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Informationen zum Corona-Virus (Sars-CoV-2)

 

Telegramme des Vorstands



 

Verfahrensablauf (Stand 26.03.2020)

Das RKI hat die Orientierungshilfe für Ärzte zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen aktualisiert. Hier 

 

Für Hamburg bedeutet das, dass sich weiterhin alle Patienten an den Arztruf Hamburg wenden, die krank sind oder sich krank fühlen. Aufgrund von Anamnese und ggf. Untersuchung des Patienten vor Ort in seiner Häuslichkeit, entscheidet der Arzt des fahrenden Notdienstes unter Berücksichtigung der 4 Kriterien der Orientierungshilfe des RKI zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen, ob eine Sars-Cov-2-Diagnostik indiziert ist und führt in diesen Fällen einen Abstrich durch. Diese Diagnostik ist vor allem dann indiziert, wenn das Ergebnis der Laboruntersuchung eine therapeutische Konsequenz erwarten lässt.

 

Dasselbe Vorgehen sollte auch in den Arztpraxen stattfinden. Falls in der Arztpraxis keine Schutzausrüstung vorhanden oder eine Separierung nicht möglich sein sollte, kann der Arztruf Hamburg (116117) über die bekannten Kommunikationswege informiert werden. Der Patient begibt sich bis dahin in seine Häuslichkeit.

 

Die neuen RKI-Kriterien für die Testung auf SARS-CoV-2:

  1. Akute respiratorische Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen

  2. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie im Zusammenhang mit einer Fallhäufung in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern

  3. Klinische oder radiologische Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Hinweis auf eine andere Ursache

  4. Akute respiratorische Symptome bei Risikogruppen (Alter über 60, immunsupprimiert, onkologische Behandlung etc.) oder Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen oder Krankenhäusern

Patienten mit milden respiratorischen Symptomen sollen aufgrund der begrenzten Testkapazitäten nicht getestet werden. Sie sollen sich in die häusliche Isolation begeben und sich melden, wenn es ihnen schlechter geht.

 

Patienten, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt oder bei der Corona-Hotline der Gesundheitsbehörde unter 040 / 428 284 000.

Reiserückkehrer aus den Risikogebieten ohne Symptome begeben sich in eine freiwillige häusliche Isolation. Kinder dürfen in dieser Zeit weder die Schule noch die Kindertagesstätte besuchen.


Berücksichtigen Sie hierzu das Merkblatt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg "Dringende Empfehlungen für Einreisende und Rückkehrende aus Risikoregionen" vom 10.03.2020.

 

 

Verdachtsabklärung (Stand 26.03.2020)

Bei Patienten, die die RKI-Kriterien 1 oder 2 erfüllen, handelt es sich um begründete Verdachtsfälle. Sofern ein ambulantes Management möglich ist, ist der Patient in die häusliche Quarantäne zu entlassen und ggf. eine Probenentnahme durchzuführen oder zu veranlassen. Bei Krankenhauspflichtigkeit ist der Patient unverzüglich dem Rettungsdienst (112) zur stationären Aufnahme zuzuführen (Vorankündigung „Coronaverdacht“).

 

Bei Patienten, die die Kriterien 3 oder 4 erfüllen, handelt es sich um Fälle unter differenzialdiagnostischer Abklärung.

 

Derzeit häufen sich Anforderungen von Arbeitgebern, die einem aus dem Urlaub / von einer Dienstreise zurückkehrenden Mitarbeiter nicht erlauben an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ohne ein negatives Testergebnis vorzulegen. Sofern die genannten Kriterien des RKI nicht erfüllt sind, handelt es sich nicht um GKV-Leistungen. Diese Leistungen können nur privat erbracht werden oder aber als betriebsärztliche Leistungen durch den jeweiligen Betriebsärztlichen Dienst.


Die Testkapazitäten sind begrenzt: Wenn ein Familienmitglied positiv getestet ist, ist eine Testung aller Familienmitglieder nicht angezeigt solange sie symptomfrei in Quarantäne sind. Eine Betreuung durch das Gesundheitsamt erfolgt telefonisch und ggf. in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Die Betreuung kann durch den behandelnden Arzt auch telefonisch erfolgen, vor allem, wenn keine Schutzkleidung vorhanden ist.



 

Probenentnahme (Stand 04.03.2020)

Auf Youtube finden Sie ein Video zur Probenahme bei Coronavirus-Verdacht von der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) mittels Nasopharyngeal-/Rachenabstrich. Sobald weiteres auf Hamburger Verhältnisse angepasstes Schulungsmaterial zur Verfügung steht, werden wir dies an dieser Stelle einstellen.

 


 

Meldung an das Gesundheitsamt (Stand 18.03.2020)

Melden Sie nur begründete Verdachtsfälle an das zuständige Gesundheitsamt. Bei Fällen unter differenzialdiagnostischer Abklärung ist eine Meldung an das Gesundheitsamt nicht erforderlich. Im Falle eines positiven Laborergebnisses erfolgt die Meldung über das Labor an das Gesundheitsamt.


Alle Laborbefunde werden an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Im Falle eines positiven Befundes leitet das Labor spätestens eine halbe Stunde nach Vorlage des Testergebnisses die Information an das zuständige Gesundheitsamt weiter, das wiederum den Patienten informiert.


Negative Befunde leitet das Labor an eine zentrale Stelle, die diese Befunde auf die für den Wohnort zuständigen Gesundheitsämter verteilt. Die Gesundheitsämter erteilen seit dem 13.03.2020 den Patienten nicht mehr telefonisch Auskunft über das negative Testergebnis. Der Patient muss sich per E-Mail an das für ihn zuständige Gesundheitsamt wenden und erhält dann nach derzeitigen Schätzungen im Zeitraum von 5 bis 6 Tagen die entsprechende Rückmeldung per E-Mail. Alternativ kann sich der Patient auch schriftlich oder per Fax an das für ihn zuständige Gesundheitsamt wenden. Über https://tools.rki.de/PLZTool/ ist das zuständige Gesundheitsamt zu finden.

 


 

Bei Probeentnahme: Schutzausrüstung für das medizinische Personal (Stand 27.03.2020)

Schutzausrüstung Arzt/MFA: Einmal-Schutzkittel, Schutzbrille, FFP2-Maske(ggf. Mund-Nasen-Schutz nach individueller Risikoabschätzung), Einmalhandschuhe neben der konsequenten Einhaltung der Basishygienemaßnahmen.

 

Patient: mehrlagiger Mund-Nasen-Schutz mit korrektem Sitz. Schutzausrüstungen einschließlich Mund-Nasen-Schutz gehören nach EBM zum Praxisbedarf und sind auf eigene Kosten über die Apotheken bzw. Sanitätshäuser zu beziehen.

 

Die Ausrüstungssituation in den Arztpraxen ist derzeit ausgesprochen angespannt. Bitte beachten Sie auch die Empfehlungen des RKI zu möglichen Maßnahmen zum ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstung in Mangelsituationen.

 

Werfen Sie benutzte Atemschutzmasken nicht weg, sondern bewahren Sie diese gekennzeichnet und offen an einem sicheren, nicht zugänglichen Ort auf. Die BGV klärt gerade, ob und inwieweit diese Masken durch Sie aufbereitet werden können.

 

Die von der KV Hamburg erwartete größere Lieferung an Schutzausrüstung ist bislang ausgeblieben. Sobald wir die Praxen mit Schutzausrüstung beliefern können, informieren wir Sie in einem KV-Telegramm oder auf unserer Homepage.

 



Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon jetzt 14 Tage (Stand: 24.03.2020)

KBV und Krankenkassen haben ab sofort die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung erweitert. So können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal 14 Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Diese Vereinbarung gilt zunächst bis zum 23. Juni 2020.

 

Die Regelung gilt für Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen. In solchen Fällen ist die telefonische AU nun auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.

 

Das Ausstellen der AU-Bescheinigung ist Teil der Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale. Für den Fall, dass im Arztfall keine Pauschale abgerechnet werden kann, kann die Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) abgerechnet werden. Für den Versand der AU-Bescheinigung  ist jeweils die GOP 40122 (0,90 Euro) berechnungsfähig.

 

Sollte bei einem Patienten mit Infektionsverdacht eine Labordiagnostik (nach RKI-Kriterien) erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo er sich testen lassen kann. Das übernimmt in Hamburg der Arztruf Hamburg (116117). Der Arzt muss außerdem darauf hinweisen, dass der Patient unverzüglich einen Arzt aufsucht – nach telefonischer Anmeldung –, falls es ihm gesundheitlich schlechter geht.


Patienten, die für die Krankschreibung erstmals eine Praxis telefonisch konsultieren, teilen ihre Versichertendaten nur telefonisch mit und müssen ihre Mitgliedschaft in einer Krankenkasse mündlich bestätigen. Bei bekannten Patienten gilt das übliche Verfahren: Findet ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenakte.


Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).

 

 


 

Portokosten für Verordnungen werden erstattet (27.3.2020)

Nach dem Bundesmantelvertrag für Ärzte dürfen Praxen in Ausnahmesituationen ihren Patienten Folgerezepte/-verordnungen und Überweisungen per Post zusenden. Ab sofort werden – zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020 - die Portokosten mit 0,90 Cent erstattet. Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass der Patient im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition 40122.

Konkret umfasst sind von der getroffenen Regelun:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen(auch BtM-Rezepte), sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden (somit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen),

  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),

  • Überweisungen (Muster 6 und 10) 

  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18,

  • AU-Bescheinigung und

  • Muster 21- Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Details

Alternativ kann auch das zwischen KV Hamburg und dem Apothekerverein vereinbarte Notfallverfahren für Rezepte genutzt werden. 

 

 


 

 

Desinfektionsmittel (Stand 27.03.2020)

Mit einer weiteren Allgemeinverfügung hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am 20. März 2020 die Ausnahmeregelungen  zur Herstellung von  Biozidprodukte zur hygienischen Händedesinfektion durch  Apotheken erweitert. Neben der bereits in der ersten Verfügung genannten WHO-Formulierung mit 2-Propanol ist nun eine weitere mit Ethanol hinzugekommen. Zudem sind jetzt zwei weitere 70-prozentige Gemische mit Wasser abgedeckt - neben 2-Propanol können diese nun auch mit 1-Propanol und Ethanol hergestellt werden:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch mit Wasserstoffperoxid und Glycerol nach WHO-Formulierung

  • Ethanol-Wasser-Gemisch mit Wasserstoffperoxid und Glycerol nach WHO-Formulierung

  • 1-Propanol Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

  • Ethanol- Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Andere dürfen nicht hergestellt werden. Die Apothekerkammer Hamburg empfiehlt den Hamburger Apotheken in einem Rundschreiben auf der Basis dieser Allgemeinverfügung Händedesinfektionsmittel herzustellen und in den Verkehr zu bringen. Bei Bedarf erkundigen Sie sich bitte bei Apotheken in Ihrem Umfeld.

 

Bitte entsorgen Sie momentan keine leeren Desinfektionsmittelbehälter einschließlich Deckel! Diese können aufbereitet werden und für etwaigen Nachschub in größeren Gebinden wiederverwendet werden.

 

Es bestehen gute Aussichten, dass wir in Kürze die Arztpraxen in Hamburg mit Desinfektionsmitteln werden ausstatten können. Die für Ende März avisierte Lieferung wird sich um wenige Wochen verzögern. Sobald die Details feststehen, erhalten Sie nähere Informationen an dieser Stelle oder über ein KV-Telegramm.

 

 



Laboruntersuchungen (Stand 23.03.2020)

Die uns bekannten vertragsärztlichen Labore in Hamburg, die eine Sars-CoV-2-Diagnostik anbieten, finden Sie hier.

 

 



Infektionsschutz in den Praxen (Stand 23.03.2020)

Patienten, die möglicherweise betroffen sind, sollten allenfalls zu Randzeiten der Sprechstunden in die Praxen gebeten werden (ggf. entsprechende Informationen zu gesonderten Sprechzeiten an die Praxistüren) und – falls möglich – die Betroffenen in einem separaten Raum warten lassen.

 

Ziehen Sie auch die Möglichkeit von Videosprechstunden, telefonischen Beratungen, AU-Bescheinigungen und den Versand von Folgerezepte/-verordnungen und Überweisungen in Betracht.

 

Für den Fall, dass Patienten unangemeldet in die Praxen kommen, stellen wir Vorlagen für Praxisschilder zum Herunterladen zur Verfügung (s.u.).

 


 

Sonderregelungen Videosprechstunden (Stand 27.03.2020)

 

Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf geeinigt, die Fallzahl-Limitationen bei den Videosprechstunden zunächst befristet für das 2. Quartal 2020 aufzuheben. Damit können Ärzte sowie Psychotherapeuten diese Leistung unbegrenzt anbieten und abrechnen.

 

Bitte denken Sie daran, vor Aufnahme der Videosprechstunde diese bei der KV anzuzeigen.

 


 

Erleichterte Durchführung von Psychotherapie und neuropsychologischer Therapie

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Coronavirus-Krise zu erleichtern, wurden einige Sonderregelungen beschlossen. Sie betreffen die Videosprechstunde und die Umwandlung von Gruppentherapien in Einzeltherapien. Die Regelungen gelten bis 30. Juni 2020 und betreffen die Psychotherapie und die Neuropsychologische Therapie. 

 

Ab sofort bis zum 30. Juni 2020 gilt:

  • Psychotherapeutische Sprechstunden per Video: in Ausnahmefällen, z. B. wenn ein Aufsuchen der Praxis dem Patienten nicht zumutbar ist
  • Probatorische Sitzungen per Video: in Ausnahmefällen, z. B. wenn ein Aufsuchen der Praxis dem Patienten nicht zumutbar ist
  • Gruppentherapie kann unbürokratisch in Einzeltherapie umgewandelt werden: für je eine bewilligte Gruppensitzung (100 Min.) darf je eine Einzelsitzung durchgeführt werden (50 Min.), formlose Anzeige bei der Krankenkasse erforderlich
  • Neuropsychologische Therapie: Probatorische Sitzungen dürfen auch in der Neuropsychologischen Therapie per Video durchgeführt werden

Details finden Sie hier.

 

Durchführung der schmerztherapeutischen Beratung per Videosprechstunde möglich

Der Bewertungsausschuss hat den Leistungsumfang im Rahmen von Videosprechstunden erweitert. Ab dem1. April 2020 werden auch die Durchführung und Berechnung der Beratung und Erörterung und/oder

Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie gemäß der Gebührenordnungsposition 30708 im Rahmen einer

Videosprechstunde ermöglicht.

 

 


 

Schutz von vulnerablen Gruppen (Stand 04.03.2020)

Essenziell ist in der jetzigen Phase, den Schutz von vulnerablen Gruppen vor impfpräventablen Lungenerkrankungen zu forcieren: Überprüfung und Auffrischung der Pneumokokken- und Pertussis-Impfung sowie ggf. der Influenza-Impfung von über 60-Jährigen und chronisch Kranken.

 


 

Abrechnung/ICD-10 (Stand 25.03.2020)

Der Bewertungsausschuss hat beschlossen, die Gebührenordnungsposition zur Abklärung eines Verdachts auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus an die aktuellen Indikationskriterien anzupassen. Danach sind alle medizinisch indizierten Tests zum Nachweis des Coronavirus abrechenbar. Außerdem werden alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlich sind, seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt. Ärzte kennzeichnen die Fälle dazu mit der Ziffer 88240. Die Kennzeichnung mit der Ziffer 88240 geht einer Kennzeichnung aufgrund extrabudgetärer TSVG-Konstellation vor.

 

In den Medien wird vom Angebot einer Firma berichtet, die es Ärzten ermöglichen soll, per Fragebogen des Patienten eine Laborüberweisung auf Corona-Testung auszulösen. Der Abstrich soll vom Patienten selbst vorgenommen werden. Nach eingehender Prüfung kommen wir zu dem Schluss, dass es in dieser Konstellation keine Möglichkeit gibt, vertragsärztliche Leistungen abzurechnen. Der Abstrich gehört zur ärztlichen Leistung. Diese kann zwar delegiert werden, auch an den Patienten, im letzteren Fall aber nur, wenn dies unter direkter Aufsicht des Arztes geschieht. Andernfalls ist die Leistung nicht erfüllt und dadurch nicht abrechnungsfähig.

 

Zudem muss der Behandlungsfall mit dem ICD-10-Code U07.1! und dem entsprechenden Zusatz für Verdachtsdiagnose (V), Ausschlussdiagnose (A) oder gesicherte Diagnose (G) gekennzeichnet werden.

 

Weiteres entnehmen Sie der Sonderausgabe unseres Abrechnungsnewsletters oder dem Beschluss des Bewertungsausschusses.


Sicherstellung der Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten –Ausnahmeregelungen

Zur akuten Sicherstellung der Versorgung von dialysepflichtigen Patientinnen und Patienten in Anbetracht der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie haben sich die Partner des Bundesmantelvertrages Ärzte (BMVÄrzte) auf temporäre Ausnahmeregelungen verständigt.  Mehr

 


 

Bestätigter Fall oder begründeter Verdachtsfall in der Praxis (Stand 23.03.2020)

Sollte sich ein Patient mit bestätigter COVID-19-Erkrankung in Ihrer Praxis aufgehalten haben oder Sie selbst oder ein Team-Mitglied ein begründeter Verdachtsfall oder ein Fall unter differentialdiagnostischer Abklärung sein, klären Sie mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt (tools.rki.de/plztool), ob der Praxisbetrieb aufrechterhalten werden kann oder nicht.

 

Patientinnen und Patienten mit grippeähnlichen Symptomen sind auch weiterhin in der Praxis zu versorgen. Lediglich Corona-Verdachtsfälle und Patientinnen und Patienten aus Risikogebieten gem. RKI-Kriterien sollten nicht in die Praxis kommen oder ohne weitere Schutzmaßnahmen einbestellt werden.

 

 


RKI-Empfehlungen für Praxen bei Personalmangel infolge von COVID-19 (25.03.2020)

Arztpraxen stehen aktuell auch beim Personaleinsatz vor großen Herausforderungen. Einzelne Mitarbeitende müssen eventuell in Quarantäne, gleichzeitig wird jede Arbeitskraft benötigt. Um sowohl den Infektionsschutz durch einen adäquaten Umgang mit Kontaktpersonen weiterhin zu gewährleisten als auch die medizinische Versorgung bei einem möglichen Personalmangel zu sichern, hat das RKI Handlungsoptionen für solche Situationen eröffnet. Diese Hinweise gelten im Fall eines relevanten Personalmangels, also wenn die adäquate Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet werden kann. Deren Anwendung sollte möglichst gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele vorgenommen werden. Mehr

 


 

Praxisschließungen (Stand 23.03.2020)

Sowohl die veranlassten Schulschließungen als auch potentielle Quarantänemaßnahmen können zu reduziertem Praxisbetrieb oder zu Praxisschließungen sowie zu einer Gefährdung des Betriebs des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes führen. Um einen Überblick über die Versorgungssituation zu haben und gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können, um gefährliche Versorgungsengpässe zu vermeiden, benötigen wir unbedingt Ihre Rückmeldung.


Bitte füllen Sie den Online-Fragenbogen im Online-Portal der KV Hamburg aus. Der Online-Fragebogen befindet sich unter der Rubrik „Coronavirus“. Bitte loggen Sie sich wie gewohnt mit Ihrem persönlichen Zugangsdaten ins Online-Portal und klicken Sie auf die Rubrik “Coronavirus“. Bitte füllen Sie das Online-Formular aus und klicken aus „Absenden“. Der Zugang zum Online-Portal der KV Hamburg ist über das  
WebNet“ (https://www.ekvhh.de) und über „Sichere Netz der KVen“ (https://portal.kvhh.kv-safenet.de/eHealthPortal) erreichbar.

 

Sollten Sie gezwungen sein, Ihre Praxis zu schließen, weil Sie in häusliche Quarantäne müssen oder Ihr Praxispersonal aus diesem Grund nicht mehr zur Arbeit kommen kann, ist es nicht notwendig, eine Vertretung zu organisieren.

 

 


 

Anspruch auf Entschädigung (Stand 20.03.2020)

Ärzte und Psychotherapeuten haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird (§ 56 Infektionsschutzgesetz). Anspruch haben sowohl Praxisinhaber als auch angestellte Mitarbeiter. Details und Zuständigkeiten finden Sie in dieser KBV-Praxisinformation.

 


 

Sonderrufnummer Corona-Hotline (Stand 23.03.2020)

Die von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) eingerichtete Corona-Hotline unter der Rufnummer 040/4 28 28 4000 ist u.a. auch mit ärztlichem Personal besetzt und bietet neben Bürgerinnen und Bürgern auch Ärztinnen und Ärzte wichtige Informationen zum Beispiel zur Verdachtsabklärung und vermittelt ggf. weiter.

 

Beachten Sie die auf der Homepage des RKI veröffentlichte Orientierungshilfe zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

 

 


 

Ambulantes Management (23.03.2020)

Zur Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung und bestmöglichen Verhinderung einer Weiterverbreitung von Infektionen in der Bevölkerung, bietet sich die Behandlung von bestätigten COVID-19-Patienten in der stationären Versorgung an. Die stationären Kapazitäten sollen dabei nur in notwendigen Fällen genutzt werden. Bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen und auf individueller Basis ist ein alternatives Vorgehen in der ambulanten Betreuung zu erwägen.

 

Das RKI hat hierzu Kriterien aufgestellt und macht Empfehlungen zur Unterbringung und Kontaktverhinderung, zu Hygienemaßnahmen, Reinigung und Desinfektion, zum Vorgehen bei Zunahme der Beschwerden einschließlich Selbstmonitoring von Haushaltsangehörigen. Details

 

 


 



 

Merkblatt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Dringende Empfehlungen für Einreisende und Rückkehrende aus Risikoregionen

 

PDF

 

 

Das Merkblatt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz für Einreisende und Rückkehrer aus Risikogebieten gilt hinsichtlich seiner Empfehlungen auch für freiberuflich tätige Ärzte. Für den Fall einer Vertretung beachten Sie bitte die notwendigen Anzeigen bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Für den Fall einer Praxisschließung aufgrund der Empfehlungen bestehen keinerlei Entschädigungs- oder Ausgleichsansprüche gegenüber der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg oder der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. Es handelt sich nicht um eine behördliche Anordnung nach Infektionsschutzgesetz.