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Individuelle Leistungsbudgets (ILB)

Mit dem neuen Verteilungsmaßstab ist auch eine neue Mengenbegrenzung vermacht. In den nachfolgenden Dokumenten informieren wir Sie über die Hintergründe, die Systematik und die neuen Informationsschreiben zu Ihrem ILB. Ferner stellen wir Ihnen die Arztgruppenwerte zur Verfügung, die die Grundlage für die Berechnung Ihrer ILB bilden.

Hinweis zu den ILB 1/2015 für Hausärzte:

Die Fallzahlen in den Arztpraxen schwanken von Quartal zu Quartal. Die neue Honorarverteilung wird dafür sorgen, dass die Honorare schneller der realen Versorgungssituation in den Praxen folgen. Sie ist ein Ausgleich für die gestiegene Arbeitsbelastung in den betroffenen Praxen und damit ein Stück weit gerechter. Alle Infos finden Sie im Merkblatt (Stand 22.12.2014).

Hinweis zu den ILB 1/2014:

Bitte beachten Sie, dass die dringenden Hausbesuche sowie die praxisklinischen Betreuungsleistungen derjenigen, die an der Onkologie-Vereinbarung teilnehmen, nicht in den ILBs enthalten sind. Diese Leistungen werden extrabudgetär vergütet.

 

Information


02.03.2017

VM-Änderung zu 2/2017: Keine ILB mehr für Humangenetikier, Strahlentherapeuten, MKG-Chirurgen und ermächtigte Einrichtungen

Ende März versendet die KV Hamburg, wie gewohnt, die Informationen über die Höhe der „Individuellen Leistungsbudgets“ (ILB) für das kommende Quartal 2/2017. Ausgenommen hiervon sind künftig vier Arztgruppen: Die Humangenetiker, Strahlentherapeuten, MKG-Chirurgen und Ermächtigte Einrichtungen.

Die Vertreterversammlung der KVH (VV) hat am 02.02.2017 beschlossen, für Ärzte, die den o. g. Gruppen angehören, keine ILB mehr zu errechnen. Der Grund ist, dass die ILB in Ihrer Arztgruppe aus strukturellen Gründen zu klein sind und damit zu starken Schwankungen unterliegen. Statt der ILB werden Arztgruppenkontingente ohne Vorwegabzüge gebildet. Daher werden Ärzte der o. g. Gruppen künftig in unserem Informationsschreiben über die Höhe der ILB nicht mehr enthalten sein und auch kein ILB mehr erhalten.

Die Vergütung der budgetierten Leistungen innerhalb Ihres Arztgruppenkontingentes erfolgt zu den Preisen des EBM, sofern hierfür ausreichende Mittel vorhanden sind. Andernfalls werden die Preise nach den verfügbaren Mitteln quotiert, sodass jeder Arzt innerhalb der entsprechenden Arztgruppe jede Leistung im Bereich der ILB nach dem Prinzip „Gleiches Geld für gleiche Leistung“, also mit der gleichen Auszahlungsquote vergütet bekommt. Werden die Mittel nicht ausgeschöpft, stehen sie für die Vergütung der Leistungen in Folgequartalen zur Verfügung.

Nach den Bestimmungen des § 87b Abs. 2 SGB V ist die KVH verpflichtet, dem Leistungserbringer eine Kalkulationssicherheit hinsichtlich der Höhe seines zu erwartenden Honorars zu ermöglichen. Da jedoch der Umsatz im Bereich der ILB in den betreffenden Arztgruppen eine untergeordnete Bedeutung in Relation zum Gesamtumsatz aufweist, kam es zu o. g. Beschluss der VV.

 


08.07.2016

Wichtige Information für die Facharztgruppen der Fachärztlichen Internisten, Rheumatologen, Gynäkologen und Urologen

Die individuellen Leistungsbudgets (ILB) einiger Ärzte in den Fachgruppen der fachärztlichen Internisten, Gynäkologen und Urologen haben sich vermindert. Dies bedeutet nicht, dass auch Ihr Honorar vermindert sein wird: Nach der ab 2016 geltenden Honorarvereinbarung wurden einige Leistungen aus der Budgetierung herausgenommen und extrabudgetär gestellt. Bei den fachärztlichen Internisten betrifft dies die Grundpauschalen der internistischen Rheumatologen (GOP 13690 bis 13692 EBM). Diese GOP wurden aus dem ILB herausgenommen und werden extrabudgetär zu den vollen Preisen des EBM vergütet, was zur Folge hat, dass das ILB kleiner wird. Bei den Gynäkologen und Urologen werden die neuen Zuschläge für Leistungen nach der Onkologie-Vereinbarung (GOP 99345 und 99315) neben den GOP 86510 und 86512 extrabudgetär zu den vollen Preisen des EBM vergütet. Aus diesem Grund sieht der Verteilungsmaßstab (VM) eine arztbezogene Bereinigung des ILB vor, so dass sich die ILB der betroffenen Ärzte entsprechend reduzieren. Im Ergebnis haben Sie dadurch – bei einer grundsätzlich gleichbleibenden Abrechnung –  ein höheres Honorar zu erwarten. Gleichzeitig wird der Anteil der budgetierten Leistungen am Gesamtumsatz kleiner. Die o. g. Maßnahmen treten rückwirkend zum 01.01.2016 in Kraft. Weitere Informationen können Sie der Honorarvereinbarung 2016 Ziffer 3.2. Abs. 2 Nummer 2 und Ziffer 4.38, dem Verteilungsmaßstab (VM) § 20 Abs. 3 sowie dem KVH Telegramm Ausgabe 35 vom 15.06.2016 entnehmen.