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04.01.2013


Hamburger Ärzte verurteilen Forderung der Techniker Krankenkasse

„Baas redet mit gespaltener Zunge“

Mitglieder der Vertreterversammlung und der Selbstverwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg haben mit Empörung und Ablehnung auf die jüngsten Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse (TK), Dr. Jens Baas, reagiert. Dieser hatte in einem Interview mit dem Handelsblatt die generelle Abschaffung der Privaten Krankenversicherung gefordert.

„Herr Baas redet mit gespaltener Zunge“, so Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. „Auf der einen Seite fordert er die Abschaffung der PKV, auf der anderen Seite schließt die TK hier in Hamburg mit dem Dermatologikum, einer rein privaten Gemeinschaftspraxis, einen Vertrag, der die TK-Mitglieder in den Genuss von Leistungen bringt, die im Katalog der GKV nicht enthalten sind. Das ist paradox.“

Besonderen Unmut hat bei Späth der Umstand erregt, dass sich hinter diesen drastischen Vorstößen der Krankenkassen vor allem eine Strategie verbirgt, die vom eigentlichen Problem ablenken soll: „Herr Baas predigt Wasser, schenkt aber Wein aus. Wenn er die PKV für überflüssig hält, dann sollte er vor allem damit beginnen, die im gesetzlichen Leistungskatalog verankerten Maßnahmen adäquat zu vergüten. Tatsächlich geht es ihm – wie den meisten anderen Kassenvertretern – nur darum, die Milliarden zu horten und zu vermehren, die in den letzten Jahren auch durch den erzwungenen Verzicht der Vertragsärzte und –psychotherapeuten angespart worden sind.“

Späth betonte ferner, es handele sich um ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver vor dem Hintergrund der gescheiterten Honorarverhandlungen in Hamburg: „Es verhält sich in diesem Fall ähnlich wie mit dem Vorwurf der ärztlichen Korruption. Immer wenn es ans Bezahlen gehen soll, werden Scheingefechte provoziert. Stellen wir Ärzte uns hin und bezichtigen die Kassen der Zechprellerei? Über 30% der Leistungen, die ihre Versicherten in Anspruch nehmen und benötigen, werden von den Kassen nicht bezahlt. Das ist ein Skandal angesichts einer Rücklage von 28 Milliarden Euro in der GKV. Ohne die Quersubventionierung durch die PKV ist die Behandlung von Kassenpatienten heute nicht mehr möglich.“ 



Download Pressemitteilung 4.01.2013

 

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