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30.09.2020 Corona / Sars-Cov-2

Veranlassung labordiagnostischer Untersuchungen (Stand 03.07.2020)

Die KBV hat mittlerweile mit den maßgeblichen Institutionen auf Bundesebene u.a. neue Formulare zur Veranlassung der Laboruntersuchungen vereinbart und festgelegt. Es handelt sich um das Muster 10C und das Muster OEGD.

Die uns bekannten vertragsärztlichen Labore in Hamburg, die eine -PCR-Diagnostik auf Sars-CoV-2 anbieten, finden Sie in folgender Übersicht.

Muster 10C und Muster OEGD

Beide Muster bestehen aus zwei Teilen: Ein Teil geht ausgefüllt an das Labor, der zweite Teil an die Person, die getestet wird. Sie enthalten einen QR-Code mit einer eindeutigen Identifikation (GUID). Er befindet sich auf beiden Teilen des jeweiligen Musters. Dieser GUID ermöglicht es, dass die beauftragten Labore das Laborergebnis anhand des QR-Codes anonymisiert auf den eingerichteten zentralen Laborserver einspeisen und die getesteten Personen über die Corona-Warn-App individuell ihr Testergebnis abfragen können. Aus diesem Grund dürfen keine Kopien des Formulars verwendet werden.

Das Muster 10C  wird künftig für alle nach RKI-Kriterien symptomatischen Patienten und für asymptomatische Patienten verwendet, die aufgrund eines Warnhinweises der offiziellen Corona-Warn-App getestet werden sollen (GKV-Leistungen). Das Muster 10C kann über den Webshop der KV Hamburg bestellt werden.

Das Muster OEGD, das ein zum Muster 10C ähnlichen Aufbau hat, wird für die Veranlassung von Testungen von asymptomatischen Patienten nach der Rechtsverordnung zum 2. Pandemiegesetz durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) oder beauftragte Dritte (z.B. Vertragsärzte) verwendet (Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds). Inwieweit auch in Hamburg Vertragsärzte durch den ÖGD beauftragt werden, entsprechende Tests zu veranlassen, wird derzeit mit der BAGSFI geklärt. Wir informieren Sie, sobald es eine regionale Vereinbarung gibt.

Eine Zusammenfassung, wer in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden kann, welches Formular genutzt werden muss und wie die Abrechnung erfolgt, finden Sie auf der Homepage der KBV.

Zur Testung auf das Coronavirus sind seit 1. Mai neben der RT-PCR auch andere Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren abrechnungsfähig.

Indirekter Erregernachweis mittels Antikörpertestung

Antikörpertests können bei COVID-19-typischer Symptomatik in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Insbesondere bei milden Verläufen ist ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt der direkte Erregernachweis mit einem PCR-Test nicht immer möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch serologische Verfahren nachgewiesen werden.

Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und muss in demselben Labor untersucht werden. Das Blut wird auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper (nicht IgA oder IgM!) untersucht.

Ein positiver Befund der serologischen Testung gilt als indirekter Erregernachweis. Der veranlassende Arzt und auch der Laborarzt müssen die Infektion – wie bei einem PCR-Test – namentlich dem Gesundheitsamt melden.

Eine Testung ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik beispielsweise zur Prüfung einer Immunität sollte nicht durchgeführt werden. Die Spezifität der Verfahren ist bei der niedrigen Prävalenz von SARS-CoV-2-Infektionen nicht ausreichend. Derzeit handelt es sich hierbei nicht um eine vertragsärztliche Leistung.

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Ziffer 88240. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der GOP 32641 berechnungsfähig.

Schnelltests können nicht abgerechnet werden.