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27.03.2009

Ärztevertreter wollen Selbstverwaltung zurück

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) – das höchste Organ der über 4.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Hamburg – hat sich hinter die Politik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gestellt. Dies betrifft insbesondere die Forderung nach Einführung einer Einzelleistungsvergütung und den Rückschnitt der überbordenden Gesetzesvorschriften. 

Darüber hinaus fordern die Vertreter, die Auswirkungen der Vergütungsreform abzuwarten, bevor über weitere Änderungen entschieden wird. „Die Politik muss sich entscheiden“, so begründete der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Dr. Michael Späth, die Resolution: „Will sie, dass wir den Sicherstellungsauftrag nun erfüllen oder nicht?“ Wenn die KVen weiterhin für freien Arztzugang, gesicherte Qualität und Behandlung auf Krankenversichertenkarte sorgen soll, muss sie auch die 
hierfür notwendigen Instrumente besitzen. „Es geht nicht an“, so Späth weiter, „dass das Gängelband, an dem die Politik uns führt, immer kürzer wird, während wir gleichzeitig gerügt werden, unsere Aufgaben nicht zu erfüllen.“

Das gleiche gelte für die Honorierung: „Seit Jahren muss das KV-System die Aufgabe erledigen, mit einer begrenzten Geldsumme ein unbegrenztes Leistungsversprechen zu erfüllen – das geht so nicht weiter.“ Beide Systeme müssten endlich aufeinander abgestimmt werden, was die Einführung der Einzelleistung notwendig mache. Dies sei schon lange überfällig. Späth wies darauf hin, dass die Geduld der Ärzte und Psychotherapeuten am Ende sei: „Wenn nach der Bundestagswahl auf unsere Forderungen nicht eingegangen wird, werden wir dieses System nicht mehr unterstützen.“