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Schutzimpfung

Diese Form der Prävention ist seit Jahrzehnten etabliert und ein wichtiger Beitrag zur globalen Eindämmung von ansteckenden Krankheiten. Die Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist maßgeblich für eine Verhinderung von Pandemien, die durch bekannte Erreger ausgelöst werden. Hier ist der Arzt als erster Ansprechpartner für den Patienten aufgerufen, die Impfbereitschaft durch Beratungsangebote zu erhöhen.

Weitere wichtige Informationen zum Thema erhalten Sie hier.

 

Gerne beantworten unsere Fachberater Ihre Fragen zu diesem Thema persönlich.

040-22802-571 bzw. -572 (Sekretariat)

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Information


08.01.2020

Berufsbedingte Impfungen und berufsbedingte Reiseimpfungen - Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie in Kraft

Ab dem 28,12. 2019 haben Versicherte Anspruch auf Leistungen für Schutzimpfungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung unabhängig davon, ob die Versicherten auch entsprechende Ansprüche gegenüber anderen Kostenträgern, beispielsweise dem Arbeitgeber aufgrund eines erhöhten beruflichen Risikos, haben.


Vom Bundesausschuss wurden neue Dokumentationsziffern für diese Impfungen festgelegt, die aufgrund einer beruflichen Indikation oder aufgrund eines beruflich oder durch eine Ausbildung bedingten Auslandsaufenthaltes durchgeführt werden.  Die Dokumentationsziffern werden wie bei den anderen Impfungen  zur Abrechnung der Impfleistung verwendet. Die bisherige Liste mit den Abrechnungsziffern Impfen wurde entsprechend aktualisiert.  Alle anderen Regelungen (Standard- und Indikationsimpfungen) bleiben unverändert.   


17.12.2019

Impfpflicht gegen Masern für bestimmte Gruppen (§20 Abs. 8-14 IfsG)

Aus aktuellem Anlass informieren wir darüber, dass die Bestimmung des Impftiters für Masern, in diesem Zusammenhang, keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist und vom Patienten privat gezahlt werden muss.

 

Die Nachweispflicht über einen ausreichenden Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder über eine Immunität gegen Masern gilt für

  • Kinder in Kitas und Schulen
  • Mitarbeitende in Kitas, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen
  • Tagesmütter
  • Bewohner und Mitarbeitende in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern

Was tun bei verlorenem Impfpass?

Ist der Patient nach eigener Aussage geimpft, empfehlen wir eine Anfrage an den Arzt, bei dem der Patient geimpft wurde (Aufbewahrungspflicht mind. 10 Jahre).  Bei unklarem Impfstatus oder unzureichendem Schutz (nur eine oder keine Impfung im Impfpass) wird empfohlen, vorab keine Antikörpertiter-Bestimmung, sondern gleich die Masern-Impfung durchzuführen.

 

Die STIKO empfiehlt keine Impfung für Personen, die vor dem 1.1.1971 geboren sind, deshalb ist von diesem Personenkreis auch kein Nachweis (im Sinne des Masernschutzgesetzes) zu erbringen.

 

Hintergründe und andere häufig gestellte Fragen finden Sie unter folgendem Link auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

 


 

13.12.2019

Grippeimpfstoff Saison 2020/21 jetzt bestellen! So verordnen Sie wirtschaftlich

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten in Hamburg auch für die nächste Saison die Möglichkeit der Bestellung von Grippeimpfstoffen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Apothekerverein e.V. an. Damit Sie Grippeimpfstoffe kostengünstig und in der bedarfsgerechten Menge beziehen können, haben uns die gesetzlichen Krankenkassen über folgende Verfahrensweise, die sie mit dem Apothekerverein Hamburg abgestimmt haben, informiert. Mehr

 


24.07.2019

UPDATE: Herpes Zoster Impfstoff Shingrix® wahrscheinlich erst wieder im August verfügbar

Die Firma GlaxoSmithKline (GSK) hat darüber informiert, dass es Verzögerungen in der Lieferkette gegeben hat, und deshalb die ursprünglich für Juli geplante Lieferung nun später als erwartet zur Verfügung steht. Weiter geht GSK davon aus, dass auch mittelfristig die Nachfrage größer als das Angebot an Impfstoff sein wird, so dass Verfügbarkeitsengpässe vorerst bestehen bleiben.

 

Zur Erinnerung: Die Stiko empfiehlt in dieser Situation bei noch vorhandenen Impfdosen prioritär die Patienten zu impfen, die bereits die erste Impfdosis erhalten haben. Da die zweite Impfdosis bei Shingrix für die hohe Wirksamkeit und den Langzeitschutz sehr wichtig ist, sollte diese laut Fachinformation idealerweise innerhalb des Intervalls von zwei bis sechs Monaten gegeben werden

 



15.05.2019

Klarstellung zur Abrechnung der Herper-Zoster-Impfung mit dem Totimpfstoff „Shingrix®“ in Hamburg

Es gab in Hamburg kurz Unsicherheit darüber, ob die Abrechnung der neuen Impfung schon unter die Regelungen der aktuellen Schutzimpfungsvereinbarungen fällt. Dies konnte jetzt mit den Kassen geklärt werden.  


Der Impfstoff Shingrix® kann nun doch – wie die anderen Impfstoffe für Impfungen, die zu den Pflichtleistungen der Kassen gehören -  über die Rezeptstelle Duderstadt als Impfbedarf angefordert werden  und die Impfleistung mit den Abrechnungsnummern 89128 A/B (Standardimpfung ab 60 Jahren) oder 89129 A/B (Indikationsimpfung ab 50 Jahren) abgerechnet werden.


Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 7. März, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Herpes-Zoster-Impfung mit dem Totimpfstoff Shingrix®in die Schutzimpfungsrichtlinie aufzunehmen, ist am 2. Mai 2019 in Kraft getreten. Somit ist die Impfung jetzt Pflichtleistung aller Krankenkassen.

Die STIKO empfiehlt die allgemeine Anwendung des adjuvantierten Herpes Zoster-subunit-(HZ/su)-Totimpfstoff als Standardimpfung zur Verhütung von Herpes Zoster, seinen Komplikationen und Spätfolgen ab einem Alter von 60 Jahren.


Für Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung für das Auftreten eines Herpes Zoster empfiehlt die STIKO eine Indikationsimpfung schon ab 50 Jahren.

Zu den Grunderkrankungen, bei denen die STIKO eine erhöhte Gefährdung sieht, zählen beispielsweise

  • Angeborene bzw. erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • Rheumatoide Arthritis
  • Systemischer Lupus erythematodes
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus
Die Impfserie für den HZ/su-Totimpfstoff besteht aus zwei Impfstoffdosen, die intramuskulär im Abstand von mindestens zwei bis maximal sechs Monaten verabreicht werden. Bitte beachten Sie: Die Impfung mit dem Herpes-Zoster-Lebendimpfstoff Zostavax® wird von der STIKO derzeit nicht als Standardimpfung empfohlen.

Ausführliche Informationen zur STIKO-Empfehlung der Impfung mit dem HZ/su-Totimpfstoff finden Sie in dem Epidemiologischen Bulletin Nr. 50/2018.

 



 


 


 


 



 


 

 


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