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28.05.2010

Navigator weckt trügerische Hoffnungen - KV Hamburg ruft zu kritischem Umgang mit „Ärzte-TÜV“ der AOK auf – KV-Arztsuche enthält dagegen objektive Informationen

Vor falschen Hoffnungen bei der Nutzung des „AOK-Arztnavigators“ warnt die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg.  „Den ‚besten Arzt’ werden Sie in diesem Portal nicht finden“, konstatiert Dr. Michael Späth, Vorsitzender der KV-Vertreterversammlung. Denn der Erfolg einer medizinischen Behandlung sei im wesentlichen von der Interaktion zwischen Arzt und Patient abhängig.

Späth: „Das zeigen wissenschaftliche Studien immer wieder – aber genau das lässt sich in einem Fragebogen nicht abbilden.“ Deshalb weiche die AOK ja auch auf Service-Kriterien aus. „Wie wichtig einem Patienten die Praxis-Atmosphäre ist, muss jeder für sich selbst entscheiden“, so Späth, „mit dem ‚besten Arzt’ hat es jedenfalls nichts zu tun.“

Der KV-Vorsitzende Dieter Bollmann weist darüber hinaus darauf hin, dass die KV Hamburg objektive Informationen über die niedergelassenen Ärzte und Psychologen bereitstelle: „Mit Hilfe unserer Arztsuche unter www.kvhh.de kann jeder erfahren, über welche Qualifikationen und Spezialisierungen ein Arzt oder Psychologe verfügt.“ Diese Qualifikationen würden regelmäßig überprüft: „Unser Suchportal enthält belastbare Fakten, keine subjektiven Meinungen.“

Trotz dieser Vorbehalte konzediert die KV Hamburg aber, dass die AOK sich große Mühe gegeben habe, Manipulationen und Denunziationen zu erschweren. „Verglichen mit anderen, vor allem kommerziellen Portalen kann sich der AOK-Arztnavigator sehen lassen“, urteilt KV-Vize Walter Plassmann, der die KV im „Wissenschaftlichen Beirat“ zum Arztnavigator vertritt. So sei die Möglichkeit, dass ein Arzt einer Bewertung widersprechen oder sie ganz sperren lassen könne, zu begrüßen. Aber auch hierbei sei Vorsicht angebracht: „Viele Ärzte werden einer Bewertung widersprechen, weil sie keine Patienten mehr annehmen können und deswegen an einer positiven Darstellung gar kein Interesse haben“, so Plassmann. Diese Erfahrung habe die KV bereits beim Aufbau der eigenen Arztsuche gemacht. Genau das könnten aber gerade die „besten Ärzte“ sein.

 

 

weiterführende Informationen

Gutachten des Ärztlichen Zentrums für Qualität (ÄZQ)

 

Qualitäts-Checkliste


 





  

Späth: „Das zeigen wissenschaftliche Studien immer wieder – aber genau das lässt sich in einem Fragebogen nicht abbilden.“ Deshalb weiche die AOK ja auch auf Service-Kriterien aus. „Wie wichtig einem Patienten die Praxis-Atmosphäre ist, muss jeder für sich selbst entscheiden“, so Späth, „mit dem ‚besten Arzt’ hat es jedenfalls nichts zu tun.“

Der KV-Vorsitzende Dieter Bollmann weist darüber hinaus darauf hin, dass die KV Hamburg objektive Informationen über die niedergelassenen Ärzte und Psychologen bereitstelle: „Mit Hilfe unserer Arztsuche unter www.kvhh.de kann jeder erfahren, über welche Qualifikationen und Spezialisierungen ein Arzt oder Psychologe verfügt.“ Diese Qualifikationen würden regelmäßig überprüft: „Unser Suchportal enthält belastbare Fakten, keine subjektiven Meinungen.“

Trotz dieser Vorbehalte konzediert die KV Hamburg aber, dass die AOK sich große Mühe gegeben habe, Manipulationen und Denunziationen zu erschweren. „Verglichen mit anderen, vor allem kommerziellen Portalen kann sich der AOK-Arztnavigator sehen lassen“, urteilt KV-Vize Walter Plassmann, der die KV im „Wissenschaftlichen Beirat“ zum Arztnavigator vertritt. So sei die Möglichkeit, dass ein Arzt einer Bewertung widersprechen oder sie ganz sperren lassen könne, zu begrüßen. Aber auch hierbei sei Vorsicht angebracht: „Viele Ärzte werden einer Bewertung widersprechen, weil sie keine Patienten mehr annehmen können und deswegen an einer positiven Darstellung gar kein Interesse haben“, so Plassmann. Diese Erfahrung habe die KV bereits beim Aufbau der eigenen Arztsuche gemacht. Genau das könnten aber gerade die „besten Ärzte“ sein.