Sie befinden sich hier: Ärzte und Psychotherapeuten ♦ Verordnung

Verordnung



30.09.2016

Einführung des Medikationsplans ab 1. Oktober 2016

Patienten haben ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen Medikationsplan, wenn sie mindestens drei verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen. Ziel ist es, Patienten bei der richtigen Einnahme von Medikamenten zu unterstützen und damit die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen. Die einheitliche Gestaltung des Plans soll Ärzten und Patienten die Handhabung erleichtern. Diese  Praxisinformation stellt wesentliche Punkte zum Medikationsplan vor. In der Patienteninformation der KBV werden zudem die für Patienten relevanten Inhalte erklärt.

 


 
20.06.2016

Fragen und Antworten zum bundeseinheitlichen Medikationsplan ab 1. Oktober 2016

Im Medikationsplan können Patienten auf einen Blick sehen, welche Arzneimittel sie zu welchen Zeiten einnehmen sollen. Patienten, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Medikamente einnehmen beziehungsweise anwenden, haben ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen für sie verständlichen Medikationsplan durch ihren behandelnden Arzt. Erste Fragen beantwortet Ihnen die KBV-Praxisinformation  "FAQ zum bundeseinheitlichen Medikationsplan". Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV.

 



31.10.2016

Verordnungsausschluss für Praluent® und Repatha®

Die PCSK9 Hemmer Repatha® und Praluent® sind bis auf genannte Ausnahmen nicht verordnungsfähig zulasten der gesetzlichen Krankenkassen. Der Beschluss des Bundesausschusses zum Verordnungsausschluss von  Alirocumab (Praluent®) ist am 25.10. 2016 in Kraft getreten. Der erste Vertreter dieser neuen Substanzklasse Evolocumab (Repatha®) ist schon seit dem 13.08. 2016 nur noch eingeschränkt verordnungsfähig.

 

Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung sah der Bundesausschuss für beide Wirkstoffe einen Zusatznutzen gegenüber der Vergleichstherapie (Statine und/oder andere Lipidsenker) in allen bewerteten Patientengruppen als nicht belegt an. Vor diesem Hintergrund und angesichts des enormen Kostenunterschieds zwischen diesen monoklonalen Antikörpern und den bisher eingesetzten Lipidsenkern (Statine u.a.) sieht der Bundesausschuss die Behandlung mit diesen Präparaten als unwirtschaftlich an und hat sie deshalb von der Verordnungsfähigkeit ausgeschlossen. Eine Ausnahme bildet die Behandlung von Patienten für die eine Indikation zur  LDL-Apherese besteht: 

Vom Verordnungsausschluss von Alirocumab ausgenommen sind Patienten mit heterozygot familiärer oder nichtfamiliärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie bei therapierefraktären Verläufen, bei denen grundsätzlich trotz einer über einen Zeitraum von zwölf Monaten dokumentierten maximalen diätetischen und medikamentösen lipidsenkenden Therapie (Statine und/oder andere Lipidsenker bei Statin-Kontraindikation) der LDL-C-Wert nicht ausreichend gesenkt werden kann und daher davon ausgegangen wird, dass die Indikation zur Durchführung einer LDL-Apherese besteht.

Es kommen nur Patienten mit gesicherter vaskulärer Erkrankung (KHK, cerebrovaskuläre Manifestation, pAVK) sowie regelhaft weiteren Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Diabetes mellitus, Nierenfunktion GFR unter 60 ml/min) infrage sowie Patienten mit gesicherter familiärer heterozygoter Hypercholesterinämie unter Berücksichtigung des Gesamtrisikos familiärer Belastung.

 

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat zudem festgelegt, dass die Einleitung und Überwachung der Therapie mit Alirocumab nur durch Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie, Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie, Fachärzte für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie, Fachärzte für Innere Medizin und Angiologie oder durch Fachärzte, die in Ambulanzen für Lipidstoffwechselstörungen tätig sind, erfolgen darf.

 

(Quelle: Anlage III; Arzneimittelrichtlinie –www.g-ba.de)


10.06.2016 / -Information

Wiedereinführung des Genehmigungsverfahrens für die Heilmittelverordnungen in der Physio-bzw. physikalischen Therapie ab dem Verordnungsdatum 01.07.2016

Die AOK Rheinland / Hamburg wird das Genehmigungsverfahren im Bereich der physikalischen Therapie bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles ab dem Ausstellungsdatum 01.07.2016 wieder einführen. Das gilt für alle physikalisch-therapeutischen und physiotherapeutischen außerhalb des Regelfalls ab dem Ausstellungsdatum 01.07.2016. Ausgenommen sind die Indikationsbereiche ZN1, AT3, EX4, LY2 und LY3.Die Verordnungen sind vor Behandlungsbeginn bei der AOK Rheinland / Hamburg einzureichen. Weitere Informationen unter www.aok-gesundheitspartner.de, Webcode W227635.

 


31.05.2016

AOK lenkt ein – Apotheken dürfen in Hamburg weiter mit Spezial- und Sondennahrung versorgen

Wie der Hamburger Apothekerverein (HAV) in einer Pressemitteilung mitteilt haben sich die Streitgegner AOK Rheinland/Hamburg und Hamburger Apothekerverein (HAV) im Rahmen eines Anhörungstermins auf die Fortsetzung der vertraglichen Lieferberechtigung der Hamburger Apotheken für Spezial- und Sondennahrung geeinigt. Der geschlossenen Vergleich beinhaltet die rechtsförmliche Kündigung des bisherigen Vertrages zum 30.09.2016 und zugleich die Fortsetzung der Lieferberechtigung ab 01.10.2016 mit neuen Vertragskonditionen.

 

Für Sie als Arzt ändert sich in der Verordnung nichts, lediglich für den Patienten  stellt dies eine Erleichterung dar, da die Belieferung der Verordnungen nun wieder über die örtliche Apotheke möglich ist.

 



05.04.2016

AOK Rheinland/Hamburg: Versorgung mit Standard- und Spezialnahrung - Produkte zur enteralen Ernährung dürfen nur noch von vertragsteilnehmenden Anbietern abgegeben werden. Das kann zu Engpässen führen.

Die AOK Rheinland/Hamburg hat die Versorgung ihrer Versicherten mit Standard- und Spezialnahrung über einen Vertrag neu geregelt. Künftig bekommen ihre Versicherten diese Produkte nur noch von Anbietern (z.B. Apotheken, Sanitätshäusern), die dem Vertrag beigetreten sind. Da derzeit nach unserem Kenntnisstand noch keine Apotheke in Hamburg dem Vertrag beigetreten ist, kann es zu Problemen oder Verzögerungen bei der Versorgung kommen.

Bitte verweisen Sie Ihre AOK Rheinland/Hamburg-Patienten bei Problemen an die Geschäftsstellen der Krankenkasse. Die AOK Rheinland/Hamburg hat zugesagt, den Patienten weiterzuhelfen.

 

Produkte zur enteralen Ernährung (z.B. Trinknahrung, Sondennahrung oder Spezialnahrung) können nur zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, wenn dies medizinisch notwendig ist (siehe hierzu Abschnitt I der Arzneimittelrichtlinie §§ 18 – 26; www.g-ba.de).

 

Wichtige Hinweise, beispielsweise wie das Muster 16 in so einem Fall künftig für AOK Rheinland/Hamburg-Versicherten ausgefüllt werden sollte, hat die Kasse in einem Merkblatt zusammengefasst. Das Merkblatt sowie das Informationsschreiben der AOK Rheinland/Hamburg an ihre Versicherten finden Sie hier

 


 
29.03.2016

Wiedereinführung des Genehmigungsverfahrens für die Heilmittel-Verordnungen (außerhalb des Regelfalles) in der Ergotherapie ab dem Verordnungsdatum 01.04.2016 für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg

Die AOK Rheinland/Hamburg will ab dem 01.04.2016 das Genehmigungsverfahren für Heilmittel-Verordnungen in der Ergotherapie wieder einführen. Damit ist § 8 der Heilmittel Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wieder anzuwenden. Konkret bedeutet dies, dass alle Verordnungen der Ergotherapie außerhalb des Regelfalls ab dem Verordnungsdatum 01.04.2016 von den Versicherten der AOK Rheinland-Hamburg zwecks Genehmigung vorzulegen sind. Weiterhin hat die AOK Rheinland/Hamburg mitgeteilt, dass sie gleichzeitig auch die Ergotherapeuten bzw. deren Berufsverbände über diese Entscheidung informieren wird. Um einen reibungslosen Ablauf des Genehmigungsverfahrens zu gewährleisten, will die AOK Rheinland/Hamburg die Bearbeitung in einer zentralen Servicestelle sicherstellen. Die Kontaktdaten sind auf der Internetseite www.aok-gesundheitspartner.de unter den Webcodes W224979  für das Rheinland und W225029  für Hamburg einzusehen.
 

02.03.2016

Glinide bei Diabetes nicht mehr verordnungsfähig - Beschluss des Bundesausschuss tritt voraussichtlich zum 01.07.2016 in Kraft

Glinide (Nateglinid z.B. Starlix®; Repaglinid z.B. Novonorm®) zur Behandlung des Diabetes sind nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig.

Eine Ausnahme sieht der Beschluss für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatin-Clearance < 25 Milliliter je Minute) vor. Ihnen kann der Wirkstoff Repaglinid (Enyglid®; Novonorm®; Regaglinid Generika) weiterhin zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden, wenn keine anderen oralen Antidiabetika infrage kommen und eine Insulintherapie nicht angezeigt ist.

 

Hintergründe zur Entscheidung entnehmen Sie bitte den Tragenden Gründen zum Beschluss (www.g-ba.de ).

 


 
17.02.2016

Praxisbesonderheiten Heilmittel: Änderung durch Einführung der ICD-10-GM-2016

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben ihre Vereinbarung über Praxisbesonderheiten rückwirkend zum 1. Januar 2016 angepasst. Die Lokalisation des Gelenkimplantates wird in Codes berücksichtigt. Der bis zum 31. Dezember 2015 gültige Diagnosecode Z96.6 "Vorhandensein von orthopädischen Gelenkimplantaten" wurde um eine fünfte Stelle ergänzt: Z96.60 bis Z96.68. Damit kann nun die konkrete Lokalisation von orthopädischen Gelenkimplantaten verschlüsselt werden- z.B. das Vorhandeensein einer Hüftgelenksprothese mit dem Code Z96.64. Verordnungen, die auf Grundlage der neuen Codes ausgestellt werden, gelten im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach § 106 SGB V als Praxisbesonderheit. Die Vorgängerversion Z96.88 "Vorhandensein von sonstigen näher bezeichneten funktionellen Implantaten" kann auch weiterhin verwendet werden.

 

 

14.01.2016

Achtung Regressgefahr: Dipyridamol und ASS-haltige Arzneimittelkombinationen (Aggrenox®, Generika) im Visier der Kassen 

Die DAK Gesundheit-  aber auch andere Kassen- haben systematisch die Verordnung von Arzneimitteln, die Dipyridamol und ASS enthalten, im Rahmen von Einzelprüfanträgen im Visier. Hintergrund ist der Verordnungsausschluss dieser Präparate nach den Bestimmungen der Arzneimittelrichtlinie (Anlage III; Nr. 53). Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses wurde am 1. April 2014 rechtskräftig (s. KV Journal 4/2014, S. 22). Einzige Ausnahme wäre eine Verordnung in einem besonderen medizinisch begründbaren Einzelfall. Die Entscheidung des Bundesausschusses beruhte damals maßgeblich auf einer Bewertung des IQWiGs. In den tragenden Gründen zum Beschluss wurde ausgeführt, dass bei fehlendem Beleg für einen Mehrnutzen der o.g. Kombination gegenüber der alleinigen Therapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS oder Clopidogrel) und einem vorhandenen Beleg für einen größeren Schaden (häufigere schwerwiegende Blutungen) diese Wirkstoffkombination als therapierelevant unterlegen bzw. als unzweckmäßig einzustufen sei.

 

Wir empfehlen die kritische Sichtung Ihrer Verordnungen dieser Präparate!