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Themen der Ausgabe 4. Quartal  2018:


Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve

Zum Quartal 4/2018 wird die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) als neue Leistung in den EBM aufgenommen. Sie erlaubt dem Arzt eine Aussage über die Relevanz einer Stenose und kann damit wesentlich zur Entscheidung für oder gegen eine revaskularisierende Therapie im betroffenen Gefäß beitragen.


Die Leistung darf zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden, wenn die Indikation für eine Koronarintervention aufgrund des Befundes der Koronarangiographie nicht eindeutig ist. Im Rahmen derselben Herzkatheteruntersuchung kann sie dann sowohl als klassische FFR-Messung mit medikamentöser Vasodilatation erfolgen als auch ohne („instantaneous wave-free ratio“, iFR).


Für die Vergütung der Messung wird die GOP 34298 in den Abschnitt 34.2.9 EBM aufgenommen. Es handelt sich hierbei um einen Zuschlag zur GOP 34291 (Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie). Die Bewertung der Leistung beträgt 106,41€ (980 Punkte) und ist einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig. In diesem Zuge wird ebenfalls die Kostenpauschale 40301 neu in den Abschnitt 40.6 EBM aufgenommen. Die mit 660,00€ bewertete Pauschale enthält alle Sachkosten für die Durchführung der Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve, einschließlich der Kosten für Kontrastmittel und Sprechstundenbedarf. Beide neuen Leistungen werden zunächst extrabudgetär vergütet.


Die Messung darf nur von Fachärzten für Innere Medizin und Kardiologie durchgeführt werden, die über eine Genehmigung der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zur Durchführung der Leistungen nach der QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie (gemäß § 135 Absatz 2 SGB V) verfügen. Die Aufnahme der GOP 34298 in den EBM wird verbunden mit dem Ziel der Anpassung der QS-Vereinbarung bis spätestens zum 1. Januar 2019. Hierzu wurde folgende Übergangsregelung vereinbart, die bis zum 31. Dezember 2018 gilt: Demnach ist die GOP 34298 dann berechnungsfähig, wenn eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung nach der QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie in der Fassung vom 26. September 2012 vorliegt (in Kraft getreten am 1. Januar 2013).


Quelle: Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 426. Sitzung