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10.06.2016 / -Information

Wiedereinführung des Genehmigungsverfahrens für die Heilmittelverordnungen in der Physio-bzw. physikalischen Therapie ab dem Verordnungsdatum 01.07.2016

Die AOK Rheinland / Hamburg wird das Genehmigungsverfahren im Bereich der physikalischen Therapie bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles ab dem Ausstellungsdatum 01.07.2016 wieder einführen. Das gilt für alle physikalisch-therapeutischen und physiotherapeutischen außerhalb des Regelfalls ab dem Ausstellungsdatum 01.07.2016. Ausgenommen sind die Indikationsbereiche ZN1, AT3, EX4, LY2 und LY3.Die Verordnungen sind vor Behandlungsbeginn bei der AOK Rheinland / Hamburg einzureichen. Weitere Informationen unter www.aok-gesundheitspartner.de, Webcode W227635.

 


31.05.2016

AOK lenkt ein – Apotheken dürfen in Hamburg weiter mit Spezial- und Sondennahrung versorgen

Wie der Hamburger Apothekerverein (HAV) in einer Pressemitteilung mitteilt haben sich die Streitgegner AOK Rheinland/Hamburg und Hamburger Apothekerverein (HAV) im Rahmen eines Anhörungstermins auf die Fortsetzung der vertraglichen Lieferberechtigung der Hamburger Apotheken für Spezial- und Sondennahrung geeinigt. Der geschlossenen Vergleich beinhaltet die rechtsförmliche Kündigung des bisherigen Vertrages zum 30.09.2016 und zugleich die Fortsetzung der Lieferberechtigung ab 01.10.2016 mit neuen Vertragskonditionen.

 

Für Sie als Arzt ändert sich in der Verordnung nichts, lediglich für den Patienten  stellt dies eine Erleichterung dar, da die Belieferung der Verordnungen nun wieder über die örtliche Apotheke möglich ist.

 



05.04.2016

AOK Rheinland/Hamburg: Versorgung mit Standard- und Spezialnahrung - Produkte zur enteralen Ernährung dürfen nur noch von vertragsteilnehmenden Anbietern abgegeben werden. Das kann zu Engpässen führen.

Die AOK Rheinland/Hamburg hat die Versorgung ihrer Versicherten mit Standard- und Spezialnahrung über einen Vertrag neu geregelt. Künftig bekommen ihre Versicherten diese Produkte nur noch von Anbietern (z.B. Apotheken, Sanitätshäusern), die dem Vertrag beigetreten sind. Da derzeit nach unserem Kenntnisstand noch keine Apotheke in Hamburg dem Vertrag beigetreten ist, kann es zu Problemen oder Verzögerungen bei der Versorgung kommen.

Bitte verweisen Sie Ihre AOK Rheinland/Hamburg-Patienten bei Problemen an die Geschäftsstellen der Krankenkasse. Die AOK Rheinland/Hamburg hat zugesagt, den Patienten weiterzuhelfen.

 

Produkte zur enteralen Ernährung (z.B. Trinknahrung, Sondennahrung oder Spezialnahrung) können nur zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, wenn dies medizinisch notwendig ist (siehe hierzu Abschnitt I der Arzneimittelrichtlinie §§ 18 – 26; www.g-ba.de).

 

Wichtige Hinweise, beispielsweise wie das Muster 16 in so einem Fall künftig für AOK Rheinland/Hamburg-Versicherten ausgefüllt werden sollte, hat die Kasse in einem Merkblatt zusammengefasst. Das Merkblatt sowie das Informationsschreiben der AOK Rheinland/Hamburg an ihre Versicherten finden Sie hier

 


 
29.03.2016

Wiedereinführung des Genehmigungsverfahrens für die Heilmittel-Verordnungen (außerhalb des Regelfalles) in der Ergotherapie ab dem Verordnungsdatum 01.04.2016 für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg

Die AOK Rheinland/Hamburg will ab dem 01.04.2016 das Genehmigungsverfahren für Heilmittel-Verordnungen in der Ergotherapie wieder einführen. Damit ist § 8 der Heilmittel Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wieder anzuwenden. Konkret bedeutet dies, dass alle Verordnungen der Ergotherapie außerhalb des Regelfalls ab dem Verordnungsdatum 01.04.2016 von den Versicherten der AOK Rheinland-Hamburg zwecks Genehmigung vorzulegen sind. Weiterhin hat die AOK Rheinland/Hamburg mitgeteilt, dass sie gleichzeitig auch die Ergotherapeuten bzw. deren Berufsverbände über diese Entscheidung informieren wird. Um einen reibungslosen Ablauf des Genehmigungsverfahrens zu gewährleisten, will die AOK Rheinland/Hamburg die Bearbeitung in einer zentralen Servicestelle sicherstellen. Die Kontaktdaten sind auf der Internetseite www.aok-gesundheitspartner.de unter den Webcodes W224979  für das Rheinland und W225029  für Hamburg einzusehen.
 

02.03.2016

Glinide bei Diabetes nicht mehr verordnungsfähig - Beschluss des Bundesausschuss tritt voraussichtlich zum 01.07.2016 in Kraft

Glinide (Nateglinid z.B. Starlix®; Repaglinid z.B. Novonorm®) zur Behandlung des Diabetes sind nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig.

Eine Ausnahme sieht der Beschluss für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatin-Clearance < 25 Milliliter je Minute) vor. Ihnen kann der Wirkstoff Repaglinid (Enyglid®; Novonorm®; Regaglinid Generika) weiterhin zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden, wenn keine anderen oralen Antidiabetika infrage kommen und eine Insulintherapie nicht angezeigt ist.

 

Hintergründe zur Entscheidung entnehmen Sie bitte den Tragenden Gründen zum Beschluss (www.g-ba.de ).

 


 
17.02.2016

Praxisbesonderheiten Heilmittel: Änderung durch Einführung der ICD-10-GM-2016

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben ihre Vereinbarung über Praxisbesonderheiten rückwirkend zum 1. Januar 2016 angepasst. Die Lokalisation des Gelenkimplantates wird in Codes berücksichtigt. Der bis zum 31. Dezember 2015 gültige Diagnosecode Z96.6 "Vorhandensein von orthopädischen Gelenkimplantaten" wurde um eine fünfte Stelle ergänzt: Z96.60 bis Z96.68. Damit kann nun die konkrete Lokalisation von orthopädischen Gelenkimplantaten verschlüsselt werden- z.B. das Vorhandeensein einer Hüftgelenksprothese mit dem Code Z96.64. Verordnungen, die auf Grundlage der neuen Codes ausgestellt werden, gelten im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach § 106 SGB V als Praxisbesonderheit. Die Vorgängerversion Z96.88 "Vorhandensein von sonstigen näher bezeichneten funktionellen Implantaten" kann auch weiterhin verwendet werden.

 

 

14.01.2016

Achtung Regressgefahr: Dipyridamol und ASS-haltige Arzneimittelkombinationen (Aggrenox®, Generika) im Visier der Kassen 

Die DAK Gesundheit-  aber auch andere Kassen- haben systematisch die Verordnung von Arzneimitteln, die Dipyridamol und ASS enthalten, im Rahmen von Einzelprüfanträgen im Visier. Hintergrund ist der Verordnungsausschluss dieser Präparate nach den Bestimmungen der Arzneimittelrichtlinie (Anlage III; Nr. 53). Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses wurde am 1. April 2014 rechtskräftig (s. KV Journal 4/2014, S. 22). Einzige Ausnahme wäre eine Verordnung in einem besonderen medizinisch begründbaren Einzelfall. Die Entscheidung des Bundesausschusses beruhte damals maßgeblich auf einer Bewertung des IQWiGs. In den tragenden Gründen zum Beschluss wurde ausgeführt, dass bei fehlendem Beleg für einen Mehrnutzen der o.g. Kombination gegenüber der alleinigen Therapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS oder Clopidogrel) und einem vorhandenen Beleg für einen größeren Schaden (häufigere schwerwiegende Blutungen) diese Wirkstoffkombination als therapierelevant unterlegen bzw. als unzweckmäßig einzustufen sei.

 

Wir empfehlen die kritische Sichtung Ihrer Verordnungen dieser Präparate!
 

18.12.2015

Arznei- und Heilmittelvereinbarung 2016/Neue altersadaptierte Richtgrößen

Für 2016 sind die Vertragspartner übereingekommen,  die Empfehlungen aus den Rahmenvorgaben der Bundesebene für den Arzneimittelbereich zu übernehmen. Dies bedeutet für das Ausgabenvolumen eine bereinigte  Anpassung von 2,9 %. Für Hepatitis C Mittel wird separat ein Volumen auf Basis der bisherigen

Ist - kosten ausgewiesen. 

 

Für die Richtgrößenbestimmung musste ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) umgesetzt werden, dass  altersadaptierte Richtgrößenwerte (Kosten pro Fall) vorsieht. Die Richtgrößensumme (Budget) einer Praxis berechnet sich dann aus der Summe der Produkte (RG x Fallzahl) je Altersgruppe(siehe Tabelle).

Die Systematik der Leitlinienquoten wurde beibehalten und die Werte geringfügig angepasst. Neu hinzugekommen ist eine Mindestverordnungsquote für biosimilares Infliximab (Erstanbieterpräparat ist  Remicade®) von mindestens 7%.

 

Bei den Arzneimittelpraxisbesonderheiten wurden Ergänzungen vorgenommen. Leider war im Bereich der Arzneimittel zur Behandlung der Multiplen Sklerose auch für 2016 keine Erweiterung der genannten Wirkstoffe möglich. Es bleibt dabei, dass die Kosten für Tysabri® und Tecfidera® im Falle einer Richtgrößenprüfung im Rahmen des Verfahrens als Praxisbesonderheit vom Arzt selbst geltend gemacht werden müssen.

Im Heilmittelbereich wurden weder Ausgabenvolumen noch Richtgrößen festgelegt. Geprüft wird wie bisher auf Basis von Durchschnittswerten der Richtgrößengruppen. Die bisherigen Heilmittelpraxisbesonderheiten gelten weiter fort.

 

Richtgrößen 2016

Auf Basis des Ausgabenvolumens (ohne Kosten für Hepatitis C Mittel) wurden für 2016  die altersadaptierten Richtgrößen für die unveränderten Richtgrößengruppen (Fachgruppen) neu  berechnet. Statt für  M/F (Mitglieder/Familienversicherte) und R (Rentner) waren nunmehr  Kosten pro Fall - Werte je Altersgruppe festzulegen. Die Altersgruppen sind 0  – 15 Jahre; 16 -  49 Jahre; 50 – 64 Jahre und  über 65 Jahre.

 

Die  altersadaptierten Richtgrößen für 2016 lauten (in Euro):

Richtgrößengruppen

Altersgruppe

0 - 15 Jahre

RG

Altersgruppe

16 – 49 Jahre

RG

Altersgruppe

50 – 64 Jahre

RG

Altersgruppe

65 Jahre und älter

RG

Allgemeinmedizin und Praktische Ärzte

    12,24

 20,29

  50,91

   91,07

Augenheilkunde

      1,62

   5,35

  10,43

   18,04

Chirurgie

      2,41

   7,67

  13.04

   16,57

Gynäkologie 

      7,55

   9,40

  28,15

   31,11

HNO

      8,50

  17,25

  10,36

     4,12

Haut- und Geschlechtskrankheiten

    12,54

  25,56

  29.90

   29,68

Innere Medizin, hausärztlich

    25,68

  43,80

  94,44

 124,45

Innere Medizin, fachärztlich, ohne Schwerpunkt

    43,88

  27,82

  53,67

   98,34

Innere Medizin, fachärztlich;  Schwerpunkt Kardiologie

      4,33

  18,59

  23.96

   35,11

Innere Medizin, fachärztlich, Schwerpunkt Gastroenterologie

  149,87

309,64

338,57

 463,41

Innere Medizin, fachärztlich;  Schwerpunkt Pneumologie/Pulmologen  

    52,44

  62,76

  86,99

 107,84

Kinderheilkunde

    22,88

215.56

  59,39 *

 103,48 *

Nervenheilkunde, Neurologie, Psychiatrie  und  Psychotherapie, ohne KJP

  100,71

199,90

142,10

   96,91

Orthopädie

      1,07

 13,37

  28,29

   27,16

Urologie

    25,26

 12,36

  32,23

   85,45

*Kosten und Fälle in höheren Altersgruppen resultieren aus kinderärztlichen Betriebsstätten, die nicht rein kinderärztlich tätig sind.

Nicht genannten Fachgruppen wurden keine Richtgrößen zugeordnet.

 

Merkblatt Arzneimittel-Richtgrößen 2016
 

04.01.2016

Vertriebseinstellung von Insulin degludec (Tresiba®) zum 15. Januar 2016

Novo Nordisk wird den Vertrieb von Insulin degludec (Tresiba®) in Deutschland am 15. Januar 2016 einstellen. Die ursprünglich für Oktober 2015 angekündigte Marktrücknahme wurde zunächst ausgesetzt um eine Umstellung der Patienten auf andere Basalinsuline zu ermöglichen. Das Unternehmen ruft in einer Pressemitteilung alle Ärzte erneut auf, Patienten, die derzeit noch Tresiba® erhalten, auf eine alternative Therapie einzustellen.