Zur Startseite
Klicken, um zum Anfang der Seite zu springen
13.11.2008

Krankenkassen kürzen Gelder

Die Krankenkassen haben bei dem Schiedsamtsverfahren zur Vergütung 2009 verlangt, die Honorare der Vertragsärzte und –psychotherapeuten abzusenken. Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg hat diesen Vorschlag empört zurückgewiesen.

„Seit Monaten wird unseren Mitgliedern zugesagt, die finanzielle Ausstattung der ambulanten Versorgung zu verbessern,“ erklärt Dieter Bollmann, Vorsitzender  er Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, „wir können unter gar keinen Umständen akzeptieren, dass diese Zusage in ihr Gegenteil verkehrt wird.“ Das Schiedsamt hat in seiner ersten Sitzung hierzu keine Beschlüsse gefasst. Zum Hintergrund:

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wird die Struktur der vertragsärztlichen Vergütung in 2009 deutlich verändert. Diese Veränderung ist mit einer Erhöhung der finanziellen Mittel verbunden. Auf der Bundesebene wurden hierfür die Rahmenvereinbarungen getroffen, die bundesweit eine Anpassung um zehn Prozent und in Hamburg um 8,7 Prozent vorsehen. Die Umsetzung auf der Landesebene haben die Krankenkassen aber dazu genutzt, die Bedingungen so zu verändern, dass statt der zugesagten Erhöhung eine Absenkung um ca. zwei Prozent zu erwarten wäre.

„Diesen offenbar kühl kalkulierten Betrug werden wir niemals hinnehmen“, kündigte Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg an. Er schloss Kampfmaßnahmen der Ärzte und Psychotherapeuten nicht aus: „Das werden sich die Kollegen nicht bieten lassen.“