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Themen der Ausgabe 1. Quartal  2018:


Neue Leistungen der HLA-Antikörperdiagnostik

Zur Weiterentwicklung der immungenetischen Leistungen wird die HLA-Antigendiagnostik zum 01.01.2018 als transplantationsvorbereitende Untersuchung in den Abschnitt 32.3.15.1 EBM sowie als allgemeine immungenetische Untersuchung in den Abschnitt 32.3.15.2 EBM aufgenommen. Die neuen Leistungen sollen spezielle Leistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung von Transplantationen von Organen,

Geweben und hämatopoetischen Stammzellen vergüten. Die Vergütung finanziert sich außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

 

Voraussetzung für die Berechnung der Leistungen des Abschnitts 32.3.15.1 ist die Einhaltung der Richtlinie zur Histokompatibilitätsdiagnostik gem. §16 Abs. 1 S. 1 Nr. 4a und 4b Transplantationsgesetz.

 

Transplantationsvorbereitende immungenetische Untersuchungen:

GOP 32915

  • Nachweis von Antikörpern gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Lymphozytotoxizitäts-Test (LCT), ggf. einschließlich Vorbehandlung mit Dithiothreitol (DTT)
  • 29,50 € je HLA-Klasse
  • Ersetzt die bisherige Gebührenordnungsposition 32530
  • Höchstens zweimal im BHF berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32939 berechnungsfähig

GOP 32916

  • Nachweis von Antikörpern gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Festphasenmethoden
  • 47,30 € je HLA-Klasse und je Immunglobulinklasse
  • Höchstens viermal im BHF berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32940 berechnungsfähig

GOP 32917

  • Spezifizierung der Antikörper gegen HLA-Klasse I oder II Antigene unter Anwendung spezifisch charakterisierter HLA Antigenpanel auf unterscheidbaren Festphasen und Berechnung des virtuellen Panelreaktivitätswertes
  • 79,00 € je HLA-Klasse
  • Nur bei bekannter Reaktivität gegen HLA-Klasse I oder II Antigene berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32918, 32941 und 32942 berechnungsfähig

GOP 32918

  • Spezfizierung der Antikörper gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Single-Antigen-Festphasentest
  • 150,00 € je HLA-Klasse
  • Im BHF nicht neben 32917, 32941 und 32942 berechnungsfähig

Allgemeine immungenetische Untersuchungen:

GOP 32939

  • Nachweis von Antikörpern gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Lymphozytotoxizitäts-Test (LCT), ggf. einschließlich Vorbehandlung mit Dithiothreitol (DTT)
  • 29,50 € je HLA-Klasse
  • Ersetzt die bisherige Gebührenordnungsposition 32530
  • Höchstens zweimal im BHF berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32915 berechnungsfähig

GOP 32940

  • Nachweis von Antikörpern gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Festphasenmethoden
  • 47,30 € je HLA-Klasse und je Immunglobulinklasse
  • Höchstens viermal im BHF berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32916 berechnungsfähig

GOP 32941

  • Spezifizierung der Antikörper gegen HLA-Klasse I oder II Antigene unter Anwendung spezifisch charakterisierter HLA Antigenpanel auf unterscheidbaren Festphasen
  • 79,00 je HLA-Klasse
  • Nur bei bekannter Reaktivität gegen HLA-Klasse I oder II Antigene berechnungsfähig
  • Im BHF nicht neben 32917, 32918 und 32942 berechnungsfähig

GOP 32942

  • Spezifizierung der Antikörper gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Single-Antigen-Festphasentest
  • 15,00 je HLA-Klasse
  • Im BHF nicht neben 32917, 32918 und 32941 berechnungsfähig

GOP 32943

  • Zuschlag für die Spezifizierung der Antikörper gegen HLA-Klasse I oder II Antigene mittels Komplement-abhängigem und/oder IgG-Subklassen-spezifischem Single-Antigen-Festphasentest zu den Gebührenordnungspositionen 32917, 32918, 32941 oder 32942
  • 150,00 je HLA-Klasse
  • Nur bei bekannter Reaktivität gemäß den Gebührenordnungspositionen 32917, 32918, 32941 oder 32942 berechnungsfähig

GOP 32948

  • Nachweis von Allo-Antikörpern gegen Antigene des HPA-Systems
  • 28,70 €

GOP 32949

  • Spezifizierung von HPA-Antikörpern gegen Thrombozyten mittels Glykoproteinspezifischer Festphasenmethoden
  • 28,70 € je Glykoproteinkomplex
  • Der Höchstwert beträgt 114,80 € im BHF
  • Nur bei bekannter Reaktivität gemäß der Gebührenordnungsposition 32948 berechnungsfähig

Quelle: Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 402. Sitzung