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29.09.2020 Online-dienste

eArztbrief

Der herkömmliche Arztbrief auf Papier ist im Transport langsam, das Fax, bzw. eFax oder E-Mail ist zwar schneller, aber haftungs- und datenschutzrechtlich sehr kritisch.

Demgegenüber erlaubt der eArztbrief über die TI-Anwendung KIM (“Kommunikation im Medizinwesen”) eine schnelle, sichere und weitergehende Übermittlung qualitativ aussagekräftiger Informationen. Der Versand und Empfang ist aus dem PVS heraus möglich.

Der Gesetzgeber stellt an den eArztbrief besondere Sicherheitsanforderungen. So muss neben einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung der Nachricht und dem Versand oder Empfang über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) eine eindeutige Identifizierung des Absenders und Empfängers möglich sein. Darüber hinaus wird der eArztbrief von Ärzten und Psychotherapeuten mit dem elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) qualifiziert elektronisch signiert.

Die Krankenkassen zahlen für den Versand von eArztbriefen eine Betriebskostenpauschale von 23,40 Euro pro Quartal je Praxis. Ab 1. Juli 2020 erhalten Praxen eine Vergütung für das Übermitteln von eArztbriefen nur dann, wenn sie KIM einsetzen. Ein erster KIM-Dienst ist seit August 2020 verfügbar, weitere befinden sich im Zulassungsverfahren. Vorerst sind die Pauschalen für versendete und empfangene eArztbriefe noch über den KIM-Vorgängerdienst KV-Connect abrechenbar.