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Pressemitteilungen 


09.11.2012


Bericht belegt Nachholbedarf bei Hamburger Arzthonoraren

Hamburg, 09.11.2012 - „Dieser niederschmetternde Bericht belegt ein weiteres Mal den finanziellen Nachholbedarf der Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten!“ Mit diesen Worten kommentiert Walter Plassmann, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, den neuesten „Honorarbericht“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. In diesem gesetzlich vorgeschriebenen Bericht wird die Honorarentwicklung aller KVen in Deutschland dargestellt. Im dritten Quartal 2011, auf den sich der neue Bericht bezieht, sind die Honorare in Hamburg um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen (Hausärzte 5,6 Prozent, Fachärzte -5,9 Prozent, Psychotherapeuten -0,7 Prozent). Auch wenn ein Teil dieser Entwicklung interne Gründe hatte, so zeigt ein anderer Wert die eklatante Benachteiligung der
Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten: Während im Bundesdurchschnitt die budgetierte Vergütung in Jahresfrist um 5,1 Prozent zulegte, stagnierte dieses Honorarvolumen in Hamburg bei 0,7 Prozent. „Hier zeigt sich, wie stark Hamburg in den vergangenen Jahren vom Bundestrend abgekoppelt war“, erklärt Plassmann. Schuld waren bundesweiten Vorgaben, die Hamburg benachteiligten, aber regional nicht mehr nachverhandelt werden durften. Plassmann weiter: „Dieser Trend wird sich in 2012 noch verstärken, denn in diesem Jahr sorgt die sogenannte asymmetrische Verteilung dafür, dass die auf Bundesebene verhandelten Honorarzuwächse nahezu vollständig an Hamburg vorbei in andere Bundesländer geleitet wurden.“
Allein das zeigt nach Auffassung von Plassmann, der für die Honorarverhandlungen auf Seiten der KV Hamburg verantwortlich ist, die Berechtigung der aufgestellten Forderungen: „Die vier verlorenen Jahre haben die Versorgung an vielen Stellen ausbluten lassen, hier müssen wir gezielt mit zusätzlichen Geldern stabilisieren.“ Wer das - wie die Krankenkassen - als „nicht nachvollziehbar“ bezeichne, verschließe die Augen vor der Realität. Den Bericht können Sie hier einsehen.


Pressemitteilung 09.11.2012

 

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