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31.01.2012

KV Hamburg engagiert sich im Kampf gegen "Killerkeime" - MRSA

Dauerhafter Erfolg nur möglich bei Einbeziehung von Krankenhäusern und Pflegeheimen

Die KV Hamburg begrüßt, dass der Kampf gegen „Killerkeime“ verstärkt wird. Ab dem 1. April erhalten niedergelassene Ärzte die Möglichkeit, Diagnostik und Behandlung von multiresistenten Erregern (MRSA) in der ambulanten Versorgung zu erbringen.

„Das sind wichtige Voraussetzungen für die Verminderung von Infektionen“, so Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der Vertreterver-sammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, „aber das kann nur ein erster Schritt sein, Krankenhäuser und Pflegeheime müssen einbezogen werden, wollen wir die Ausbreitung der Keime wirklich zurückdrängen.“

Ein echter Erfolg benötige klar definierte Schnittstellen und standardisierte Verfahren in allen Sektoren. Hier hätten, so Hofmeister weiter, die verschiedenen Versorgungs-bereiche noch erheblichen Abstimmungsbedarf. Eine Unterstützung der Arbeit der niedergelassenen Ärzte durch die Gesundheitsämter wäre ein wichtiger Schritt zum Erfolg. So könnten diese Netzwerke in den Stadtteilen schaffen und koordinieren.

In der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren,  damit die neue Leistung ab dem 1.April erbracht werden kann.

Zum Hintergund: Multiresistente Erreger stellen weltweit eines der größten Probleme für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland sterben jährlich etwa 10.000 Menschen an den Folgen solcher Infektionen, die vor allem im Krankenhaus und in Pflegeheimen auftreten. Bisher konnte eine Diagnostik und Behandlung von infizierten Patienten im ambulanten Versorgungsbereich nicht abgerechnet werden.