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29.10.2012


Ausgepresst! – Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten starten Protestkampagne

„Kassen pressen Praxen aus“ – Unter dieser Parole begleiten Hamburgs niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten mit einer breit angelegten Protestaktion die diesjährigen regionalen Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen. „Wir treten vor allem für den Erhalt der Versorgung unserer Patienten ein. Deshalb müssen wir auch über Geld reden“, so Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg. 

Zentrales Forum des Protestes ist die eigens für diese Aktion entworfene und ab heute geschaltete Website www.kassen-pressen-praxen-aus.de. Neben den wichtigsten Forderungen der Ärzte und Psychotherapeuten informiert die Seite die Öffentlichkeit mit Einschätzungen, Kommentaren und Videobeiträgen über die Hintergründe der Auseinandersetzungen. Außerdem können die Niedergelassenen über ein Umfragetool und eine Diskussionsplattform interaktiv zum aktuellen Meinungs- und Stimmungsbild beitragen.

Ein zweiter wesentlicher Baustein der Kampagne ist die Information der Patienten in den Praxen, die über ein Protestplakat, ein Mitteilungsblatt und das persönliche Gespräch mit Arzt und Praxispersonal erfolgt. Es geht vor allem darum, den Patienten zu erklären, dass durch die radikale Sparpolitik der Kassen in den letzten Jahren nicht nur niedergelassene Ärzte in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, sondern die ambulante Behandlung des Patienten leidet und Schaden nimmt.

Deshalb ist der Ruf nach besserer Bezahlung nur die Speerspitze der Kritik an einem System, in der die Freiberuflichkeit des Arztes immer stärker durch das Gewinnstreben der Kassen ausgehöhlt wird. „Es geht um mehr als das Honorar! Es geht um die generelle Anerkennung der ärztlichen und psychotherapeutischen Tätigkeit und die umfassende Bereitschaft der Kassen, die nötigen Mittel zur Verfügung stellen, um diese Tätigkeit auf einem hohen Niveau sicherstellen zu können“, so Späth.


Am 7. November sind alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten aufgerufen, an einer Vollversammlung im CCH teilzunehmen und über die Zukunft der ambulanten Versorgung in Hamburg abzustimmen. 

 


Pressemitteilung 29.10.2012




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