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Ärztliche Stelle

Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg und die Ärztekammer Hamburg haben am 01.04.2004 eine gemeinsame Einrichtung mit der Bezeichnung „Ärztliche Stelle Hamburg zur Qualitätssicherung in der medizinischen Röntgendiagnostik, Strahlentherapie einschließlich Röntgentherapie und der Nuklearmedizin“ eingerichtet.


Die Ärztliche Stelle ist im Auftrag der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg tätig und hat die Aufgabe, den strahlenschutzverantwortlichen Ärztinnen und Ärzten Maßnahmen zur Optimierung der medizinischen Strahlenanwendung vorzuschlagen. Dies insbesondere zur Verbesserung der Bildqualität, zur Herabsetzung der Strahlenexposition oder zu sonstigen qualitätsverbessernden Maßnahmen.

 

Des Weiteren hat sie nachzuprüfen, ob und wie weit die Vorschläge zur Optimierung umgesetzt werden. Aus diesem Grund hat die Ärztliche Stelle (Geschäftsbereich Kassenärztliche Vereinigung Hamburg) alle von Vertragsärzten/innen und ermächtigten Ärzten/Ärztinnen betriebenen Röntgeneinrichtungen, strahlentherapeutischen- und  nuklearmedizinischen Einrichtungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

 

Die Überprüfungen der Krankenhäuser sowie ausschließlich privatärztlich tätige Ärzte erfolgt durch den Geschäftsbereich bei der Ärztekammer Hamburg.

 

Die Prüfkommission setzt sich aus dem im jeweiligen Gebiet besonders erfahrenen ärztlichen Mitgliedern zusammen. Die mit den Prüfungen beauftragten Mitglieder der Ärztlichen Stelle besitzen die erforderliche, regelmäßig aktualisierte Fachkunde im Strahlenschutz sowie eine ausreichende praktische Erfahrung in dem entsprechenden Fachgebiet und sind mit dem Stand der Technik im Bereich der Röntgenverordnung und im Bereich der Strahlenschutzverordnung mit dem Stand der Wissenschaft und Technik, sowie der medizinischen Wissenschaft vertraut.

 

In regelmäßigen Kommissionssitzungen werden die von den Strahlenschutzverantwortlichen angeforderten Unterlagen auf der Grundlage des Einheitlichen Bewertungssystems der Ärztlichen Stellen beurteilt.

Es kommen vier Ergebniskategorien zur Anwendung:

  1. (keine Beanstandungen)
  2. (geringe Beanstandungen)
  3. (erhebliche Beanstandungen)
  4. (schwerwiegende Beanstandungen)

Nach dem Einheitlichen Bewertungssystem der Ärztlichen Stellen bestimmt das schlechteste Einzelergebnis das Gesamtergebnis einer Überprüfung.

 

Beurteilungen nach Ergebniskategorie 3 und 4 führen zu einer vorzeitigen Wiederholungsprüfung. Diese erstreckt sich in der Regel auf die festgestellten Mängel.

 

Für Überprüfungen durch die Ärztliche Stelle werden Gebühren erhoben.

 

Der Ärztlichen Stelle sind die Unterlagen vorzulegen, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt. Werden Unterlagen nicht im ausreichenden Maße vorgelegt, ist die Ärztliche Stelle wegen der Verletzung der Vorlagepflicht nach RöV bzw. StrlSchV zur Meldung an die zuständige Aufsichtsbehörde verpflichtet.

Dies gilt ebenfalls bei wiederholter Strahlenanwendung mit nicht nachvollziehbarer oder fehlender rechtfertigender Indikation oder bei der wiederholten Nichtbeachtung von Optimierungsvorschlägen.

 

Anmeldung einer Röntgeneinrichtung
Jeder, der eine Röntgeneinrichtung eigenverantwortlich verwendet oder dafür bereithält, bedarf der Genehmigung oder muss die beabsichtigte Tätigkeit anzeigen.

Zuständig hierfür ist das Amt für Arbeitsschutz (Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz). Auf der Internetseite www.hamburg.de/arbeitsschutz finden Sie die entsprechenden Formulare. Ebenfalls muss eine Anmeldung bei der zuständigen Ärztlichen Stelle erfolgen.

 

Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV)

Amt für Arbeitsschutz V13/AS 2110

Referat Strahlenschutz

Billstraße 80

20539 Hamburg

Mailto:marita.schnatz-buettgen@bgv.hamburg.de