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Themen der Ausgabe 4. Quartal  2018:


Vorsorge für Mütter und Väter: Neues Formular und Vergütung

Die Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter wird zum Quartal 4/2018 bundesweit vereinheitlicht. Hierzu wird das Formular 64 „Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter“ neu eingeführt. Dieses kann ab dem 1. Oktober per Praxisverwaltungssoftware oder per Blankoformularbedruckung ausgestellt werden.


Auch die Vergütung wurde im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geregelt. So kann für die Ausstellung des Formulars zukünftig die Gebührenordnungsposition (GOP) 01624 abgerechnet werden. Die Bewertung der Leistung beträgt 22,80€ (210 Punkte) und erfolgt innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung  (MGV). In diesem Zuge wird für mitzubehandelnde Kinder das Formular 65 „Ärztliches Attest Kind“ eingeführt. Es kann auch dann verwendet werden, wenn Müttern und Vätern eine medizinische Rehabilitation verordnet wird. Für das Ausstellen des Formulars 65 ist die bereits vorhandene GOP 01622 berechnungsfähig. Sie wird mit 9,01€ (83 Punkten) innerhalb der MGV vergütet.


Die Verordnung ist durch Vertragsärzte möglich, Vertragspsychotherapeuten dürfen Vorsorgeleistungen für Mütter und Väter nicht verordnen.

Quelle: Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 417. Sitzung