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Pressemitteilungen 


30.05.2011


Hamburger Hausärzte fordern 70 Euro pro Quartal

Rund 130 Hamburger Hausärzte haben am Donnerstag auf einer von der Selbstverwaltung einberufenen Versammlung gegen die dramatische Unterfinanzierung ihrer ärztlichen Tätigkeit protestiert und den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) aufgefordert, bei den Hamburger Kassen eine Mindestvergütung von 70 Euro pro Quartal und Patient einzufordern. „Mit derzeit nicht einmal 11 Euro pro Monat für die Grund- und Regelversorgung im hausärztlichen Bereich ist die hausärztliche Versorgung in Hamburg nicht mehr aufrecht zu erhalten“, sagte Dr. Stephan Hofmeister, niedergelassener Hausarzt in Eilbek und stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. „Wenn die Hamburger Kassen in den nächsten drei Monaten nicht ein verbindliches Zeichen für eine deutliche Anhebung der hausärztlichen Vergütung geben, wird es massive Protestaktionen in Hamburg geben“, so Dr. Silke Lüder, Hausärztin aus Bergedorf und stellvertretende Sprecherin des Beratenden Fachausschusses Hausärzte in der KV Hamburg.

 

„Die Unterfinanzierung für die ambulante Versorgung in Hamburg beträgt inzwischen 50 Prozent“, so Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg, „die Schmerzgrenze ist überschritten. Wir bekommen für rund 1,5 Millionen Hamburger Versicherte eine Pauschalvergütung, müssen aber pro Quartal rund 2,5 Millionen Fälle versorgen. Damit stehen pro Monat je Fall nur 23 Euro für die gesamte Versorgung von Hamburger Versicherten zur Verfügung, vom Hausbesuch bis zur Strahlentherapie, vom EKG bis zur Dialyse und der Psychotherapie. Mit diesen Beträgen ist eine Rund-um-Versorgung heute nicht mehr möglich. Unbegrenzter Leistungsanspruch und begrenzte Mittel: Diese Rechnung geht nicht auf.“

 

Dr. Dirk Heinrich, HNO-Arzt aus Billstedt und Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes ergänzte: „Bei den meisten Facharztgruppen, die Grundversorgung leisten, liegen die Quartalspauschalen je Fall noch unter den niedrigen Hausarztpauschalen. Das ist ein generelles Problem, das dringend gelöst werden muss. Die Versprechungen müssen eingehalten werden: Steigende Morbidität, Demographie und medizinischer Fortschritt müssen zu jährlichen Anpassungen führen.“

 

Noch 2009 hatte die Bundesregierung angekündigt, die jährlichen Ausgabensteigerungen durch Morbidität und medizinischen Fortschritt in der Vergütung der Ärzte zu berücksichtigen. Tatsächlich gibt es seit 1.7.2010 wieder rigide Budgets für ärztliche Leistungen, selbst Kostenerstattungen werden gekürzt. Erst Monate, nachdem sie ihre Leistungen erbracht haben, erfahren die Ärzte bei der Abrechnung, dass sie wieder deutlich weniger bekommen, als versprochen wurde.

 

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