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Behandlungsdaten - Wie kommt der Patient an seine Daten?

Sie benötigen für eine private Versicherung einen Überblick über Ihre erfolgten ambulanten Behandlungen? Dann stehen Ihnen zwei Wege zum Erhalt Ihrer Sozialdaten offen:
  • Zum einen können Sie Ihre Behandlungsdaten von Hamburger Ärzten und Psychotherapeuten direkt bei der KVH anfordern. Dafür kommen Sie persönlich in die KVH oder senden uns Ihre Anfrage per Post.
  • Der zweite Weg ist die Anfrage an Ihre Krankenkasse.

 

Ihre Anfrage an die KV Hamburg

Ihre Daten nur für Sie!  
Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) hat die Pflicht zu überprüfen, ob Sie, der Versicherte befugt sind, Zugang zu den Daten zu erhalten. Dafür müssen Sie sich ausweisen. Dies erfolgt  durch Vorlage des Personalausweises, Reisepasses oder Aufenthaltstitel. Die Anträge können persönlich in der KVH oder schriftlich per Brief gestellt werden.

Schriftliche Anträge erfordern eine Handunterschrift. Dem Antrag ist Kopie eines gültigen Ausweisdokumentes und der Versichertenkarte beizufügen. Das Ausweisdokument muss  folgende Angaben aufzeigen

  • Name, Vorname
  • Geburtsdatum, Geburtsort
  • Gültigkeitsdatum
  • Unterschrift

Alle übrigen Angaben sollten Sie schwärzen, dies gilt insbesondere für die auf dem Ausweis aufgedruckten Zugangs- und Seriennummern. Bitte scannen Sie den Personalausweis nicht ein.

Beauftragen Sie eine andere Person für Sie die Datenanforderung und Legitimation zu erledigen, so benötigt die KVH

  • eine Vollmacht für diese Person oder
  • die gerichtliche Betreuungsbestellung
  • eine Kopie Ihres Personalausweises und Ihrer Versichertenkarte

Welche Daten hat die KV Hamburg?
Die KV Hamburg kann die Behandlungsdaten der  letzten 5 Jahre zur Verfügung stellen. Die KV Hamburg hat  nur  Daten für die Behandlungen bei Hamburger Ärzten und Psychotherapeuten. Sollten Sie im abgefragten Zeitraum auch Ärzte in anderen Bundesländern aufgesucht haben, müssen Sie sich bitte an die für das jeweilige Bundesland  zuständige Kassenärztliche Vereinigung wenden. Über Krankenhausaufenthalte haben wir keine Informationen. Bitte wenden Sie sich deswegen an Ihre Krankenkasse oder direkt an das Krankenhaus.

Wie lange dauert’s?
Die Recherche der Daten wird ca. 1-2 Wochen in Anspruch nehmen. Die Unterlagen senden wir per Post nur an den Versicherten / Patienten oder seinen Betreuer.

Neue und alte Versichertennummer …
Die "neue" Versichertennummer ist die, auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGCard). Die „alte“ Versichertennummer benötigen wir, um Ihre Daten vor Einführung der eGCard abrufen zu können. Die „alte“ Versichertennummer bekommen Sie von Ihrer Krankenkasse. Sollte es die Krankenkasse nicht mehr geben, wenden Sie sich bitte an den Landesverband der Krankenkasse (BKK, vdek, AOK).

 

 

Ihre Anfrage an Ihre Krankenkasse

Auch die Krankenkassen haben gegenüber ihren Versicherten eine Auskunftspflicht und müssen ihren Versicherten eine Übersicht über die in Anspruch genommenen Leistungen erstellen (nach § 305 SGB V).
Informationen zu den Krankenhausbehandlungen oder den ärztlich verordneten und veranlassten Leistungen, wie die Verordnung von Heil- und Hilfsmittel, Verband- und Arzneimittel usw., liegen nur den Krankenkassen vor. Die Auskünfte müssen mindestens über den Zeitraum der zurückliegenden 18 Monate erstellt werden. Für genaue Auskünfte zur Anforderung Ihrer Daten wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.