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09.10.2020

AU-Feststellung in Videosprechstunden ab sofort möglich: Beschluss in Kraft

Bereits im Juli 2020 hat der GBA beschlossen, dass Ärzte „künftig“ in Videosprechstunden bei ihren Patienten Arbeitsunfähigkeit feststellen und bescheinigen können. Dieser Beschluss ist jetzt in Kraft gesetzt, lediglich die Vergütung für die Zusendung der AU-Bescheinigung nach der Videosprechstunde wird noch beraten.

Voraussetzung für die Ausstellung einer AU aufgrund einer Videosprechstunde:

  1. Patient muss aufgrund früherer Behandlung in der Praxis persönlich bekannt sein
  2. Krankschreibung per Video kann bei erstmaliger Feststellung für maximal sieben Kalendertage ausgestellt werden. Danach muss der Patient die Praxis aufsuchen, falls er weiterhin krank sein sollte.
  3. Folgebescheinigung nur bei vorherigem Praxisbesuch, d. h. der Patient muss entweder für die Erstbescheinigung, oder aber spätestens für die Folgebescheinigung persönlich die Praxis aufsuchen. 
  4. Patienten haben keinen Anspruch: Der Arzt entscheidet, ob er in bestimmten Fällen eine AU-Bescheinigung ausstellt
  5. Aufklärung des Patienten: Der Patient ist im Vorfeld der Videosprechstunde über die eingeschränkten Möglichkeiten der Befunderhebung zum Zwecke der Feststellung der AU im Rahmen der Videosprechstunde aufzuklären.

Standard für die Feststellung einer AU bleibt auch weiterhin die unmittelbare persönliche ärztliche Untersuchung.