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Informationen zum TSVG

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ist Mitte März vom Deutschen Bundestag nach 3. Lesung verabschiedet worden. Das Gesetz enthält zu unterschiedlichsten thematischen Bereichen eine Vielzahl an Neuregelungen, die Auswirkungen auf die vertragsärztliche und vertragspsychotherapeutische Versorgung haben.
Mit dem TSVG sind Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten verpflichtet worden, ihre Sprechstunden, ihre offenen Sprechstunden sowie die Angaben zur Barrierefreiheit des jeweiligen Praxisstandortes der KV zu übermitteln. Um Ihnen dies zu erleichtern und die Angaben systematisch erfassen zu können, stellt die KV Hamburg im Onlineportal ein entsprechendes digitales Tool zur Verfügung, das es Ihnen erlaubt, die Daten für Ihre Praxis einzugeben und aktualisieren zu können. Nähere Erläuterungen können Sie der unten stehenden Praxisinformation "Sprechstunden und Barrierefreiheit" entnehmen.

Nachfolgend stehen Ihnen alle aktuellen Informationen rund um das TSVG zur Verfügung.

 

 

Information


09.03.2020

Eingabe der Sprechstunden, der offenen Sprechstunden und der Angaben zur Barrierefreiheit im Onlineportal

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sind die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten verpflichtet worden, ihre Sprechstunden, ihre offenen Sprechstunden sowie die Angaben zur Barrierefreiheit des jeweiligen Praxisstandortes der KV zu übermitteln. Um Ihnen dies zu erleichtern und die Angaben systematisch erfassen zu können, stellt die KV Hamburg ab sofort im Onlineportal ein entsprechendes digitales Tool zur Verfügung, das es Ihnen erlaubt, die Daten für Ihre Praxis einfach einzugeben und jederzeit zu aktualisieren.
 

27.08.2019

Nicht vergessen: Ab dem 01.09.2019 Kennzeichnung der TSS-Terminfälle

Zum 01.09.2019 tritt die Zuschlagsregelung bei einem TSS-Terminfall in Kraft. Hierbei können Zuschläge in Höhe von 50 %, 30 % oder 20 % abgerechnet werden. Die jeweilige Höhe des Zuschlages richtet sich danach, wann der Patient das erste Mal die Terminservicestelle kontaktiert hat. Damit Sie den korrekten Zuschlag zuordnen können, wird ab dem o. g. Zeitpunkt in der Termindatenbank der TSS das Datum der Kontaktaufnahme des Patienten hinterlegt. Dieses wird zum einen bei den Patientendaten hinterlegt (unter dem gebuchten Termin) oder zum anderen – sofern Sie diese Funktion aktiviert haben – in der Benachrichtigungsfunktion, die Sie per E-Mail/Fax erhalten.
Im Einzelfall kann es bei Terminen, die von der TSS vor dem 01.09. vergeben wurden, allerdings erst nach dem 01.09. stattfinden, vorkommen, dass noch kein Datum der Kontaktaufnahme bei der TSS hinterlegt ist. In diesem Fall kontaktieren Sie bitte unser Infocenter unter der Telefonnummer 040 – 22 802 900.

 


16.08.2019

Rolle rückwärts bei TSVG-Bereinigungen

Völlig überraschend hat der Bewertungsausschuss auf Bundesebene die Bereinigungsregeln zum „Terminservice- und Versorgungsgesetz“ (TSVG) rückwirkend geändert. Nun beginnen die Bereinigungszeiträume doch mit Inkrafttreten der jeweiligen Bestimmung. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Die extrabdugetär gestellten Leistungen für Patienten, die über die Terminservicestelle (TSS) zugewiesen wurden oder für die der Hausarzt einen Termin beim Facharzt vereinbart hat, werden vom 11.5.2019 bis zum 11.5.2020 bereinigt.
  • Für extrabudgetär gestellte Leistungen bei Patienten, die neu sind oder in die offene Sprechstunde kommen, beginnt der Bereinigungs-zeitraum am 1.9.2019 und dauert bis zum 1.9.2020.
  • Für den „TSS-Akutfall“ bleibt es bei dem Bereinigungszeitraum vom 1.1.20 bis 1.1.21.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und den darauf basierenden Regeln unseres Honorarverteilungsmaßstabes findet die Bereinigung nur bei den Ärzten statt, die TSVG-Fälle abrechnen. Bei ihnen wird in den jeweiligen Quartalen des folgenden Jahres für jeden TSVG-Fall das ILB um den Betrag reduziert, den der Fall ausgelöst hätte, wäre er innerhalb des Budgets abgerechnet worden („Netto-Bereinigung“).
Nach jeweils vier Quartalen ist die Bereinigung beendet. Alle ab dem „5.Quartal“ abgerechneten TSVG-Fälle werden ohne Kürzung des ILB zu 100 Prozent nach der Hamburger Gebührenordnung vergütet.
Die „Rolle rückwärts“ des Bewertungsausschusses hat eine Reihe von Detailfragen ausgelöst, die zur Zeit noch auf der Bundesebene konsentiert werden. Sobald wir die Informationen vorliegen haben, werden wir sie auf unserer Homepage veröffentlichen. Die KV Hamburg hat darüber hinaus allen Fachgruppen und Kreisobleuten angeboten, vor Ort das TSVG im Detail vorzustellen. Eine Liste der Veranstaltungen finden Sie ebenfalls unter dem angegebenen Link.

 


13.08.2019

TSS-Terminvermittlung: Ab dem 01.09.2019 sind neue Zuschläge berechnungsfähig

Zur Abrechnung der zeitgestaffelten Zuschläge für TSS-Patienten ab 1. September stehen jetzt die Gebührenordnungspositionen sowie weitere Details der Abrechnung fest. Für die extrabudgetären Zuschläge auf die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale gibt es pro Arztgruppe jeweils eine neue Gebührenordnungsposition (GOP). Ärzte und Psychotherapeuten rechnen sie ab, wenn Patienten über die Terminservicestellen in die Praxis kommen. Die Höhe des Zuschlags wird je nach Länge der Wartezeit auf den Termin wie folgt gekennzeichnet:

Termin innerhalb von acht Tagen = Kennzeichnung „B“ (Zuschlag von 50 %)
Termin innerhalb von neun bis 14 Tagen = Kennzeichnung „C“ (Zuschlag von 30 %)
Termin innerhalb von 15 bis 35 Tagen = Kennzeichnung „D“ (Zuschlag von 20 %)

Das Kennzeichen „A“ wird gesetzt, wenn es sich um einen „TSS-Akutfall“ handelt. Voraussetzung ist, dass der Patient innerhalb von 24 Stunden einen Termin beim Arzt erhält und dass am Telefon der 116117 eine medizinische Ersteinschätzung erfolgt ist. Diese Regelung tritt erst ab dem 01.01.2020 in Kraft.

Damit Praxen wissen, mit welchem Buchstaben der Zuschlag gekennzeichnet werden muss, teilt die Terminservicestelle ab dem 1. September per TSS-Termindatenbank oder Buchungsbenachrichtigung den Tag mit, an dem sich der Patient an die TSS gewandt hat.

Eine Auflistung der neuen Gebührenordnungspositionen je nach Fachgruppe finden Sie hier.

 


08.08.2019

Wichtiger Hinweis zum HA-Vermittlungsfall – 4-Tage-Regelung gilt seit 06.08.2019

Am 05.08.2019 wurde im Deutschen Ärzteblatt die Aufnahme des § 17 a in den Bundesmantelvertrag der Ärzte verkündet. Das bedeutet, dass der vom Hausarzt vermittelte Termin seit dem 06.08.2019 innerhalb eines Zeitraums von vier Kalendertagen nach Feststellung der Behandlungsnotwendigkeit durch den Hausarzt liegen muss, damit der Facharzt die Leistungen, die sonst in das Budget fallen würden, extrabudgetär vergütet bekommt. Gleiche Frist gilt ab dem 01.09.2019 für den Zuschlag, den Hausärzte für eine Terminvermittlung erhalten. Jedoch wird der Zuschlag auch dann gewährt, wenn der Termin beim Facharzt vom Patienten nicht wahrgenommen wird. Als erster Zähltag gilt der Tag nach Feststellung der Behandlungsnotwendigkeit. Wird bei einem Patienten z. B. an einem Montag festgestellt, dass eine dringende Behandlung beim Facharzt erforderlich ist, so muss der Termin spätestens am Freitag stattfinden.
An dieser Stelle möchten wir erneut darauf hinweisen, dass die Leistungen im Rahmen des HA-Vermittlungsfalls nur dann für Fachärzte extrabudgetär vergütet werden können, wenn für den vermittelten Patienten eine durch den Hausarzt ausgestellte Überweisung vorliegt. Weitere Informationen zum HA-Vermittlungsfall stehen Ihnen auf der Homepage der KBV zur Verfügung.