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Pressemitteilungen 


07.11.2012


Engagierter Protest der Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten im CCH

„Krankenkassen weigern sich, ihren Job zu tun“

Der Ärger sitzt tief: Rund 1700 Ärzte, Psychotherapeuten und Praxismitarbeiter haben heute Vormittag im CCH mit großer Entschlossenheit gegen die Hinhaltetaktik der Krankenkassen protestiert. „Wie die ambulante Versorgung der Hamburger Patienten im kommenden Jahr finanziert wird, ist völlig unklar“, sagte Dr. Michael Späth, Sprecher der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. „Die Krankenkassen haben noch immer kein Angebot auf den Tisch gelegt. Sie weigern sich schlichtweg, ihre Aufgabe zu erfüllen und die Finanzierung der Versorgung sicherzustellen.“

In einer mit überwältigender Mehrheit angenommenen Resolution verurteilten die Ärzte und Psychotherapeuten die Blockadehaltung der Krankenkassen. „Wir werden von den Krankenkassen bestreikt“, sagte Dr. Dirk Heinrich, Sprecher des beratenden Fachausschusses Fachärzte der KV Hamburg. „Und was machen wir? Wir arbeiten weiter. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?“

Die Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten fordern im Wesentlichen, zu den Vergütungsbedingungen des Jahres 2008 zurückzukehren, die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stützen und einen Ausgleich für den überdurchschnittlich hohen Kostenanstieg in Hamburg. „Zudem kann es nicht sein, dass die Ärzte auf den von ihnen in den letzten Jahren übernommenen Kosten für Psychotherapieleistungen sitzen bleiben“, sagte Späth. Insgesamt ist die Psychotherapie von den Ärzten mit rund 40 Millionen Euro gestützt worden. Diesen Betrag wollen die Krankenkassen einbehalten.

Die Ärzte und Psychotherapeuten kündigten flächendeckende Protestmaßnahmen an – bis hin zu Praxisschließungen. Mehrfach wurde betont, der Protest richte sich nicht gegen die Patienten, deren Notversorgung stets sichergestellt werde. „Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme der Welt“, sagte Kinderarzt Dr. Stefan Renz. „Wir müssen dafür kämpfen, es zu bewahren – vor allem im Interesse der Patienten.“

Weitere Informationen zu den Forderungen der Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten sowie zu den verabschiedeten Anträgen finden Sie unter www.kassen-pressen-praxen-aus.de

 

 

Pressemitteilung 07.11.2012

 

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