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27.06.2012

KV startet Unterschriften-Kampagne gegen Praxisgebühr

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Hamburg starten heute eine Unterschriften-Kampagne zur Abschaffung der Praxisgebühr. „Damit unterstützen wir auch den Vorstoß von Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks bei der heutigen Gesundheitsministerkonferenz“, erläutert Dieter Bollmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

In den Praxen der Hansestadt hängen nun Poster, die für die Abschaffung der Gebühr werben, die Patienten können Informationsmaterial mitnehmen und sich in Unterschriftenlisten eintragen, in denen sie das Ende der Praxisgebühr fordern. Die Kampagne ist Teil einer bundesweiten Aktion aller KVen.

„Die Praxisgebühr war von Anfang an falsch konzipiert“, so Bollmann, „sie konnte keine Lenkungswirkung entfalten und hat es ja auch niemals.“ Mittlerweile sei sie zu einem reinen Finanzierungsbestandteil der Krankenkassen verkommen, der mit enorm hohem bürokratischem Aufwand eingetrieben werden müsse. „Die Ärzte müssen hohe Bargeldbestände verwalten, die Abrechnung ist verkompliziert und die vorgeschriebenen Mahnverfahren führen zu großem Ärger bei den Betroffenen“, so Bollmann weiter. Die Hausärzte klagten zudem, dass regelmäßig zu Quartalsbeginn eine Unmenge von Überweisungsscheinen ausgestellt werden müssten

Bollmann fordert deshalb den Wegfall der Praxisgebühr: „Die Mittel sind derzeit vorhanden, jetzt sollten wir auch einmal den Mut haben, Bürokratie-Abbau ernst zu nehmen.