jahren die:

  • gezielte Anamnese (inklusive HPV-Impfstatus)
  • Inspektion der genitalen Hautregion
  • bimanuelle gynäkologische Untersuchung
  • Spiegeleinstellung der Portio
  • Entnahme von Untersuchungsmaterial von der Portio-Oberfläche und aus dem Zervixkanal in der Regel mit Hilfe von Spatel (Portio-Oberfläche) und Bürste (Zervikalkanal)
  • Fixierung des Untersuchungsmaterials
  • Befundmitteilung (auch zum Befund des Abstrichs) mit anschließender diesbezüglicher Beratung,

Zusätzlich ab dem Alter von 30 Jahren:

  • das Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten einschließlich der Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung
  • die Inspektion der entsprechenden Hautregion.

Die GOP 01764 EBM (67 Punkte) rechnet der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe ab, wenn eine Abklärungsdiagnostik durchgeführt wird. Das Vorgehen hierzu ist in der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme Teil III C §7 aufgelistet.

 

Die GOP 01765 EBM (658 Punkte) rechnet der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe ab, wenn er eine Abklärungskolposkopie durchführt

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV sowie im dazugehörigen Beschluss des Bewertungsausschusses. In der Ausgabe 1/2020 unseres Abrechnungs-Newsletters, die Anfang 2020 erscheint, werden wir noch einmal detailiiert auf das Thema eingehen.

 


26.10.2017

Bewertungsausschusss beschließt rückwirkend zum 1. Oktober 2017 Vergütung bei Verordnung von Cannabis und kleinere Detailänderungen des EBM

Um dem zusätzlichen Aufwand der Vertragsärzte, der im Zusammenhang mit der Versorgung von Patienten mit Cannabis ensteht, Rechnung zu tragen, wurden rückwirkend zum 4. Quartal 2017 drei neue Leistungen in den EBM aufgenommen. Während zwei der neuen Gebührenordnungspositionen der Abrechnung der Begleiterhebung dienen, wurde die dritte Leistung zur Unterstützung bei der Antragsstellung in den EBM aufgenommen. Ferner wurden kleinere inhaltliche bzw. klarstellende EBM – Änderungen beschlossen. Weitere Informationen finden Sie als Ergänzung zu unserem Abrechnungs-Newsletter. Mehr



20.02.2017

Schweregradzuschläge für den Notfall- und Bereitschaftsdienst

Ärzte im Notfall- und Bereitschaftsdienst erhalten ab April 2017 für besonders schwere und aufwändige Fälle eine höhere Vergütung. Es handelt sich um Zuschläge, die zu den Notfallpauschalen (GOP 01210 und 01212) für Fälle mit erhöhtem Behandlungsaufwand gezahlt werden. Die neue Regelung sieht zwei verschiedene Schweregradzuschläge vor. Der eine Schwergradzuschlag ist an bestimmte schwerwiegende Behandlungsdiagnosen jeweils am Tag und bei Nacht geknüpft. Der zweite Schweregradzuschlag berücksichtigt den erhöhten Aufwand bei der Versorgung von Patienten mit eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit, mit geriatrischem Versorgungsbedarf und bei der Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern. 

 



20.07.2016

Neue EBM-Leistungen: Stärkung der Pflegeheimversorgung und Förderung der Delegation

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. Juli 2016 zusätzliche EBM-Gebührenordnungspositionen eingeführt, um die medizinische Versorgung von Pflegeheimbewohnern zu verbessern.

Kapitel 37: Ärztliche Kooperations- und Koordinationsleistungen
Mit dem neu in den EBM aufgenommenen Kapitel 37 wird der zusätzliche Aufwand von Haus- und Fachärzten für eine regelmäßige Abstimmung und Koordination bei der Versorgung von Pflegeheimbewohnern vergütet. Abrechnungsvoraussetzung ist eine Genehmigung der KV und der Nachweis eines Kooperationsvertrages zwischen Vertragsarzt und Pflegeeinrichtung nach § 119 b SGB V. Der Kooperationsvertrag muss die Anforderungen der Anlage 27 zum BMV-Ä erfüllen.

 

Leistungsblatt Kapitel 37

Kapitel 38: Delegationsfähige Leistungen

Gleichzeitig ist ein neues Kapitel 38 geschaffen worden, das die Möglichkeiten der Delegation erweitert.
Das Kapitel 38 unterteilt sich in zwei Abschnitte:

  • Abschnitt 38.2 - Der Abschnitt enthält die bisherigen Kostenpauschalen GOP 40240 und 40260 für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von nichtärztlichen Praxismitarbeitern (jetzt: GOP 38100 und 38105), für die es nun eine höhere Bewertung gibt. Diese Leistungen können von allen Vertragsärzten abgerechnet werden und sind nicht genehmigungspflichtig.
  • Abschnitt 38.3 (GOP38200 und 38205) – Der Abschnitt enthält ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPa) und ist gegenüber der KV genehmigungspflichtig. Neben den Hausärzten erhalten künftig auch im fachärztlichen Bereich tätige Vertragsärzte für die Delegation von Leistungen an qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) eine zusätzliche Honorierung. Bislang erfolgte eine Förderung von NäPa nur im hausärztlichen Bereich. Der Einsatz der qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten ist auf die Versorgung in Pflegeheimen beschränkt.

Leistungsblatt Kapitel 38

 

Die beiden Abschnitte unterscheiden sich hinsichtlich der notwendigen Qualifikationsvoraussetzungen des Praxispersonals und der zur Abrechnung befugten Vertragsärzte. Einzelheiten zu den neuen EBM-Leistungen finden Sie auf unserer hier

 


15.01.2015

WICHTIG: Änderungen der Notdienstleistungen

Der Bewertungsausschuss hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2014 Änderungen zum Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) beschlossen, die rückwirkend zum 1. Januar 2008 gelten. Die neuen Regelungen sind seit dem 1. Januar 2015 zu berücksichtigen. Näheres entnehmen Sie bitte dem  Infoblatt.

 


09.09.2013

Aktuelle Änderungen im EBM für Haus- und Kinderärzte 

Aktuelle Informationen zu den geänderten GOPs im neuen EBM, die Haus- und Kinderärzte betreffen, finden Sie in folgenden Dokumenten:

 

Dokumentenübersicht zu den Änderungen im EBM

Änderungen im EBM für Haus- und Kinderärzte

(Stand 09.10.2013)

 

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Ausschlussleistungen

(Anhang zu den Änderungen im EBM für Haus- und Kinderärzte)


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Transcodierungsliste der KBV


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