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06.10.2010

Hamburger Ärzte gehen leer aus

Die mehr als 4000 Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten sollen im kommenden Jahr von der auf Bundesebene vereinbarten Honorarmengenanhebung um 500 Millionen Euro ausgeschlossen werden.

Neben Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist Hamburg eine von drei Regionen, die benachteiligt werden. Damit wird die gesundheitliche Versorgung tendenziell schlechter.

„Wir teilen die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass wegen der demographischen Entwicklung und der steigenden Morbidität jährlich 3% - 5% mehr an Leistungen zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung notwendig sind, um das bewährte Versorgungsniveau zu erhalten“, beschreibt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Dieter Bollmann, die Situation, „ ohne eine angemessene Beteiligung auch der Hamburger Ärzte an der bundesweiten Honorarentwicklung wird es in Hamburg jedoch überproportionale Leistungseinschränkungen geben“.

Dennoch müssen auch die Hamburger Versicherten die höheren Beiträge zur Krankenversicherung zahlen – im Ergebnis also mehr zahlen für relativ weniger Leistung.

Zur Information: Aufgrund gesetzlicher Regelung werden zusätzlich für das kommende Jahr zur Verfügung gestellte Finanzmittel (Ausnahme: Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern) ausschließlich zur Vergrößerung der bezahlten Menge ärztlicher Leistungen eingesetzt; die Preise der einzelnen Leistungen sind seit 2009 unverändert und werden bis einschl. 2012 unverändert bleiben.