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17.12.2008

„Atriomed“ reißt erneut Versorgungslücke

Schon wieder führt die aggressive Abwerbung des Medizinischen Versorgungszentrums „Atriomed“ zu einer Versorgungslücke.
die aggressive Abwerbung des Medizinischen Versorgungszentrums „Atriomed“ zu einer Versorgungslücke


In Billstedt wurde die Praxis eines Lungenfacharztes aufgekauft; sie wird zum Jahreswechsel in die MVZ-Räumlichkeiten in Winterhude verlegt.  Und wieder muss sich die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg darum bemühen, diese Lücke durch die Anwendung einer Sonderregelung zu schließen.


KV-Vize Walter Plassmann: „Es werden also wieder die Gelder der niedergelassenen Ärzte sein, die die Geschäftspolitik einer Krankenkasse finanzieren müssen. "Bekanntlich unterstützt die Techniker Krankenkasse das MVZ auf dem Gelände der Kampnagelfabrik.  Schon im Frühjahr hatte das MVZ für Unruhe gesorgt, weil es einen Hausarztsitz auf Finkenwerder aufgekauft und verlegt hatte. Auch damals musste eine „Sonderbedarfszulassung“ die Lücke schließen.

 

Plassmann: „Diese Vorgehensweise macht gleich mehrere Probleme:  Es werden Lücken gerissen in Stadtteilen, die nicht so gut versorgt sind, während anderswo, wo ausreichend Versorgung vorhanden ist, ein Überangebot provoziert wird, das dann zu einem ungesunden Verdrängungswettbewerb führt.“ Es sei schwer erträglich, dass diese  Entwicklung  mit Krankenkassengeldern finanziert würden, die eigentlich für die Versorgung der Bevölkerung aufgebracht würden und nicht dafür, Marketinggags zu verwirklichen. Es helfe auch nicht, wenn die TK jetzt ihre Versicherten stadtweit auffordere, in das MVZ in Winterhude zu gehen.

In Billstedt wurde die Praxis eines Lungenfacharztes aufgekauft; sie wird zum Jahreswechsel in die MVZ-Räumlichkeiten in Winterhude verlegt.  Und wieder muss sich die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg darum bemühen, diese Lücke durch die Anwendung einer Sonderregelung zu schließen.

KV-Vize Walter Plassmann: „Es werden also wieder die Gelder der niedergelassenen Ärzte sein, die die Geschäftspolitik einer Krankenkasse finanzieren müssen. "Bekanntlich unterstützt die Techniker Krankenkasse das MVZ auf dem Gelände der Kampnagelfabrik.  Schon im Frühjahr hatte das MVZ für Unruhe gesorgt, weil es einen Hausarztsitz auf Finkenwerder aufgekauft und verlegt hatte. Auch damals musste eine „Sonderbedarfszulassung“ die Lücke schließen.

Plassmann: „Diese Vorgehensweise macht gleich mehrere Probleme:  Es werden Lücken gerissen in Stadtteilen, die nicht so gut versorgt sind, während anderswo, wo ausreichend Versorgung vorhanden ist, ein Überangebot provoziert wird, das dann zu einem ungesunden Verdrängungswettbewerb führt.“ Es sei schwer erträglich, dass diese  Entwicklung  mit Krankenkassengeldern finanziert würden, die eigentlich für die Versorgung der Bevölkerung aufgebracht würden und nicht dafür, Marketinggags zu verwirklichen. Es helfe auch nicht, wenn die TK jetzt ihre Versicherten stadtweit auffordere, in das MVZ in Winterhude zu gehen.