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27.02.2012

Milliardenüberschüsse bei den Kassen ... aber kein Geld für die Basisversorgung?

Der ambulanten Versorgung in Hamburg sind während der vergangenen fünf Jahre im Vergleich zur Bundesentwicklung rund 50 Millionen Euro vorenthalten worden. Gleichzeitig ist der Behandlungsbedarf angestiegen. 

Dies trifft insbesondere die patientennahe Basisversorgung durch Haus- und Fachärzte.

„Das Geld darf nicht länger zurückgehalten werden“, sagt Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. „Wir müssen die Basisversorgung sichern“, so Hofmeister. „Und dafür brauchen wir eine anständige Finanzierung.“

„Das Geld hierfür ist bei den Krankenkassen vorhanden“, konstatiert Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, „und muss nun für die medizinische Versorgung eingesetzt werden.“ Späth weist darauf hin, dass den Praxen per Gesetz ein Sparbeitrag abverlangt worden war, weil ein milliardenschweres Defizit der Krankenkassen erwartet wurde. „Das Gegenteil ist eingetreten“, so Späth. 

Nach einer neuen Auswertung haben die gesetzlichen Krankenkassen einen Geldvorrat von 20 Milliarden Euro angelegt. „Nun muss das Spardiktat ein Ende haben“, so Späth und Hofmeister.

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung  Hamburg hat hierzu am 16. Februar 2012 entsprechende Resolutionen verabschiedet.