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Neue Qualitätssicherungsvereinbarung zur Kontrolle von kardialen Rhythmusimplantaten tritt zum 1. Oktober 2018 in Kraft

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich auf die Neufassung einer Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten verständigt (QS-Vereinbarung Rhythmusimplantat-Kontrolle nach

§ 135 Abs. 2 SGB V). Die Vereinbarung tritt zum 1. Oktober 2018 in Kraft und ersetzt die bisherige Qualitätssicherungsvereinbarung zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers.

 

Die Neufassung der Vereinbarung ist aufgrund der neu geregelten Abrechnungssystematik für die Kontrolle von Schrittmachersystemen im EBM notwendig geworden. Die neue Vereinbarung regelt künftig die fachlichen, apparativen und organisatorischen Voraussetzungen. Neu ist ebenfalls, dass in Zukunft nur noch Kardiologen und Kinderkardiologen diese Leistungen erbringen und abrechnen dürfen.

 

Dabei handelt es sich um Leistungen zur Funktionsanalyse von Herzschrittmachern (HSM), implantierbaren Kardiovertern bzw. Defibrillatoren (ICD) sowie von implantierbaren Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Die Funktionsanalysen von ICD und CRT können auch telemedizinisch erfolgen.

 

Neu in der Vereinbarung sind die Auflagen zur Aufrechterhaltung der fachlichen Befähigung. Hier müssen künftig mindestens 20 Fortbildungspunkte im Fach Kardiologie in jeweils 24 Monaten nachgewiesen werden.

 

Ebenfalls neu ist die Stichprobenprüfung der ärztlichen Dokumentationen. Hier fordert die KV Hamburg erstmals ab dem Jahr 2019 jährlich von 15 Prozent der Genehmigungsinhaber die Dokumentationen zu 20 abgerechneten Fällen an.

 

In der Übergangsregelung der neuen QS-Vereinbarung wurde beschlossen, dass Ärzte, die bereits über eine Genehmigung nach der alten QS-Vereinbarung verfügen und die Leistungen regelmäßig abgerechnet haben, ohne weitere Nachweise eine Genehmigung für alle Leistungen zur Rhythmusimplantat-Kontrolle von der KV Hamburg erhalten.

 

Auch fachärztliche Internisten ohne Schwerpunkt Kardiologie, die bereits eine Genehmigung haben, können die Leistungen zur Herzschrittmacherkontrolle weiterhin abrechnen. Um eine Genehmigung für die Leistungen der ICD- beziehungsweise CRT-Kontrolle nach der neuen QS-Vereinbarung zu erhalten, müssen innerhalb von vier Jahren entsprechende Sachkunden nachgewiesen werden.

 

Eine Genehmigung für die telemedizinischen Funktionsanalysen erhalten Ärzte von der KV Hamburg, wenn sie entsprechende Leistungen in mindestens zwei Quartalen bis zum

30. September 2018 abgerechnet haben.

 

Übersicht der Gebührenordnungspositionen

(Zur Abrechnung dieser GOP´s brauchen die Ärzte eine Genehmigung der KV Hamburg)

 

Kapitel 13 Innere Medizin/Kardiologie

 

GOP

Leistung

Punkte

13571

Funktionsanalyse Herzschrittmacher

189

13573

Funktionsanalyse implantierter Kardioverter/Defibrillator

350

13575

Funktionsanalyse implantierbare Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie

431

13574

Funktionsanalyse implantierter Kardioverter/Defibrillator / telemedizinisch

350

13576

Funktionsanalyse implantierbare Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie / telemedizinisch

431

 

Kapitel 4 Pädiatrie

 

GOP

Leistung

Punkte

04411

Funktionsanalyse Herzschrittmacher

347

04413

Funktionsanalyse implantierter Kardioverter/Defibrillator

641

04414

Funktionsanalyse implantierter Kardioverter / Defibrillator /

telemedizinisch

641

04415

Funktionsanalyse implantierbare Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie

789

04416

Funktionsanalyse implantierbare Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie / telemedizinisch

789

 

 

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Inga Borchers:            22802-895                  E-Mail:            inga.borchers@kvhh.de

Susanne Keller:         22802-494                  E-Mail:            susanne.keller@kvhh.de

 

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