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Qualitätsmanagement-Systeme

Zur Zeit existiert eine große Zahl unterschiedlicher Qualitätsmanagementsysteme auf dem Markt. Da die Anwendung eines bestimmten Qualitätsmanagementsystems derzeit nicht durch die Qualitätsmanagement-Richtlinie gefordert wird, ist es nicht einfach, sich in diesem Angebotsdschungel zurechtzufinden

Für den Einsatz in der Arzt- und Psychotherapeutenpraxis eignen sich folglich mehrere Systeme. Im Anschluss haben wir sechs verschiedene QM-Systeme für Sie zusammengestellt.

  

QM-Systeme auf dem Markt

QEP® Qualität und Entwicklung in Praxen (von KBV und KVen entwickelt)*

EPA Europäisches Praxisassessment

KPQM QM-System der KV Westfalen Lippe

KTQ Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen

EFQM international anerkanntes Qualitätsmodell - übertragbar auf alle Organisationen

DIN EN ISO 9001:2000 branchenneutrales QM-System



* von der KV Hamburg empfohlenes QM-System
   

 

 


Qualitätsmanagement-Systeme

QEP® – Qualität und Entwicklung in Praxen ist ein modular aufgebautes und speziell auf die Bedürfnisse von Arztpraxen zugeschnittenes Qualitätsmanagementsystem, welches für alle Fachrichtungen und Praxisgrößen des niedergelassenen Versorgungsbereiches geeignet ist. Das System erfüllt, wie die anderen genannten Qualitätsmanagementsysteme auch, die gesetzlichen Grundlagen. Es ist zudem kostengünstig und durch seine Praxisbezogenheit sowie verständliche Ausdrucksweise leicht in der Praxis umsetzbar. Das System gliedert sich in die fünf Hauptkapitel Patientenversorgung, Patientenrechte und –sicherheit, Mitarbeiter und Fortbildung, Praxisführung und –organisation sowie Qualitätsentwicklung. Qualitätsziele mit einem besonders hohen Stellenwert für den Aufbau des Qualitätsmanagementsystems in der Praxis, für die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben zum praxisinternen Qualitätsmanagement oder für die Erfüllung weiterer bestehender Vorschriften werden als Kernziele dargestellt. Nach erfolgreicher Selbstbewertung kann die Praxis sich einer Fremdbewertung, der Zertifizierung, unterziehen. Bei Bearbeitung der 63 Kernziele erhält die Praxis ein für drei Jahre gültiges Zertifikat.

 

 

weiterführende Informationen

QEP® von Stiftung Warentest mit Bestnoten bewertet
(Artikel aus KVH-Journal 8/2009)

 

PDF (28 KB)

 

 

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Die DIN EN ISO 9001:2008 ist ein branchenneutrales, prozess- und kundenorientiertes Qualitäts-managementsystem mit einem weltweit gültigem Regelwerk, welches auf einer abstrakten Normensprache basiert. Diese muss den täglichen Gegebenheiten einer Praxis angepasst werden und benötigt oftmals externe Hilfe bei der Umsetzung. Die Forderungen der DIN EN ISO 9001:2008 sind in den fünf Hauptkapiteln Qualitätsmanagementsystem, Verantwortung der Leitung, Management der Ressourcen, Produktrealisierung und Messung, Analyse und Verbesserung näher erläutert. Ein Qualitätsmanagementsystem kann bei Erfüllung aller Normenforderungen durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle anerkannt, d. h. nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert werden.


 

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Das EFQM-Modell ist ein international anerkanntes Qualitätsmodell. Es ist ein anspruchsvolles, umfassendes und auf alle Organisationen übertragbares Modell und daher für eine Vertragsarzt- bzw. Vertragspsychotherapeutenpraxis im Vergleich zu anderen Qualitätsmanagementsystemen schwieriger umzusetzen. Das EFQM-Modell gliedert sich in 5 Befähigerkriterien (Führung, Politik und Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse) und 4 Ergebniskriterien (Kundenbezogene Ergebnisse, Mitarbeiterbezogene Ergebnisse, Gesellschaftsbezogene Ergebnisse, Schlüsselergebnisse der Organisation). Eine Zertifizierung im herkömmlichen Sinne gibt es für ein Qualitätsmanagementmodell nach EFQM nicht. Es besteht die Möglichkeit sich nach der Umsetzung der Anforderungen für einen nationalen oder internationalen Qualitätspreis zu bewerben.


 

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Das Europäische Praxisassessment (EPA), welches als Peer-Review-Verfahren arbeitet, ist ein gemeinschaftliches Projekt der European Task Force on Practice Assessment und der Bertelsmann Stiftung. So wird auch ein Großteil der qualitätsbezogenen Arbeiten durch die beauftragte Projektgesellschaft, und somit von einem externen Berater, übernommen. Es besteht aus den fünf Komponenten Infrastruktur, Menschen, Informationen, Finanzen und Qualität und Sicherheit. EPA-Praxen können sich von der unabhängigen Stiftung Praxissiegel zertifizieren lassen. Ein entsprechend geschulter Visitor wird die Praxis diesbezüglich prüfen.

 

 

 

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KPQM 2006 ist die Weiterentwicklung von KPQM für Ärzte und psychologische Psychotherapeuten unter Berücksichtigung der QM-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Das von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe entwickelte Qualitätsmanagementmodell stellt einen vergleichsweise einfachen Einstieg in das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement dar. Im Rahmen des KPQM 2006 besteht ebenfalls die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Peer-Review-Verfahren. KPQM-Praxen können sich von durch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe akkreditierten Zertifizierungsstellen zertifizieren lassen.


 

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KTQ – Kooperation für Transparenz und Qualität – für den niedergelassenen Bereich ist sowohl in Arzt-, als auch in Zahnarzt- und Psychotherapeutenpraxen anwendbar und betont praxisindividuelle Lösungsansätze. Das KTQ-Modell gliedert sich in die sechs Kategorien Patientenorientierung in der Praxis, Führung in der Praxis, Sicherstellung der Mitarbeiterorientierung, Sicherheit in der Praxis, Informationswesen und Aufbau des Qualitätsmanagements. Von der KTQ akkreditierte Zertifizierungsstellen führen die Zertifizierung der Praxen durch. Das speziell geschulte KTQ-Visitorenteam besteht aus leitenden Arztfachhelferinnen, niedergelassenen Ärzten sowie Psychotherapeuten mit Erfahrungen im Qualitätsmanagement.


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Ihre Ansprechpartnerin

 

  Ursula Gonsch

 

 

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