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23.06.2011

Ärzteparlament kritisiert Versorgungsstrukturgesetz

Hamburg benötigt keine neue spezialärztliche Versorgungsebene!

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung lehnt die Einführung einer neuen Versorgungsebene für „spezialärztliche Versorgung“ in der von der Regierung geplanten Form ab.

Die ambulante Medizin in Hamburg benötige keine privilegierte spezialärztliche Versorgung, heißt es in einer von der Vertreterversammlung verabschiedeten Resolution. Die hochqualifizierten Facharztleistungen würden bereits heute im ambulanten Bereich von niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen erbracht.

Das Ziel unserer Politiker sollte es sein, die bewährten Strukturen finanziell zu stärken. Eine weitere Öffnung der Klinikkonzerne für ambulante Leistungen werde zu einer Kostensteigerung bei gleichzeitiger Verschlechterung der wohnortnahen Versorgung mit Haus- und Fachärzten führen.

Dass die neue Versorgungsebene von der Gesundheitsbehörde administriert werden soll, stößt ebenfalls auf Kritik. Die Kassenärztliche Vereinigung besitze alle Information und das Know How, um die Organisation der Versorgung und die Vergütung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten wie bisher durchzuführen. Die Landesbehörde hier mit zusätzlichen Genehmigungsverfahren einbinden zu wollen, erhöht den Verwaltungsaufwand und sei nicht sachgerecht.

Außerdem forderten die Ärzte leistungsgerechte Honorare für alle Versorgungsebenen. Hier sollten für alle, egal ob ein Arzt niedergelassen oder im Krankenhaus arbeitet, die gleichen Bedingungen gelten.