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19.04.2008

Stellungnahme der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg zum Bericht der der Hamburger Morgenpost vom 19.04.2008

Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg weist nachdrücklich darauf hin, dass die ärztliche Versorgung der Patienten im Ärztlichen Notfalldienst von qualifizierten und fachlich kompetenten Ärzten und Ärztinnen erfolgt, die ihre Patienten verantwortungsvoll versorgen.Der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg werden gelegentlich Beschwerden im Zusammenhang mit der Tätigkeit einzelner Ärzte im Notfalldienst der KV Hamburg bekannt. Wir gehen allen Beschwerden nach und sind dazu regelmäßig mit der Ärztekammer und der Gesundheitsbehörde im Gespräch. Wir bitten die Beschwerdeführer uns ihre Informationen zur Verfügung zustellen, damit wir auch in diesen Fällen aktiv werden können.

„Wir sind froh darüber, dass in der hausärztlichen Versorgung in Finkenwerder jetzt wenigstens der status quo ante wieder hergestellt ist“,  kommentierte KV-Vorsitzender Dieter Bollmann die Entwicklung. Gleichzeitig teilte er mit, dass die KV den Antrag auf Sonderzulassung eines  weiteren Hausarztes in Finkenwerder nachdrücklich befürwortet hat: „Über diesen Antrag entscheiden wird der  Zulassungsausschuss im Mai.“

Im Zusammenhang mit den Vorkommnissen in Finkenwerder übte der stellvertretende KV-Vorsitzende Walter Plassmann scharfe Kritik an der  Vorgehensweise des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), das den hausärztlichen Sitz in Finkenwerder gekauft und in die Innenstadt  verlegt hat. „Dieser Vorgang sei umso unverständlicher, da das MVZ von einer großen Ersatzkasse unterstützt wird, die gerade in Finkenwerder  einen hohen Anteil der Versicherten stelle“, so Plassmann: „Wenn der vom Gesetzgeber ausgerufene Weg in den Wettbewerb die tatsächlichen  Versorgungsnotwendigkeiten derart außer Acht lässt, dann müssen wir uns fragen, ob das der richtig Weg ist.“ Plassmann forderte in diesem  Zusammenhang mehr Möglichkeiten für die KV, auf Bedarfsnotwendigkeiten zu reagieren.