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Was tut die KV Hamburg für Patienten?

Es gibt nur wenige direkte Berührungspunkte zwischen KV und Patient. Für den Bürger bleibt die Kassenärztliche Vereinigung meist unsichtbar. Nichtsdestotrotz ist jeder im System der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) beinah unmerklich mit deren Leistungen konfrontiert. Beispielsweise schließt die KVH zur besseren Versorgung der Patienten spezielle Verträge mit den Krankenkassen ab und organisiert den Notfalldienst. Sie stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast 1,8 Millionen Menschen im Raum Hamburg sicher. Die KVH gewährleistet zudem durch ihre Qualitätssicherung hohe medizinische Standards. Zu ihren Mitgliedern zählen ca. 4100 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte.
Zum besseren Verständnis möchten wir Ihnen deshalb das System der Gesetzlichen Krankenversicherung, sowie die Rolle der KV innerhalb dessen, erklären.

 

Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

 

Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) nehmen eine Schlüsselstellung im System der Gesetzlichen Kranken­versicherung ein. Grundlage ist das 5. Sozialgesetzbuch (SGB V). Das System basiert auf dem Solidarprinzip. Das bedeutet, dass jeder Versicherte die gleichen Leistungen erhält, unabhängig von Einkommen und Krankheitsrisiko. Daneben gilt das Sach­leistungs­prinzip: Leistungen stehen den Versicherten ohne Vorkasse zu.

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Die ärztliche Selbstverwaltung

Die KVH und damit die Ärzteschaft selbst – organisiert die ambulante medizinische Versorgung. Die Vertreter der niedergelassenen Ärzte (Vollversammlung, VV) wählt den Vorstand der KV. In elementaren Entscheidungen ist der Vorstand deshalb an die Beschlüsse der VV, und damit den versammelten Vertretern der Hamburger Ärzte, gebunden. Die ärztliche Selbsverwaltung kümmert sich zudem um die Qualitätssicherung und organisiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

 

 


 

Die Versorgungsplanung

Sinn und Zweck der Versorgungs- bzw. Bedarfsplanung ist es, zu gewährleisten, dass eine ausreichende Zahl an Ärzten in einer bestimmten Region vorhanden ist. Dies dient der Erfüllung des so genannten Sicherstellungsauftrages, den der Gesetzgeber den Kassenärztlichen Vereinigungen übertragen hat. Diese hat im Einvernehmen mit den Krankenkassen sowie im Benehmen mit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Zeitabständen von 3 Jahren einen Bedarfsplan zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung aufzustellen und der Entwicklung anzupassen. Die Landesausschüsse der Ärzte und Krankenkassen haben von Amts wegen festzustellen, ob eine Unter- oder Überversorgung vorliegt. Patientenvertreter haben dabei ein Mitberatungsrecht.

 

 


 

Die Qualitätssicherung

Die KVH überprüft die Leistungen, die niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten erbringen, fortlaufend auf ihre Qualität. Qualitätssicherungskommissionen begutachten gemeinsam mit den Fachleuten der KVH das ärztliche Handeln. Ziel der Qualitätssicherung ist es, eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. Nur Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten, die die geforderten Qualitätsstandards erfüllen, dürfen entsprechende Leistungen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erbringen und abrechnen.

 

 


 

Die Verträge

Bei einer Reihe von Erkrankungen hat sich eine besondere und die Schulmedizin ergänzenden Behandlungsform als hilfreich erwiesen. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses hat die KVH für die Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten mit den Krankenkassen Verträge geschlossen, um mit erweiterten Behandlungsmöglichkeiten eine gute Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Gesetzlich Krankenversicherte können in diesen Bereichen unter bestimmten Voraussetzungen erweiterte Leistungen in Anspruch nehmen.