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Verordnung



13.04.2015

Information der AOK Rheinland/Hamburg zur wirtschaftlichen Verordnung von Blutzuckerteststreifen

Die AOK Rheinland/Hamburg teilt uns mit, dass sie mit einigen Herstellern Rabattverträge zu Blutzuckerteststreifen abgeschlossen hat. Sie geht davon aus, dass weitere Verträge mit anderen Herstellern folgen werden. Diese Verträge stellten sicher – so die AOK -, dass die Verordnung rabattierter Blutzuckerteststreifen immer die wirtschaftlichste Versorgungsmöglichkeit darstellt.

Liste der aktuell rabattierten Blutzuckerteststreifen

(Eine stets aktuelle Übersicht über rabattierte Blutzuckertestreifen stellt die AOK unter der folgenden Internetadresse zur Verfügung: http://www.aok-gesundheitspartner.de/rh/arzneimittel/rabatt/index_12786.html)

Name Unternehmen

Bezeichnung Blutzuckerteststreifen

Preisgruppe

Pharmazentralnummer

Lifescan

One Touch Vita

One Touch Select Plus

B

B

00585940

10963219

 Med Trust GmbH

Wellion CALLA

Wellion LUNA

Wellion TT Smart

B

B

B

01228969

00865697

03835231

 STADApharm

Stada Gluco Result

 B

05879416

 Ypsomed

mylife Pura

mylife Unio

B

B

05515654

09884897


Die AOK  teilt mit, dass der Preis für die Teststreifen  nach den Bedingungen der Rabattverträge am kostengünstigsten ist, wenn der  wirtschaftliche  Quartalsbedarf an Blutzuckerteststreifen auf einem Rezept verordnet werden würde.

 


13.03.2015

Levonorgestrel (Unofem® Hexal, Pidana® , Postinor®) sowie Ulipristal (Ellaone®)  bleiben verordnungsfähig für Frauen bis zum 20. Geburtstag trotz Wegfall der Verschreibungspflicht ab 15. März

Die o.g. Präparate ( „Pille danach“ ) können weiterhin  - trotz des veränderten Verschreibungsstatus ab dem 15. März  - für Frauen unter 20 Jahren  zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Die ärztliche Verordnung auf einem Kassenrezept  ist dabei Voraussetzung  für die Kostenübernahme der Notfallkontrazeptiva durch die Krankenkassen.

Hintergrundinformationen
Mit der Entlassung aus der Verschreibungspflicht  wären die Präparate für die Frauen unter 20  aus der Leistungspflicht der Kassen gefallen, da nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel  grundsätzlich für Versicherte ab 12 Jahren keine Kassenleistung darstellen (Ausnahmen!).  Um dies zu verhindern, wird der Paragraph 24a des SGB V, der die Erstattungsfähigkeit für Kontrazeptiva regelt, entsprechend  rückwirkend zum 1. März angepasst.

 


05.02.2015

Arznei- und Richtgrößenvereinbarung  für 2015 abgeschlossen

Kassen und KV haben sich für 2015 auf eine Anpassung des Arzneimittelvolumens für 2015 gemäß den Rahmenvorgaben des Bundes (Steigerung um 2,8% auf nunmehr 887 Mill. Euro) geeinigt. Dabei wurden Steigerungen durch neue kostenintensive Präparate (z.B. für Hepatitis C) berücksichtigt. Allerdings mussten auch Abzüge für eine negative Preisentwicklung (z.B. sinkende Festbeträge) und Kostensenkungen durch Rabattverträge nach 130a akzeptiert werden. Mehr

 
15.01.2015

Änderung der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung(BTMVV)

Die BTMVV regelt das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln, die in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes gelistet sind.Alle Vorgaben der Verordnung gelten unabhängig davon, ob das Betäubungsmittel für Privat- oder Kassenpatienten bestimmt ist.

 

Die 28. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften  ist am 13. Dezember 2014 in Kraft getreten. Wir haben die Änderungen mit Bedeutung für die ärztliche Praxis zusammengefasst. Mehr

 


05.01.2015

Pregabalin-Generika in allen Anwendungsgebieten verordnungsfähig

Im Dezember sind die ersten Pregabalin-Generika in Deutschland zugelassen worden. Die Generika sind für die Behandlung der Epilepsie und von generalisierten Angststörungen zugelassen. Sie können jedoch in allen Indikationen, für die das Referenzarzneimittel Lyrica zugelassen ist, auf einem Kassenrezept verordnet werden. Sie können also sowohl

  • zur Zusatztherapie von partiellen epileptischen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung im Erwachsenenalter,
  • zur Behandlung von Angststörungen bei Erwachsenen als auch 
  • zur Behandlung von peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen im Erwachsenenalter eingesetzt werden

Rechtlicher Hintergrund


Mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) hat der Gesetzgeber klargestellt, dass Arzneimittel im Rahmen von aut idem bereits dann gegeneinander ausgetauscht werden können, wenn sie für ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen sind. Die anderen Voraussetzungen für den Austausch nach § 129 SGB V wie gleicher Wirkstoff, gleiche Darreichungsform und Packungsgröße müssen selbstverständlich erfüllt sein. Nach der Gesetzesbegründung muss aufgrund der Zulassung als Generikum davon ausgegangen werden, dass Generika die gleiche Wirksamkeit in all den Anwendungsgebieten aufweisen, für die das Referenzarzneimittel zugelassen wurde.

 

Preisvergleich

 

 Arzneimittel 

 Stärke

 Packungsgröße

 Apothekenverkaufspreis*

 Lyrica

 300mg

 100 Hartkapseln

 249,76 Euro

 Pregabalin generisch**

 300mg

 100 Hartkapseln

 162,33 Euro

 Lyrica

 100mg

 21 Hartkapseln

 61,59 Euro

 Pregabalin  generisch**

 100mg

 21 Hartkapseln

 40,00 Euro

* Quelle: Lauer - Taxe Stand 15.12.14
** es wurde jeweils das günstigste Generikum gewählt

 


19.12.2014

Periradikuläre Therapie (PRT) mit Korticoiden jetzt wieder zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abrechenbar / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte über Zulassungserweiterung für Volon A 40 Kristallsuspension 1ml und 5ml

Die Kortisonpräparate Volon A 40 Kristallsuspension 1ml und 5ml haben kürzlich eine Zulassungserweiterung erhalten. Somit können diese Triamcinolonhaltigen Arzneimttel  nun angewendet werden bei der Behandlung von

  • Perineuritis,
  • Periarthritis bei Spondyloarthropathie sowie 
  • Radikulopathie,

wenn der Wirkstoff an den Ort der Entzündung/Reizung appliziert wird (intrafokal um die Nervenwurzel herum).


Das BfArM  bestätigte, dass die Anwendung von Volon A 40 nun auch im Rahmen der periradikulären Therapie (PRT) unter CT-Kontrolle zugelassen ist .Dies gilt bei Beachtung der zugelassenen Indikationen und unter Beachtung der Einschränkungen hinsichtlich des Zugangsweges (lateraler bzw. extraduraler Zugangsweg).

Fazit: Die Applikation von Volon A 1ml und 5ml kann somit beispielsweise mit der Gebührenordnungsposition (GOP)  34504 (Applikation unter CT – Kontrolle) abgerechnet werden. Die Voraussetzungen für die Berechnungsfähigkeit der jeweiligen GOP (bes. EBM Abschnitt 34.5) gelten unabhängig vom Einsatz der verwendeten Arzneimittel.

Hintergrund
2013 hatte sich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)  in einer Stellungnahme zum Zulassungsstatus von Kortikoiden zur wirbelsäulennahen Injektion (periradikulär, epiperineural oder epidural) geäußert. Demnach war für alle verkehrsfähigen parenteralen Kortikoide von der arzneimittelrechtlichen Zulassung lediglich die intraartikuläre Injektion abgedeckt – die periradikuläre, epiperineurale oder epidurale Anwendung dagegen nicht. Aufgrund der arzneimittelrechtlichen Vorgaben und des Grundsatzes der Untrennbarkeit von Leistungen informierte die KBV darüber, dass die periradikuläre Injektionsbehandlung mit Kortikoiden unter diesen Bedingungen nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden konnte.

  

 09.10.2014

Betäubungsmittelrezepte – Alte Rezepte verlieren Gültigkeit

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat darüber informiert, dass die alten Betäubungsmittelrezepte ab dem 01.01.2015 nicht mehr zur Verschreibung verwendet werden dürfen.

 

Wichtig: Die alten BtM-Rezepte sollen nicht an die Bundesopiumstelle zurückgeschickt werden, sondern müssen vom verschreibenden Arzt mit den Durchschriften der ausgestellten BtM-Rezepte drei Jahre lang aufbewahrt werden.


Hintergrund:

Seit März 2013 werden durch die Bundesopiumstelle die neuen BtM-Rezepte herausgegeben. Diese tragen eine deutlich sichtbare, fortlaufende neunstellige Rezeptnummer. Ärzte, die noch das alte BtM-Rezept vorrätig haben, konnten es bislang weiterverwenden Ab dem 01.01.2015 dürfen ausschließlich die neuen BtM-Rezepte zur Verschreibung von Betäubungsmitteln verwendet werden. Deshalb wird empfohlen, rechtzeitig neue Rezepte bei der Bundesopiumstelle zu bestellen. Das Verfahren für die Nachbestellung hat sich nicht geändert. Mit jeder Lieferung erhalten Ärzte – wie bisher – eine Folge-Anforderungskarte für neue BtM-Rezepte. Es sollte unbedingt diese Anforderungskarte für die Bestellung von Rezepten verwendet werden.

 

Die alten BtM-Rezepte dürfen nur noch bis zum 31.12.2014 vom Arzt ausgestellt und bis zum 07.01.2015 von der Apotheke beliefert werden. Dies ergibt sich aus der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung, nach der ein Betäubungsmittel von der Apotheke nur maximal sieben Tage nach Ausstellungsdatum auf dem Rezept abgegeben werden darf.

 

Eine Abbildung des Rezeptvordrucks finden Sie hier


 30.07.2014 

Arzneimittel mit fiktiver Zulassung  sind nicht verordnungsfähig- Prüfanträge hierzu nehmen deutlich zu!

Anlässlich der Verordnung  folgender Arzneimittel mit fiktiver Zulassung wurden von unterschiedlichen Kassen Prüfanträge gestellt:

 

  • Vagantin
  • Myoson Direkt
  • Cysto – Myacyne N Instillation
  • Tepilta Beutel
  • Pentalong 50 und 80 mg
  • Presomen 28/0,3 mg
  • Inimur crème, Dragees, Vaginalstäbchen, Kombipackung
  • AHP 200
  • Diamox, Diamox parenteral

 

Bitte vermeiden  Sie in Ihrem eigenen Interesse die Verordnung der oben genannten Arzneimittel zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen (Kassenrezept).  Eine Regresszahlung ist andernfalls nicht abzuwenden!

 

Wie können Sie sich informieren?

Das arznei-telegramm hat (mit Stand 07.Juni 2013) eine Übersicht von fiktiv zugelassenen Arzneimitteln mit entsprechenden Verordnungsalternativen veröffentlicht (zur Übersicht).    

 

Hintergrundinformationen

Bei den oben erwähnten Präparaten handelt es sich um Arzneimittel, die bereits vor Inkrafttreten des Arzneimittelgesetzes (AMG) von 1976 auf dem Markt waren. Seit 1976 gelten sie als „fiktiv zugelassen“. Eigentlich sollten die Nachzulassungsanträge derartiger Präparate längst abgeschlossen sein. Leider ziehen sich diese Verfahren teilweise bis heute hin. Nach einem Urteil des BSG aus  2009 müssen Krankenkassen die Kosten für fiktiv zugelassene  Arzneimittel nicht übernehmen, wenn die Zulassungsbehörde (Bfarm) den Nachzulassungsantrag abgelehnt hat. Beklagt die Herstellerfirma diesen Ablehnungsbescheid, bleibt das Arzneimittel verkehrsfähig solange die Verfahren laufen.


 23.05.2014

Aus für Pentalong 80 mg - Fiktive Zulassung erlischt

Bereits im Jahr 2012 informierten wir über die fehlende Verordnungsfähigkeit bezüglich des fiktiv zugelassenen Arzneimittels Pentalong (KVH-Journal 3/12), nachdem die Deutsche BKK entsprechende Prüfanträge angekündigt hatte. Nach einer Meldung der Deutschen Apothekerzeitung (DAZ) hat der pharmazeutische Unternehmer seine Zulassungsbemühungen für Pentalong 80 mg nunmehr aufgegeben, so dass die fiktive Zulassung zum 20. Mai  erloschen ist und Pentalong in der Stärke 80 mg  vom Markt verschwindet.

 

Die 50-mg-Dosierung ist weiterhin fiktiv zugelassen und verkehrsfähig -  allerdings nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig!

 


 

25.04.2014

Rückruf von MCP-Tropfen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat nach einer Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Metoclopramid(MCP)-haltigen Arzneimitteln Änderungen der Zulassung empfohlen, die inzwischen durch den Durchführungsbeschluss der EU-Kommission und den entsprechenden Bescheid des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rechtskräftig umgesetzt wurden. Aufgrund des Widerrufs der Zulassung für Produkte, die bestimmte Wirkstoffgrenzwerte überschreiten, hat dies in Deutschland u. a. dazu geführt, dass die häufig angewendete Tropfenform in der derzeitigen Konzentration nicht mehr verordnet werden kann und parenterale Formulierungen mit einer Wirkstoffkonzentration von über 5 mg/ml sowie rektale Formulierungen mit einer Einzeldosis von 20 mg nicht mehr zugelassen sind. Ein Rückruf der betroffenen Arzneimittel auf Patientenebene ist laut BfArM nicht vorgesehen. Das BfArM weist daher darauf hin, dass kein separater Versand eines Rote-Hand-Briefs erfolgt. Mehr



08.04.2014

AOK Rheinland-Hamburg – Erneut Prüfanträge wegen Arzneimittelverordnungen und unzureichender ICD-10 Kodierungen - Angabe von ICD-10 Kodierungen erforderlich         

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass die AOK Rheinland-Hamburg erneut Prüfanträge bei der Gemeinsamen Prüfungsstelle (GPS) wegen Arzneimittel­verordnungen gestellt hat. Diese Arzneimittelverordnungen sind nach Ansicht der AOK Rheinland-Hamburg unzutreffend oder gar nicht kodiert worden. Die betroffenen Praxen werden in den kommenden Tagen von der GPS angeschrieben. Hintergrund der Prüfanträge der AOK Rheinland-Hamburg sind die sozialrechtlichen Verpflichtungen (u.a. das Wirtschaftlichkeitsgebot) zur vollständigen und richtigen Kodierung der erbrachten ärztlichen Leistungen und Verordnungen.

 

Für den Fall, dass eine Praxis einen solchen Prüfantrag erhält, weisen wir darauf hin, dass die Praxis die den Verordnungen zu Grunde liegenden Indikationen ausschließlich als ICD-10 Kodierungen gegenüber der GPS in der dem Schreiben der GPS beiliegenden Tabelle angeben möge. Darüber hinaus sollten unbedingt bei der Abrechnung der ärztlichen Leistungen alle Erkrankungen, die den entsprechenden Verordnungen (inkl. Arzneimittelverordnungen) zu Grunde liegen, mit den jeweiligen ICD-10 Kodierungen angegeben werden.


Bei Fragen zum Anschreiben der GPS wenden Sie sich an die Abteilung „Praxisberatung“ unter der Telefonnummer 040 / 22802-571/-572.   

 


06.03.2014

Aggrenox® ist ab  01.04.2014 nicht mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnungsfähig

Der entsprechende Beschluss des Bundesausschusses zu Dipyridamol in Kombination mit ASS vom Mai 2013 tritt nun zum 1. April 2014 in Kraft.

 

Basis dieser Entscheidung des Bundesausschuss war ein Bericht des IQWiG zur Nutzenbewertung von Dipyridamol plus ASS zur Sekundärprävention nach Schlaganfall oder TIA. In diesem Bericht kam das IQWiG zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass die Kombinationstherapie mit Dipyridamol plus ASS einen Zusatznutzen im Vergleich zu einer Monotherapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS oder Clopidogrel) hat. Diesem fehlenden Beleg für einen Zusatznutzen steht ein Beleg für einen höheren Schaden unter dieser Kombinationstherapie gegenüber. Dieser größere Schaden ergibt sich insbesondere aufgrund häufiger auftretender schwerwiegender Blutungen in der Langzeittherapie. In der Langzeittherapie gibt es darüber hinaus einen Beleg für häufigere Studienabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse unter der Kombinationsbehandlung sowie für einen größeren Schaden bei der Gesamtrate unerwünschter Ereignisse gegenüber ASS. Dies rechtfertigt die Schlussfolgerung, dass Dipyridamol plus ASS gegenüber der Monotherapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS oder Clopidogrel) als therapierelevant unterlegen und damit als unzweckmäßig einzustufen ist  (Tragende Gründe zum Beschluss).

 

Den Beschluss und den vollständigen Text zu den Tragenden Gründen  finden Sie unter www.g-ba.de,