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Verordnung

Kein anderes Thema wird so kontrovers diskutiert, steht so hartnäckig im Fokus von Politik und Medien wie die Kosten für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel. Ein gigantisches Ausgabenvolumen und ein nahezu undurchdringliches Dickicht an Richtlinien, Gesetzen und Vorgaben setzen den Arzt zunehmend unter Druck.

Auf diesen Seiten finden Sie aktuelle Informationen, nützliche Tipps sowie alle wichtigen Regelungen, die Sie im Praxisalltag bei der Entscheidung zur Verordnung von Medikamenten, Hilfsmitteln und therapeutischen Maßnahmen unterstützen.

 

Information


06.11.2017

InfectoDiarrstop LGG® ist keine Kassenleistung mehr

Das Durchfallmittel InfectoDiarrstop LGG® kann nicht mehr zu Lasten der GKV verordnet werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entschieden.

 

Mittel gegen Durchfall können grundsätzlich nicht zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, die in Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie gelistet sind. Aus dieser Liste wurde nun die folgender Absatz gestrichen: „ausgenommen Lactobacillus rhamnosus GG (mind. 5 x 109 koloniebildenden Einheiten/Dosiseinheit) bei Säuglingen und Kleinkindern zusätzlich zu Rehydratationsmaßnahmen“. Betroffen sind alle Varianten: InfectoDiarrstop LGG® geschmacksneutral, Kirsch und Banane jeweils mit Elektrolyten sowie die Variante InfectoDiarrstop LGG® Mono ohne Elektrolyte.

 

Die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie trat am 4. November 2017 in Kraft.

 

Die „Tragenden Gründe zum Beschluss“ finden Sie hier

 


 
19.10.2017

BtM-Rezept - Fristüberschreitung beim Import von Cannabisblüten

Cannabisblüten werden zurzeit noch aus dem Ausland importiert. Das führt häufig zu einer längeren Lieferzeit. Der Patient sollte das BtM-Rezept innerhalb von 7 Tagen in der Apotheke vorlegen, denn grundsätzlich gilt eine Frist von 7 Tagen (Ausstellungsdatum + 7 Tage). Der Import eines Arzneimittels und die damit häufig unvermeidbare Verzögerung der Belieferung erlaubt eine spätere Abrechnung.

 

Quelle: Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV)
§ 12 Abgabe

(1) Betäubungsmittel dürfen vorbehaltlich des Absatzes 2 nicht abgegeben werden:

1. auf eine Verschreibung,

a) die nach den §§ 1 bis 4 oder § 7 Abs. 2 für den Abgebenden erkennbar nicht ausgefertigt werden durfte,

b) bei deren Ausfertigung eine Vorschrift des § 7 Abs. 1 Satz 2, des § 8 Abs. 1 Satz 1 und 2 oder des § 9 nicht beachtet wurde,

c) die bei Vorlage vor mehr als sieben Tagen ausgefertigt wurde, ausgenommen bei Einfuhr eines Arzneimittels nach § 73 Abs. 3 Arzneimittelgesetz, oder

d) die mit dem Buchstaben "K" oder "N" gekennzeichnet ist;

2. (...)

 


 

03.08.2017

Arzneimittelpraxisbesonderheiten: Die Abrechnungsnummern (91xxx) gelten nicht mehr

Arzneimittelpraxisbesonderheiten (z.B. Onkologika, HIV-Präparate usw.), wie man sie aus der Zeit der Richtgrößen kennt, sind mit der Wirkstoffvereinbarung obsolet geworden. Daher gelten auch die Listen der Arzneimittelpraxisbesonderheiten und die entsprechenden Symbolziffern („91er-Nummern“) seit dem 01.01.2017 nicht mehr.

 

Davon unberührt sind die bundesweiten Praxisbesonderheiten: Wirkstoffe, für die Vereinbarungen im Nachgang zur frühen Nutzenbewertung (§ 130b Abs. 2 Satz 1 SGB V) als Praxisbesonderheit bestehen, bleiben von der Wirkstoffvereinbarung unberücksichtigt. Sie finden die Liste der bundesweiten Praxisbesonderheiten unter www.gkv-spitzenverband.de

 

Achtung: Grundsätzlich ist auch bei der Verordnung dieser Arzneimittel das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten. Die Anerkennung als Praxisbesonderheit gilt nur für die explizit genannten Indikationsbereiche dieser Wirkstoffe. Einzelfallprüfungen sind möglich.

 


 

04.07.2017

Heilmittel: Podologie- Verordnung von Hausbesuchen

Die Podologieverbände haben die KVen gebeten, auf das Problem hinzuweisen, dass zu häufig ungerechtfertigt Hausbesuche verordnet werden.Es wird darum gebeten, die Verordnungen zum Hausbesuch sorgsam und indikationsbezogen vorzunehmen.
Folgende Gründe rechtfertigen für sich allein noch nicht einen Hausbesuch:

  • Alter
  •  Allgemeine eingeschränkte Gehfähigkeit
  • Gehunterstützung mittels Rollator oder Unterarmgehstützen
  • Rollstuhl bei Geheinschränkung/-verlust
  • Vorübergehende Hilfsmittel, bspw. Verbandsschuh, Cast
  • Visuseinschränkung/-verlust
  • Sonstige körperliche Einschränkungen/Defizite bei erhaltener Mobilität
  • Schlechte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel 

 


 

03.07.2017

Wirkstoffvereinbarung- Neue Arbeitshilfe zum Ziel Nr. 21 " Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems"

Im Nachgang zu unseren Informationsveranstaltungen zur neuen Wirkstoffvereinbarung haben wir eine Arbeitshilfe zum Ziel Nr. 21 " Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems“ zusammengestellt. Die Arbeitshilfe soll Ihnen einen schnellen Überblick über die häufigsten Wirkstoffe und die entsprechend verfügbaren Arzneimittel sowie deren Einordnung (Original vs. Generikum) ermöglichen. Da die Arzneimittel in diesem Wirkstoffziel nicht immer auf den ersten Blick als Original bzw. Generikum erkannt werden können,  haben wir den vielfach geäußerten Wunsch nach einer „einfachen“ Beispielliste aufgegriffen. Hier finden Sie die Arbeitshilfe.

 

Um den Umfang zu begrenzen und so die Handhabbarkeit zu gewährleisten, sind nicht alle von diesem Ziel umfassten Arzneimittel aufgeführt. Für einen vollständigen Überblick nutzen Sie bitte die Arbeitslisten in unserem Mitgliederportal.

 

Bitte beachten Sie darüber hinaus , dass auch Rabattarzneimittel der Erreichung Ihrer Wirkstoffziele dienen.. Informationen zu eventuellen Rabattverträgen finden Sie ebenfalls in den Arbeitslisten oder nutzen Sie hier die entsprechende Funktionalität Ihres Praxisverwaltungssystems, in dem diese Informationen aktualisiert vorliegen müssen.

 
09.03.2017

Cannabis verordnungsfähig ab 10.03.2017

Das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ ist seit dem 10.03.2017 in Kraft. Mehr

 


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