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Schutzimpfung

Diese Form der Prävention ist seit Jahrzehnten etabliert und ein wichtiger Beitrag zur globalen Eindämmung von ansteckenden Krankheiten. Die Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist maßgeblich für eine Verhinderung von Pandemien, die durch bekannte Erreger ausgelöst werden. Hier ist der Arzt als erster Ansprechpartner für den Patienten aufgerufen, die Impfbereitschaft durch Beratungsangebote zu erhöhen.

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Information


02.06.2017

Anpassung der Schutzimpfungsrichtlinie auf Basis der Stikoempfehlung 2016 am 19. Mai in Kraft getreten

Folgendes hat sich leistungsrechtlich geändert:

 

Reiseimpfungen

  • Unter bestimmten Bedingungen haben Versicherte Anspruch, dass die durch einen Auslandsaufenthalt ggf. notwendig gewordenen Impfungen (z.B. Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis A (HA), Hepatitis B (HB), Influenza, Meningokokken, Tollwut oder Typhus) zulasten ihrer Kasse erfolgen. Dies trifft zu, wenn der Auslandsaufenthalt beruflich bedingt ist oder im Rahmen der Ausbildung durch Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist (Nachweis!).
  • Die Impfung gegen Poliomyelitis aufgrund einer Reise in ein entsprechendes Risikogebiet ist generell Pflichtleistung aller Kassen („Reiseschutzimpfung zur Vorbeugung der Einschleppung einer übertragbaren Krankheit in die Bundesrepublik Deutschland).

Alle anderen Reiseimpfungen sind weiterhin keine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bei Bedarf sollten die gesetzlichen Versicherten mit ihrer Kasse über mögliche (freiwillige) Kostenübernahmen sprechen.

 

Impfung gegen Pneumokokken

 

Standardimpfung

Die Standardimpfung gegen Pneumokokken für Personen über 60 Jahre soll mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) erfolgen.  Gegebenenfalls Wiederholungsimpfungen mit PPSV23 sollen im Abstand von mindestens 6 Jahren - nach individueller Indikationsstellung - erfolgen.

 

Indikationsimpfung

  • Personen ab 16 Jahren, die eine Indikationsimpfung gegen Pneumokokken aufgrund chronischer Erkrankungen wie beispielsweise medikamentös behandelter Diabetes, COPD, Asthma oder neurologische Erkrankungen erhalten, sollen mit dem 23 valenten Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23 – Pneumovax 23) geimpft werden.
  • Wiederholungsimpfungen mit PPSV23 sollten im Abstand von mindestens 6 Jahren - nach individueller Indikationsstellung erfolgen.
  • Eine Sequentielle Impfung erhalten nur Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 15 Jahren, die aufgrund der o.g. chronischen Erkrankungen geimpft werden.
  • Die Sequentielle Impfung gegen Pneumokokken wird ebenfalls empfohlen (und ist Pflichtleistung aller Kassen) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit
    • Angeborenen oder erworbenen Immundefekten bzw. Immunsuppression
    • Anatomischen und Fremdkörper-assoziierte Risiken für Pneumokokkenmeningitis, wie z. B. Liquorfistel oder Cochlea-Implantat

Indikationsimpfung bei berufsbedingtem Risiko

 Personen mit einer beruflichen Tätigkeiten, die zu einer Exposition gegenüber Metallrauchen einschließlich metalloxidischem Schweißrauchen führt, werden zulasten der Kassen mit dem PPSV 23 (Pneumovax 23) geimpft. Aufgrund der begrenzten Dauer des Impfschutzes soll auch in diesen Fällen die Impfung mit PPSV23 mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt werden.

(CAVE: In besonderen Fällen ist hier der Arbeitgeber leistungspflichtig - Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)).


Impfung gegen Influenza

  • Für Kinder und Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ist die jährliche Grippeimpfung weiterhin Pflichtleistung aller Kassen. Allerdings hat die STIKO die präferentielle Empfehlung für die Verwendung von LAIV (Fluenz®) in der Altersgruppe 2 – 6 Jahre zunächst für die Saison 2016/2017 aus-gesetzt (siehe auch Epidemiologisches Bulletin Nr. 39 vom 22.09.2016, S. 442). Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren sollten bei gegebener Indikation mit inaktiviertem Grippeimpfstoff geimpft werden.
  • Neu ist auch, dass Personen, die Risikopersonen betreuen und/oder mit diesen im selben Haushalt leben, zulasten der Kassen jährlich gegen Influenza geimpft werden können. Als Risikopersonen gelten Personengruppen mit Grundkrankheiten, bei denen es Hinweise auf eine deutlich reduzierte Wirksamkeit der Influenza-Impfung gibt, wie z. B. Personen mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz oder Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz bzw. -suppression.

 


31.03.2017

Wichtige Information zum Bezug von Grippeimpfstoffen für die nächste Saison 2017/2018

Auch für die nächste Grippesaison gelten in Hamburg die bisherigen Rabattverträge nach Auffassung der Kassen weiter. Sie sind danach auch in der nächsten Saison verpflichtet vorrangig  die rabattierten Grippeimpfstoffe - Influvac® Fertigspritzen mit feststehender Kanüle (10er Packung) von Mylan Healthcare und Vaxigrip® ohne Kanüle (10er Packung) von Sanofi Pasteur MSD zu verwenden. Mehr

 

 

 


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