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Neue Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor

Zum 1.April 2018 trat die neue Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach

§ 135 Abs. 2 SGB V zur Erbringung von speziellen Untersuchungen der Laboratoriums-medizin in Kraft. Die Vereinbarung ersetzt die „Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Durchführung von Laboratoriumsuntersuchungen in der kassenärztlichen/ vertragsärztlichen Versorgung“ vom 8. Dezember 1990 in der Fassung vom 1. Januar 2015 und gilt für alle Leistungen nach den Gebührenordnungspositionen des Abschnitts 32.3 und für die entsprechenden laboratoriumsmedizinischen Leistungen des Abschnitts 1.7 EBM. Sie ist dreistufig aufgebaut.

 

 

Stufe I: Nachweis der fachlichen Befähigung

Die Anforderungen an die fachliche Befähigung orientieren sich eng an den bisherigen Vorgaben: Ärzte, die Spezial-Labor-Leistungen erbringen wollen, müssen an einem Kolloquium teilnehmen. Fachärzte für Laboratoriumsmedizin – für ausgewählte Leistungen auch Mikrobiologen, Transfusionsmediziner und entsprechend EBM weitere Facharztgruppen – sind von der Teilnahme am Kolloquium ausgenommen.

 

 

Stufe II: Genehmigung mit Auflage (Nachweis weiterer Anforderungen)

(Neu-)Genehmigungen werden mit der Auflage erteilt, dass Ärzte innerhalb von zwölf Monaten bestimmte Nachweise zum internen Qualitätsmanagement erbringen. Werden die Nachweise erbracht, wird die Genehmigung unbefristet erteilt. Ansonsten läuft die Genehmigung aus.

 

 

Stufe III: Stichprobenprüfungen zur internen und externen Qualitätssicherung

Um zu überprüfen, ob die Anforderungen der „Richtlinie der Bundesärztekammer zur Quali-tätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen“ (Rili-BÄK) an die interne und externe Qualitätssicherung erfüllt werden, sind Stichprobenprüfungen von 15 % der ab-rechnenden Ärzte vorgesehen.

Die einzureichenden Dokumentationen müssen Aussagen über das interne Qualitätsma-nagement-System (z.B. Qualitätsmanagement-Handbuch, Gerätenachweise, Mitarbeiter-qualifikation, Fehlermanagement) und die Teilnahme an der externen Qualitätssicherung (Ringversuche) enthalten.

 

 

Sonderregelung für akkreditierte Labore

Bei Vorlage einer gültige Akkreditierungsurkunde entsprechend der DIN-Norm „DIN EN ISO 15189“, gilt der Nachweis zum internen und externen Qualitätsmanagement als erfüllt.

 

 

Ärzte mit einer bestehenden Genehmigung

Vertragsärzte, die bereits vor dem 1. April 2018 eine Genehmigung zur Abrechnung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen des Abschnitts 32.3 erhalten haben und regelmäßig entsprechende laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durchgeführt und abgerechnet haben, behalten diese Genehmigung.

 

 

Ansprechpartner

Michael Bauer            040/22 802-388

James Oteng             040/22 802-601