Sie befinden sich hier: Ärzte und PsychotherapeutenAbrechnung ♦ Auslandsversicherte

Behandlung und Abrechnung von im Ausland versicherten Personen

"European Health Insurance Card – EHIC"

 

Patienten, die im EU- bzw. EWR-Ausland oder der Schweiz versichert sind, legen ihre "European Health Insurance Card (EHIC)" oder eine Ersatzbescheinigung als Anspruchsnachweis auf GKV-Leistungen vor. Einige österreichische Krankenkassen stellen EHICs aus, die nicht den Vorgaben entsprechen. Dort ist statt des Namen des Versicherten und des Versicherers lediglich die Kennnummer der Karte in Feld 8 angegeben. Diese Karten dürfen auf keinen Fall akzeptiert werden. Das Beibringen einer Ersatzbescheinigung durch den Patienten berechtigt diesen dann zur Inanspruchnahme der Leistung und den Arzt zur Abrechnung der erbrachten Leistungen.

 

Information


21.08.2018

Änderung der Vereinbarung zur Europäischen Krankenversicherungskarte zum 1. Oktober 2018

Die Anlage 20 Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) zur Anwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) wird zum 1. Oktober 2018 überarbeitet.  Nachfolgend stellen wir Ihnen die Änderungen in Kürze vor.

Kopie im fahrenden Notdienst

Im fahrenden Notdienst ergab sich häufig das Problem, dass die Kopie der EHIC zur Dokumentation des Behandlungsanspruches nicht durchgeführt werden konnte, da keine unmittelbare Kopiermöglichkeit oder andere geeignete Erfassungsmöglichkeiten zur Verfügung standen. Daher wird in der Anlage 20 BMV-Ä eine Ausnahmeregelung für diesen Fall aufgenommen. Ab dem 1. Oktober 2018 ist es im fahrenden Notdienst zulässig die Daten der EHIC oder der provisorischen Ersatzbescheinigung händisch zu erfassen.

Anpassung der Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung

In dem Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“  wird eine neue Zeile „Name des behandelnden Arztes“ eingefügt.  Diese Änderung ermöglicht den Kassen die eindeutige Zuordnung der Patientenerklärung zur Kopie der EHIC.  Die aktuelle Ausführung des Formulars wird ab dem 01. Oktober 2018 bereits in Ihrem Praxisverwaltungssystem verfügbar.

Neue Anlage 3: Nationaler Anspruchsnachweis

Bislang wurde der von der Krankenkasse genehmigte Leistungsumfang bei Patienten, die aus Ländern mit bilateralem Abkommen über soziale Sicherheit (Abkommensrecht) kamen, auf dem Abrechnungsschein (Muster 5 Anlage 2/2a BMV-Ä) dokumentiert.  Ab dem 1. Oktober gibt es für die Krankenkassen ein gesondertes Formular („Nationaler Anspruchsnachweis“), um eine bundeseinheitliche und übersichtliche Dokumentation zu erreichen.


21.06.2017

Abrechnung für im Ausland krankenversicherte Patienten vereinfacht

Ab dem 1. Juli 2017 werden die Abrechnungsmodalitäten für Patienten, die im Ausland krankenversichert sind, für Ärzte und Praxen vereinfacht. Hierzu wurde die „Vereinbarung zur Anwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte“ (Anlage 20 BMV-Ä) dementsprechend geändert. So entfällt u. a. die Dokumentation des Behandlungsanspruchs (Muster 80). Eine Kopie der EHIC bzw. der provisorischen Ersatzbescheinigung gilt dann als ausreichende Dokumentation. Das Muster 81 wird durch ein neues Patientenformular ersetzt, welches im Praxisverwaltungssystem in 13 Sprachen hinterlegt wird. Des Weiteren entfällt eine doppelte Dokumentation am Quartalsübergang.

 

Änderungen in der „Vereinbarung zur Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC)“ (Anlage 20 BMV-Ä) zum 1. Juli 2017 im Überblick:

  • Muster 80 und Kopie des Identitätsnachweises entfallen

    Ab dem 1. Juli 2017 gilt eine Kopie der EHIC bzw. der provisorischen  Ersatzbescheinigung als ausreichende Dokumentation des Behandlungsanspruchs eines im europäischen Ausland Versicherten. Das Muster 80 entfällt somit. Auch die Verpflichtung des Arztes zur Kopie des Ausweises bzw. Reisepasses entfällt.
  • Neues Patientenformular ersetzt Muster 81

    Das Muster 81 („Erklärung der im EU- bzw. EWR-Ausland oder der Schweiz versicherten Patienten, die eine EHIC oder Ersatzbescheinigung vorlegen“) wird durch ein neues Patientenformular („Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“) ersetzt. Das neue Formular wird künftig nicht mehr Teil der Anlage 2/2a BMV-Ä sein, sondern direkt im Praxisverwaltungssystem in 13 Sprachen hinterlegt. So kann es bei Bedarf in der jeweiligen Sprache ausgedruckt werden.
  • Dokumentation des Behandlungsanspruchs einmal innerhalb von drei Monaten

    Die Dokumentation des Behandlungsanspruchs und die Erstellung der Patientenerklärung müssen nicht mehr jedes Quartal, sondern einmal in drei Monaten erfolgen. D. h., dass für einen im Ausland versicherten Patienten, der zum Ende eines Quartals und zu Beginn des folgenden Quartals Ihre Praxis aufsucht, keine doppelte Dokumentation erfolgen muss, da diese nur noch alle drei Monate erforderlich ist.

Bitte beachten Sie, dass die Kopien der EHIC bzw. der provisorischen Ersatzbescheinigung, sowie die Originalfassung der Patientenerklärung unverzüglich an die aushelfende deutsche Krankenkasse übermittelt werden müssen. Alle Änderungen im Detail stehen Ihnen unter dem Punkt „Basisinformation“ zur Verfügung.
 

 

 


 

 


Basisinformation

 

Vereinbarung zur Anwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte

(Anlage 20 BMV-A/EKV, Stand 01.10.2018)

PDF


Änderungen zur Europäischen Krankenversicherungskarte

(Anlage 20 BMV-A/EKV, Stand 11.05.2017)

PDF

Änderungen zur Europäischen Krankenversicherungskarte

(Anlage 20 BMV-A/EKV, Stand 20.08.2018)

PDF