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12.09.2012

Kein Grippe-Impfschutz für Hamburger Patienten? Sparwut statt Versorgung

Die Sparwut der Krankenkassen treibt gefährliche Blüten: Die Hamburger Vertragsärzte können ihre Patienten derzeit nicht gegen Grippe impfen. Es steht kein Grippeimpfstoff zur Verfügung - und wann sich das ändert, ist völlig unklar.

Hintergrund ist: Die gesetzlichen Krankenkassen haben mit einer Pharmafirma einen exklusiven Liefervertrag geschlossen, um kostengünstig Grippeimpfstoff für Hamburg zu erwerben. Diese Firma kann den Impfstoff aber derzeit nicht liefern. Bei einem für gestern von Apothekern und Ärzten angesetzten Gespräch zur Lösung des drängenden Problems waren weder die für die Verhandlung zuständige Kasse noch die betroffene Firma anwesend. 

„Das ist ein Skandal!“, bewertet Dr. Stephan Hofmeister, stellvertetender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, die Situation.

„Wir fordern eine sofortige, praktikable und unbürokratische Lösung unter Ausschluss einer Kostenhaftung der Kassenärzte, um unverzüglich beginnen zu können, unsere Patienten in Hamburg mit dem nötigen Impfschutz zu versehen.“ So gehe Versorgung nicht. Kostenreduktion dürfe nicht die Versorgungssicherheit gefährden.